Holger Wulschner warnt: FEI-Pläne sind nicht machbar und gefährlich
Aktivensprecher mit deutlicher Sprache: Holger Wulschner, hier mit Catch Me T Foto: spring-reiter.de

Holger Wulschner warnt: FEI-Pläne sind nicht machbar und gefährlich

eingetragen in: Allgemein | 0

Der Aktivensprecher der deutschen Springreiter, Holger Wulschner, hat die Überlegungen der FEI, die Startgelder in Europa auf amerikanisches Niveau anzuheben, als „nicht machbar und gefährlich“ kritisiert. In einem Exklusiv-Gespräch mit spring-reiter.de hat der Teilnehmer des World Cup Finales in Omaha unterstrichen, dass „wir jungen, talentierten Reitern die Chance geben möchten, sich zu entwickeln“. Dazu gehöre auch die Teilnahme an nationalen und internationalen Turnieren: „Da ich auf dem Land groß geworden bin, weiß ich, wie gute Reiter mit den Turnierkosten zu kämpfen haben“. Und Holger Wulschner machte deutlich: „Wir wollem keinen Herrensport!“

Die Kosten für die internationalen Turniere seien heute schon „durch die versteckten Kosten“ immens. Wenn die Überlegungen der FEI über die Anhebung der Startgebühren Realität würden, „würde das für uns den Rückgang des Pferdesports bedeuten. Ein Großteil der Reiter kann sich das nicht leisten!“

Aber Holger Wulschner, der mit seinem internationalen CSI4*-Turnier, den „DKB-Pferdewochen“, sowie dem anschließenden Junior-Ostsee-Championat auf seiner eigenen Anlage in Groß Viegeln jeden Sommer selbst als Veranstalter aktiv ist, ergänzt das Ganze auch noch aus dieser Sicht: Als Veranstalter würde er so eine Anhebung der Startgelder zwar begrüßen, „die Turniere auf 4*- und 5*-Niveau hätten einen Zuwachs. Ich weiß, wie hoch die Abgaben an FN und FEI bei einem CSI 2*, 3*, 4* und bei einem nationalen S*** sind.“ Auch da habe man „noch Handlungsbedarf“.

Bitteres Fazit des Reiters und Veranstalters Holger Wulschner: „Die FEI ist immer der Gewinner, der Veranstalter soll bezahlen und die Klappe halten.“