Peder Fredricson gewinnt Großen Preis in Neumünster
Gleich ertönt die schwedische Hymne: Peder Fredricson und Christian K in Neumünster Foto: spring-reiter.de

Peder Fredricson gewinnt Großen Preis in Neumünster

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Es ging am Ende um Sekundenbruchteile in der Entscheidung beim Großen Preis der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Neumünster. Nur sieben Starter hatten es fehlerfrei ins Stechen dieser Prüfung der VR Classics geschafft, das enge Zeitlimit ließ fünf weitere Reiter nicht in die Entscheidungsrunde kommen, die zwar keinen Abwurf im Umlauf hatten, aber an jeweils einem Zeitfehler scheiterten.

Ein Schwede, ein Luxemburger, drei Niederländer und zwei Deutsche: So sah der Nationalitäten-Mix aus, der die Sache unter sich ausmachte. Der vorletzte Starter war dann der Schnellste. Silbermedaillen-Gewinner Peder Fredricson gewann auf Christian K (Namelus R x Calvados) in 38,57 Sekunden den Großen Preis, 12.550 Euro – und einen herzlichen Glückwunsch von Veranstalter Paul Schockemöhle.

Albert Zoer versuchte es als letzter Starter noch einmal, aber mit Florian (Zirocco Blue x Cardento) wurde es Rang drei, zwei Hundertstel Sekunden langsamer als sein niederländischer Konkurrent Willem Greve, der damit Zweiter auf dem Holsteiner Hengst Carambole (San Patrignano Cassini x Concerto 4). Nisse Lüneburg, mit Luca Toni ähnlich schnell unterwegs, nahm im Stechen zwei Stangen mit und wurde Sechster. Ähnliches Pech hatte Tobias Meyer, der sechs Hundertstel Sekunden langsamer auf Corny (v. Cornet Obolensky)  Siebetr wurde. Patrick Stühlmeyer rundete das Ergebnis der besten deutschen Reiter auf Platz acht ab: Mit etwas mehr als einer halben Sekunde zu viel auf der Uhr sammelte er auf Chacgrano (Chacco-Blue x Grannus) den entscheidenden Zeitfehler ein, der die Tür zum Stechen für ihn verschloss.

Eine Art “Comeback” feierte Carambole damit in den Holstenhallen. “Carambole ist hier in Holstein gekört worden in dieser Halle, dann habe ich auch schon die Youngster Tour hier mit ihm geritten”, erzählte Greve, “und wenn es geht, würden wir nächstes Jahr schon gern wieder kommen.” Riesig gefreut hat sich auch Albert Zoer über Platz drei mit dem Zirocco Blue-Nachkommen Florian. “Ich habe viele jüngere Pferde und war zuletzt vor allem in Belgien und in den Niederlanden bei Turnieren”, so Zoer, der die VR CLASSICS seit vielen Jahren kennt. “Familiär, gemütlich mit einem tollen Publikum” – so charakterisiert der Mannschafts-Weltmeister des Jahres 2006 das internationale Turnier in den Holstenhallen. Bester Deutscher war auf dem sechsten Rang der zweimalige Derbysieger Nisse Lüneburg aus Hetlingen mit Luca Toni aus dem Besitz von Wolfgang Herz. Fehmarns Top-Amazone Inga Czwalina verpasste das Stechen knapp wegen eines Zeitfehlers mit Cezanne.

Zuwachs für die VR CLASSICS
Paul und Bettina Schockemöhle durften auch 2019 einen Zuschauerzuwachs vermelden. Rund 38.900 Gäste kamen an vier Tagen, also knapp 400 mehr als 2018. Zuwächse, die am Donnerstag und Freitagabend entstanden. “Samstags und sonntags geht es ja auch nicht,” stellte Paul Schockemöhle kurz und bündig fest, ”da sind die Hallen voll, mehr als ausverkauft kann man nicht sein”.

Grandorado TN und Willem – sh:z Youngster-Finale
Willem Greve aus den Niederlanden gerät förmlich ins Schwärmen, wenn er von den Nachwuchspferde-Prüfungen bei den VR CLASSICS spricht. Hocherfreut nahm er die Glückwünsche des stellvertretenden Chefredakteurs Jürgen Muhl zum Sieg im vom sh:z präsentierten Youngster-Finale entgegen. Mit dem  Hengst Grandorado, dessen Großvater der Holsteiner Hengst Carolus I ist, gewann Greve das internationale Zwei-Phasen-Springen. “Grandorado war schon Vize-Weltmeister der jungen Springpferde, er ist auch für die Holsteiner Zucht anerkannt”, so Greve, “wenn der noch ein paar Jahre älter ist, dann ist der richtig gut, er kann einfach alles.” Platz zwei ging an Jan Meves aus Nutteln mit Captain keep cool R, Christian Hess aus Heidmühlen ritt die Holsteiner Stute Untouched auf den dritten Rang.
Der Termin für die VR CLASSICS 2020 steht bereits fest: Wie immer am dritten Wochenende im Februar (13. – 16. 2. 2020) trifft sich die Pferdeszene erneut in den Holstenhallen zu den VR CLASSICS.

Das komplette Ergebnis hier