Zustimmung zur Strukturreform des Hannoveraner Verbands
Es ging heiß her: Delegiertenversammlung des Hannoveraner Verbands in Verden Foto: Hannoveraner Verband

Zustimmung zur Strukturreform des Hannoveraner Verbands

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Bei der Delegiertenversammlung des Hannoveraner Verbandes in Verden fand die geplante Strukturreform große Zustimmung bei den Anwesenden. Angeregt wurde im zehnstündigen Sitzungsmarathon diskutiert, zahlreiche Anträge standen auf der umfangreichen Tagesordnung.

Mit großer Spannung wurde die Delegiertenversammlung im Forum der Niedersachsenhalle erwartet. 20 Vorstandsmitglieder und 129 Delegierte sowie zahlreiche Mitglieder arbeiteten sich durch die außergewöhnlich umfangreiche Tagesordnung. Eine Vielzahl von Anträgen war eingereicht worden, über die zum größten Teil in geheimer Wahl abgestimmt wurde. „Es geht um die Zukunft des Hannoveraner Verbandes“, sagte Hans-Henning von der Decken. „Wir müssen heute die Weichen für die weitere Entwicklung stellen!“

Bevor es zum Abstimmungsmarathon ging, gab Zuchtleiter und Geschäftsführer Dr. Werner Schade ein Bild der Situation des Hannoveraner Verbandes und schob dabei das Pferd in den Vordergrund. Sportliche Erfolge bei den Weltreiterspielen in Tryon/USA und bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressupferde waren die Highlights des vergangenen Jahres. „Bei der Herwart von der Decken-Schau und bei der Hengstkörung hatten wir eine so breite Spitze in beiden Disziplinen, wie wir sie noch nie gesehen haben“, sagte er. Dementsprechend groß war die Gruppe der Züchter, die für ihre erfolgreichen Hannoveraner und Rheinländer mit Medaillen, Plaketten und Ehrenurkunden ausgezeichnet wurde. „Unser Standort in Verden ist sehr wichtig, hier wollen wir Züchter, Käufer und Reiter zusammenbringen! Zucht und Sport haben sich geändert, und wir brauchen ein gemeinsames Werteprofil“, schloss Dr. Werner Schade.
Hinter dem Hannoveraner Verband liegt ein überaus positives Geschäftsjahr, das mit einem Jahresüberschuss von rund 316.500 Euro endete. Dazu beigetragen hat ein gutes Auktionsjahr mit einem glänzenden Hengstmarkt. Zwei Bezirksverbände haben in den vergangenen Wochen einen neuen Vorsitzenden gewählt. Christopher Kröckel wird den Bezirksverband Braunschweig im Vorstand vertreten, Hermann-Josef Thoenes den Bezirksverband Nordrhein-Westfalen.

In einer offenen und intensiven Diskussion wurden alle Tagesordnungspunkte diskutiert. Die geplante Strukturreform, in der die Verkleinerung des Gesamtvorstandes sowie die eindeutige Zuordnung der Verantwortlichkeiten und die Schaffung eines Aufsichtsrates im Mittelpunkt standen, fand große Zustimmung. Vor allem die Frage der Trennung von Zuchtleitung und Geschäftsführung wurde ausführlich erörtert, die Meinung war unter den Teilnehmern geteilt. Über die Frage der Ausgliederung der Vermarktung in eine eigene Gesellschaft konnte im Vorstand keine Einigung erzielt werden. „Ich bin sicher, dass wir für die Kommission, die Vorschläge zur Strukturreform ausarbeiten wird, engagierte Leute finden, die mitziehen werden“, sagte Hans-Henning von der Decken.

Jürgen Stuhtmann und Bernhard Ueffing wurden in ihrer Position im Vorstand bestätigt. Außerdem gab Theodor Leuchten seinen Rücktritt aus dem geschäftsführenden Vorstand des Hannoveraner Verbandes bekannt. „Die Aufgabe, die rheinischen Züchter in den Hannoveraner Verband zu führen, war eine spannende und aufregende Zeit. Ich glaube, dass uns das gut gelungen ist. Die Vorstandsarbeit war aber vor allem zuletzt auch mit Schwierigkeiten verbunden“, sagte er. Die weiteren Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes, der Vorsitzende Hans-Henning von der Decken, sein Stellvertreter Hartmut Wilking sowie Jörn Wedermann, wurden ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt.

„Ich möchte mich für den guten Verlauf der Veranstaltung bedanken“, schloss Hans-Henning von der Decken und zeigte sich zufrieden mit dem Ausgang der Abstimmungen über die Anträge. „Ich freue mich sehr, dass wir diese Delegiertenversammlung, die unter schwierigen Vorzeichen stand, so konstruktiv nutzen konnten. Es wurde offen, fair und zukunftsgerichtet diskutiert.“