{"id":101383,"date":"2026-08-20T18:27:20","date_gmt":"2026-08-20T16:27:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/?p=101383"},"modified":"2026-08-20T18:33:21","modified_gmt":"2026-08-20T16:33:21","slug":"viermal-null-deutschland-verteidigt-team-fuehrung-bei-der-wm-in-deutschland-sophie-hinners-2-daniel-deusser-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/en\/index.php\/2026\/08\/20\/viermal-null-deutschland-verteidigt-team-fuehrung-bei-der-wm-in-deutschland-sophie-hinners-2-daniel-deusser-3\/","title":{"rendered":"Viermal Null! Deutschland verteidigt Team-F\u00fchrung bei der WM in Deutschland, Sophie Hinners 2., Daniel Deusser 3."},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besser geht es nun wirklich nicht: Team Deutschland lieferte am zweiten Tag der WM in Aachen vier blitzsaubere Nullrunden ab und verteidigte die F\u00fchrung in der Zwischenwertung. Die USA, die punktgleichen Belgier und Italiener sowie auf Rang 5 Gro\u00dfbritannien folgen auf den Pl\u00e4tzen dahinter. In der Einzelwertung ist jetzt Sophie Hinners als beste Deutsche Zweite hinter dem nun f\u00fchrenden Briten Scott Brash und vor den gemeinsamen Dritten Daniel Deusser und Steve Guerdat sowie Ben Maher auf Rang f\u00fcnf. Marcus Ehning ist jetzt Zehnter, Richard Vogel schob sich auf Rang 23 vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach den Einzelreitern und den schw\u00e4cheren Teams hatte es die erste Pause gegeben, bevor es um 11 Uhr 51 Zeit war f\u00fcr Team Deutschland: Ihr Erster nahm als 52. Starter den Parcours der zweiten Wertungsrunde in Angriff. Auf Marcus Ehning und Coolio (v. Casalito) warteten 560 Meter mit 13 Hindernissen und 16 Spr\u00fcngen bis \u00fcber 1,65m, f\u00fcr deren fehlerfreie Bew\u00e4ltigung maximal 84 Sekunden zur Verf\u00fcgung standen.Und die Startreiter der vier sch\u00e4rfsten Team-Konkurrenten hatten optimal vorgelegt: Frankreichs Nina Mallevaey mit Dynastie de Beaufour, Gro\u00dfbritanniens Ben Maher mit Point Break, US-Amerikas Laura Kraut mit Baloutinue und Belgiens Nicola Philippaerts mit Katanga v\/h Dingeshof waren fehlerfrei ins Ziel gekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Publikum in der Soers sorgte f\u00fcr Wohlf\u00fchl-Atmosph\u00e4re: Rhythmisches Klatschen begleitete Marcus Ehning und seinen Coolio auf dem Weg zum Start. Aber nach der Startglocke herrschte zwar Stille, aber das Mitzittern im weiten Rund war umso deutlicher sp\u00fcrbar. Schon beim \u00dcberwinden des letzten Sprunges schwoll dann der Jubel an: Null Fehler in der Zeit. Punktlandung. Da konnte der Maestro sich und seinem Coolio schon mal eine halbe Extrarunde im Schritt g\u00f6nnen, getragen vom nicht nachlassenden Beifall.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dementsprechend relaxed war er bei der Analyse seiner Runde gegen\u00fcber spring-reiter.de: &#8220;Ich habe sie mir noch nicht angesehen, aber es war eine ziemlich perfekt Runde, f\u00fchlte sich mega an.&#8221; Nur am letzten Sprung habe er &#8220;es noch einmal spannend gemacht. Ich wei\u00df auch nicht, warum. Wir waren eigentlich super im Flow. Ich habe den Drittletzten vielleicht ein bisschen viel nach vorne gehabt und es gab sehr viele Fehler an der Triplebarre&#8221; danach. &#8220;Da h\u00e4tte ich am Ende einfach noch einen Tick mehr Vertrauen haben m\u00fcssen.&#8221; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und Bundestrainer Otto Becker atmete durch, war &#8220;sehr froh, dass Marcus wieder eine Nullrunde abgeliefert hat&#8221;. Zugleich habe sich &#8220;best\u00e4tigt, was wir vorher schon gesagt haben, dass alle sehr dicht beieinander sind. Deshalb war die Null immens wichtig.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann war erst einmal wieder eine Pause zur Graspflege.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Wiederanpfiff folgte unter anderem ein leichter Hoffnungsschimmer f\u00fcr \u00d6sterreich, das den ersten Team-Tag auf Rang 18 abgeschlossen hatte: Max K\u00fchner hatte mit EIC Colley Jump The Q auch den zweiten Tag mit zwei Springfehlern begonnen, aber als zweite Starterin hatte dann Katharina Rhomberg mit Colestus Cambridge eine Nullrunde hingezaubert und so die Chance auf Ergebnis-Verbesserung gewahrt. Noch besser ging es bei der Schweiz: Steve Guerdat hatte als Startreiter mit Dynamix de Belheme erneut wie ein Uhrwerk seine zweite Null abgeliefert und mit unver\u00e4ndert 0,86 Punkten auf seinem Einzel-Score alle Einzel-Medaillenchancen gewahrt &#8211; Martin Fuchs folgte an diesem Donnerstag auf Conner Jei fehlerfrei nach dem einen Abwurf am Vortag. Am Ende waren die \u00d6sterreicher aber doch nur 24., die Schweizer aber auf Platz 8 hochgeklettert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem Start von Frankreichs zweitem Reiter, Oliver Perreau auf GL Events Dorai d&#8217;Aiguilly (v. Kannan), stieg die Spannung. An Sprung 10 klapperte es, vier Punkte gingen in die franz\u00f6sische Bilanz. Harry Charles lie\u00df mit LT Holst Freda (v. Colman) das faire Publikum, das mit jedem Reiter mitlitt, anschlie\u00dfend schon an Sprung 4 einmal aufst\u00f6hnen. Damit verschlechterte sich erst einmal auch Gro\u00dfbritanniens Score um vier Punkte. F\u00fcr die USA folgte Katherine A. Dinan, die mit Out of the Blue SCF (v. Verdi TN) am Vortag das Streichergebnis war. Diesmal blieb alles liegen, die Zeit stimmte auch. Deutschlands engster Verfolger, Belgien, schickte als Zweiten Pieter Devos mit Casual DV Z (v. Cornet Obolensky) ins Rennen, in Runde eins fehlerfrei, schnell und mit 1,08 Punkten auf dem Einzel-Score durchaus noch in Medaillen-N\u00e4he. Aber an diesem Donnerstag klebte in der zweiten H\u00e4lfte des Parcours das Pech an den Stiefeln. In der Dreifachen rollte eine Stange bei 9b ins Gras, und dann fiel auch noch am letzten Sprung eine Stange. Acht Punkte, das war bitter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Pieter Devos gerade durchs Ziel ritt, galoppierte um 13 Uhr 31 die beste Deutsche auf den Rasen. Rhythmisches Klatschen begleitete Sophie Hinners und Iron Dames Singclair (v. Singular LS La Silla) auf dem Weg zum Start. Aber dann \u00fcbernahm wieder Stille die Herrschaft im Stadion &#8211; f\u00fcr genau 80,50 Sekunden. Denn dann stand die Doppelnull f\u00fcr Sophie Hinners, genauso wie vorher f\u00fcr Marcus Ehning. Das Publikum lie\u00df die R\u00e4nge beben. Das absolute Traum-Zwischenergebnis f\u00fcr Team Deutschland stand und zugleich die Best\u00e4tigung f\u00fcr die 0,84 Punkte, mit den Sophie Hinners als Einzelreiterin unver\u00e4ndert auf Medaillen-Kurs bleibt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lachend erz\u00e4hlte sie hinterher spring-reiter.de: &#8220;Iron Dames Singclair sprang gro\u00dfartig,vom ersten Sprung an super konzentriert. Wir konnten wieder unser Ding durchziehen, hatten den Plan, hier und da eher einen Galoppsprung mehr einzubauen als andere Reiter. Das hat super geklappt, er lie\u00df sich ganz toll reiten, ist super gesprungen. Wir hatten ein klitzekleines bisschen Gl\u00fcck am DHL-Sprung 10, aber dann haben wir die Konzentration wieder zusammengefasst und die letzten drei Spr\u00fcnge absolviert.&#8221; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Publikum konnte nach all dem Jubel wieder Luft holen, denn als f\u00fchrendes Team darf Deutschland in jeder Runde als Letzter starten, bevor die n\u00e4chste Pause folgt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gut heraus aus diesem Break kamen die Schweizer, die nach Tag 1 \u00fcberraschend nur auf Platz 13 lagen: Nach der Null f\u00fcr Steve Guerdat und Martin Fuchs folgte die dritte, diesmal f\u00fcr den J\u00fcngsten, den 21-j\u00e4hrigen Gaetan Joliat mit Chelsea Z (v. Chellano Alpha Z). Und weil es gerade so gut lief, folgte auch bei den davor platzierten Titelverteidigern aus Schweden die dritte Nullrunde des Tages, nach Petronella Andersson auf Odina van Klapscheut (v. Zazu) und Einzel-Titelverteidiger Henrik von Eckermann auf Minute Man (v. Vigo d&#8217;Arsouilles) jetzt durch Wilma McMahon auf Cicci BJN (v. Ci Ci Senjor ASK).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Platzverschiebungen folgten sp\u00e4ter bei den engsten Verfolgern von Team Deutschland. Antoine Ermann startete auf Floyd des Pres (v. Vigo Cece) f\u00fcr die in dem Moment auf Rang f\u00fcnf liegenden Franzosen. Am Vortag war er noch Streichergebnis gewesen, jetzt lieferte er eine souver\u00e4ne Nullrunde ab. Und pl\u00f6tzlich r\u00fcckte sein Team im Zwischenergebnis auf Rang drei vor. F\u00fcr Gro\u00dfbritannien, zu dem Zeitpunkt noch auf Platz vier, ging Adrian Whiteway mit Chacco Volo (v. Chacco-Blue) ins Rennen, auch er am Vortag Streichergebnis. Wieder fiel bei ihm eine Stange, die 9b in der Dreifachen, und erst einmal rutschten die Briten auf Rang sechs. Es folgte f\u00fcr die zu dem Zeitpunkt Dritten, die USA, Lillie Keenan mit Fasther (v. Vigo d&#8217;Arsouilles). Sprung 8 wackelte bedenklich, aber letztendlich blieb alles liegen und mit dieser Null rutschten die USA auf den zweiten Platz vor. Denn die bis dahin Zweiten, die Belgier, rutschten auf Platz vier, weil Thibeau Spits mit Impress-K van&#8217;t Kattenheye Z (v. Indoktro K van&#8217;t Kattenheye) nach einer souver\u00e4nen Runde ausgerechnet am letzten Sprung noch die oberste Stange fallen lie\u00df. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er bekam den verdienten Trost-Applaus vom Aachener Publikum, der nicht wirklich tr\u00f6sten konnte. Kaum war er abgeklungen, ging die L\u00e4rm-Kurve steil nach oben. Denn Daniel Deusser galoppierte auf seinem Otello de Guldenboom (v. Tobago Z) herein. Um 15 Uhr 22 erreichte der Jubel seinen H\u00f6hepunkt, ehe er urpl\u00f6tzlich der gespannten Stille wich, ab und zu minimal unterbrochen von dem Ger\u00e4usch, das entsteht, wenn man zwischen den Z\u00e4hnen die Luft einzieht. Denn das Rund in Aachen folgte jedem Galoppsprung, jedem Abfu\u00dfen und Landen mit voller Konzentration &#8211; bis es endlich wieder jubeln durfte: Null Fehler in der Zeit, Daniel Deusser sicherte mit Otello seinem Team Deutschland die F\u00fchrung auch am Ende des zweiten Tages &#8211; egal, wie es bei Schlussreiter Richard Vogel ausgehen sollte. Dreimal Null durch Marcus Ehning, Sophie Hinners und Daniel Deusser &#8211; das war der sichere zweite Etappensieg f\u00fcr Team Deutschland. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daniel Deussers erster Kurzkommentar lautete danach: &#8220;Man muss auch mal Gl\u00fcck haben. Otello f\u00fchlte sich noch immer gut an. Wenn er in den Parcours kommt, zeigt er immer keine Emotionen, aber wenn es dann losgeht, gibt er immer noch ein bisschen mehr.&#8221;  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der letzten Pause des Tages wurden die Karten an einigen Stellen neu gemischt. Nur nicht an der Spitze der Team-Wertung: Unter dem rhythmischen Klatschen des Publikums nahm Richard Vogel mit United Touch S (v. Untouched) um 17 Uhr 03 als letzter Reiter den Parcours in Angriff. Vorher lie\u00df er sein Pferd noch einmal den DHL-Sprung 10 aus der N\u00e4he begutachten, wo Team-Partnerin Sophie Hinners nach eigenen Worten ein wenig Gl\u00fcck gebraucht hatte. Aber ganz souver\u00e4n galoppierte das Europameister-Paar durch die 560 Meter, blieb fehlerfrei und in der Zeit. Das Optimal-Ergebnis f\u00fcr Team Deutschland an diesem Tag war gesichert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Europameister res\u00fcmierte gegen\u00fcber spring-reiter.de: &#8220;Ich kann mich nicht genug bei meinen Team-Kollegen bedanken. Die reiten die ganze Woche schon phantastisch, bringen es auf den Punkt. Es k\u00f6nnte nicht besser laufen. Nach meinem Patzer gestern war ich sehr entt\u00e4uscht von meiner Reiterei. R\u00fcckg\u00e4ngig machen k\u00f6nnen wir das nicht mehr. Heute h\u00e4tte United nichts besser machen k\u00f6nnen. Es war eine sehr harmonische Runde. Ich bin sehr gl\u00fccklich mit unserem Ergebnis heute und hoffentlich ist das ein gutes Zeichen f\u00fcr morgen.&#8221; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gr\u00f6\u00dften Ver\u00e4nderungen gab es an der Spitze der Einzelreiter: Der F\u00fchrende des ersten Tages, Julien Epaillard, hatte mit Fringan de Vesquerie (v. Mylord Carthago) gleich zwei Springfehler &#8211; an 9c und 11 &#8211; und fiel auf Rang 64 zur\u00fcck. Der Zweite des ersten Tages, Harrie Smolders, lie\u00df mit Mr. Tac (v. Non Stop) fr\u00fch an Hindernis 3 eine Stange fallen und rutschte auf Platz 34.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei den Teams wurden die USA zu den sch\u00e4rfsten Verfolgern von Team Deutschland, verbesserten sich jetzt auf Platz zwei &#8211; nach den drei Nullrunden seiner Kollegen war Schlussreiter McLain Ward mit seinem Abwurf an Sprung acht durch High Star Hero (v. Zazu) einfach Teamergebnis-neutral ins Streichergebnis gebucht worden. Die vorherigen Zweiten aus Belgien rutschten trotz der Nullrunde ihres Schlussreiters Abdel Said mit Wathnan Quaker Brimbelles Z (v. Quicksilver St. Simeon) auf Rang drei &#8211; punktgleich mit den Italienern, die sich mit den drei Nullrunden von Giulia Martinengo Marquet auf Delta Del\u2019Isle (v. Tibet Tame), Emanuele Camilli auf Chacareno PS (v. Chacco-Blue) und Piergiorgio Bucci auf Hantano (v. Quasimodo Z) von Rang acht nach oben gek\u00e4mpft hatten. Gro\u00dfbritannien folgt auf Rang f\u00fcnf vor Frankreich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter Flutlich folgt morgen Abend die Entscheidung im Team.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Zwischenstand im Einzelergebnis <a href=\"https:\/\/www.longinestiming.com\/equestrian\/2026\/fei-world-championships-aachen-aachen\/resultlist_SI.html\">hier<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Zwischenstand in der Team-Wertung <a href=\"https:\/\/www.longinestiming.com\/equestrian\/2026\/fei-world-championships-aachen-aachen\/resultlist_ST.html\">hier<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besser geht es nun wirklich nicht: Team Deutschland lieferte am zweiten Tag der WM in Aachen vier blitzsaubere Nullrunden ab und verteidigte die F\u00fchrung in der Zwischenwertung. Die USA, die punktgleichen Belgier und Italiener sowie auf Rang 5 Gro\u00dfbritannien folgen auf den Pl\u00e4tzen dahinter. 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