Wilhelm Genns Bugatti wartet schon in Wilmington an der Wand
Die Künstlerin in Aktion: Kristi Rauckis malt in Wellington an Bugattis Porträt Foto: World Equestrian Center

Wilhelm Genns Bugatti wartet schon in Wilmington an der Wand

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Das Arrangement erinnert ein wenig an Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle in Rom: Beginnend unmittelbar vor Weihnachten arbeitet die 25jährige US-amerikanische Künstlerin Kristi Rauckis bis zu zwölf Meter über dem Boden in dem Stahlkorb einer Hebebühne fast ununterbrochen an einem Gemälde – das allerdings in diesem Fall nach zwei Wochen fertig sein soll. An der Stirnwand der Hauptarena im World Equestrian Center von Wilmington in den USA entsteht in dicken, schwungvollen Pinselstrichen das gewaltige Kunstwerk „4 Pferde“: rund 35 mal 6 Meter groß.

Eines dieser vier Pferde ist Bugatti, jetzt 13jähriger Sohn von Heartbreaker x Pilot, der mit seinem deutschen Reiter Wilhelm Genn im Oktober 2018 das Weltcupspringen in Sacramento gewonnen hat. Seit Jahrzehnten lebt und reitet Wilhelm Genn in den USA, betreibt mit Ehefrau Patricia seinen eigenen Stall auf seiner Rheinland Farm in Lebanon im US-Staat Ohio. Und er hat mit viel Geduld den schwierigen Bugatti an die großen Aufgaben herangeführt.

Zwar startet Wilhelm Genn unverändert unter deutschen Farben, aber er hat in dieser Saison die Chance, sich in den USA für das Weltcup-Finale in Göteborg im April 2019 zu qualifizieren: Seit der World Cup Etappe in Las Vegas Mitte November liegt er in der Zwischenwertung der  North American Eastern Sub-League auf Platz zwei, hinter Molly Ashe und vor Beezie Madden und McLain Ward. Wenn vom 1. bis 3. Februar wieder um Weltcup-Punkte  geritten wird, ist Bugatti auf jeden Fall dabei. Auch an der Stirnwand von Wilmington.

Zwischenstand der North American Sub-League hier