Ohne rechtes Auge: Cornado NRW erfolgreich in s’Hertogenbosch

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Die Freude ist unüberhörbar, dass Marcus Ehning seinen 16jährigen Sportpartner Cornado NRW (Cornet Obolensky x Acobat) wieder im Turnier unter dem Sattel hat. „Cornado hat sich heute von seiner besten Seite gezeigt. Wir freuen uns, dass er seine Augenentfernung so gut überstanden hat und sind überglücklich ihn wieder auf Turnieren dabei zu haben“, heißt es auf seiner Facebook-Seite zu dem geteilten Ritt.

Rund ein halbes Jahr war der Schimmelhengst des Landgestüts in Warendorf von der internationalen Turnierbühne wegen des Eingriffs verschwunden. Das Team Ehning hat es spring-reiter.de erklärt: Ende 2018 heilte eine Verletzung nicht aus, so dass es zur Entscheidung kam, ihm das rechte Auge zu entfernen.

Es war die zweite große Pause in den vergangenen Jahren. Denn seit Juli 2016 bis Ende 2017 war er schon einmal über keine Hindernisse mehr gegangen, sondern nur noch aufs Phantom für den Deckeinsatz gesprungen. Damals hatte ihn eine Knochenhautentzündung so lange aus dem Verkehr gezogen.

Diesmal war es das 1,40 m-Springen um Brabants Dagblad Prize bei den Dutch Masters in s’Hertogenbosch, das Cornados Combeakc sah: Fehlerfrei steuerte ihn sein Reiter Marcus Ehning durch die zwei Phasen. 35,03 Sekunden in Phase 2 bedeuteten für die Beiden am Ende Rang neun als beste Deutsche.

Im anschließenden Preis der Gemeinde s’Hertogenbosch drehte der Mann aus Borken dann mehr auf: Mit Cristy (Canturo x Landlord) platzierte er sich in dem 1,45 m-Springen auf Rang zwei hinter Maikel van der Vleuten auf Dana Blue (Mr Blue x Hemmingway).

Beim abendlichen Hauptspringen um den VDL Groep Prize ließ Marcus Ehning seinen Teamkollegen den Vortritt: Über 1,55 m wurde Daniel Deusser mit seinem frisch umgetauften Scuderia 1918 Tobago Z (Tangelo v. Zuuthoeve x Mr Blue) als bester Deutscher Sechster. Auch Ludger Beerbaum präsentierte nach dem Stechen eine saubere Doppelnull, war aber mit Casello (Casall x Carolus) etwas langsamer und damit Neunter.