{"id":60390,"date":"2023-02-08T10:43:36","date_gmt":"2023-02-08T09:43:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/?p=60390"},"modified":"2023-02-08T10:43:40","modified_gmt":"2023-02-08T09:43:40","slug":"jana-wargers-mit-einem-pferd-wie-limbridge-ist-das-ziel-olympia-in-paris-realistisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/en\/index.php\/2023\/02\/08\/jana-wargers-mit-einem-pferd-wie-limbridge-ist-das-ziel-olympia-in-paris-realistisch\/","title":{"rendered":"Jana Wargers: Mit einem Pferd wie Limbridge ist das Ziel Olympia in Paris realistisch!"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Als einf\u00fchlsame und talentierte Reiterin mit einem Faible f\u00fcr die Ausbildung junger Pferde ist Jana Wargers schon lange bekannt. Gemeinsam mit ihrem Wallach Limbridge gelingt der 31-J\u00e4hrigen im vergangenen Jahr der Durchbruch in den internationalen Spitzensport. Ein Gespr\u00e4ch mit der deutschen Springreiterin, die auf der Ashford Farm in Belgien ein sportliches Zuhause gefunden hat.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jana Wargers, wir durften uns hier auf der Ashford Farm schon ein wenig umsehen. Toll ist es hier. Was macht einen Arbeitsplatz wie diesen so besonders?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin jetzt zwei Jahre hier in Belgien. Die M\u00f6glichkeiten, die sich mir hier bieten, sind einfach unglaublich gut. Ich bin sehr dankbar f\u00fcr das, was ich hier erleben darf. Das ganze Team steht hinter mir und Enda Carrol sorgt daf\u00fcr, dass wir wirklich tolle Pferde zu reiten habe. Durch all\u2018 das wird der Sport f\u00fcr mich ja erst m\u00f6glich. Und das Wichtigste: Wir haben jeden Tag jede Menge Spa\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein ganz normaler Tag im Leben von Jana Wargers. Wie sieht der aus?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Meistens bin ich um 7.30 im Stall und reite dann ganz in Ruhe die ersten vier Pferde. Mir ist es sehr wichtig, auf jedes einzelne Pferd individuell einzugehen \u2013 auch wenn man viele Pferde zu betreuen hat. In der Mittagspause sind wir immer mit dem ganzen Team zusammen, essen gemeinsam, besprechen alles und lachen viel. Danach bin ich dann bis 17 Uhr wieder im Sattel.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und danach? Wie verbringen Sie Ihren Feierabend?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn es sich zeitlich einr\u00e4umen l\u00e4sst, fahre ich sehr gerne nach Deutschland zu meinem Freund und meiner Familie \u2013 die alle fehlen mir hier in Belgien schon sehr. Wenn das nicht m\u00f6glich ist, entspanne ich bei einem guten Film auf dem Sofa oder treffe mich mit Freunden. Dann geht es auch einmal nicht um Pferde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Woher kam die Liebe zu den Pferden? Sie kommen ja nicht aus einer Reiterfamilie \u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ist richtig. Meine \u00e4ltere Schwester hat mich irgendwann einmal mit in den Stall genommen. Und direkt nachdem ich das erste Mal Kontakt zu Pferden hatte, war f\u00fcr mich klar, dass diese Tiere f\u00fcr mich etwas ganz besonderes sind. Von da an wollte ich jede freie Minute mit ihnen verbringen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mit 15 waren Sie bereits in der schweren Klasse siegreich und haben nach der Schule eine Ausbildung zur Pferdewirtin absolviert. Gab es jemals einen Plan B?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nein, den gab es nicht \u2013 auch wenn meine Mutter immer zu mir gesagt hat, dass ich zuerst etwas Vern\u00fcnftiges lernen soll. Aber f\u00fcr mich war das nie eine Option und ich habe diese Entscheidung bis heute auch noch keinen einzigen Moment bereut. Die Zusammenarbeit mit diesen ganz besonderen Tieren fasziniert mich jeden Tag auf Neue.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Freunde haben Ihnen den Spitznamen \u201eFl\u00f6hchen\u201c verpasst. Woher kommt das?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, das ist etwas, was mich wohl mein ganzes Leben lang begleiten wird. Der Spitzname kommt noch aus meiner Zeit bei Kurt Holz, bei dem ich reiten gelernt und f\u00fcr den ich sehr lange geritten habe. Ich war als junges M\u00e4dchen einfach sehr klein und schmal. So ist das Wort \u201eReitfloh\u201c entstanden, daraus wurde dann zuerst \u201eFloh\u201c und dann \u201eFl\u00f6hchen\u201c \u2013 es gab also einige Spitznamen f\u00fcr mich. Aber mittlerweile h\u00f6re ich doch auch ganz gut auf Jana (lacht).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\nhttps:\/\/youtu.be\/57iFK93sYu4\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\">CHIO Stalltour mit Jana Wargers<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Sie haben ein besonderes H\u00e4ndchen daf\u00fcr, immer wieder junge Pferde in den Sport zu bringen. Was fasziniert Sie daran?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4ltere, erfahrene Pferde kennen ihr Gesch\u00e4ft. Da ist es meine prim\u00e4re Aufgabe, ihre Kondition und Motivation zu erhalten. Die Ausbildung junger Pferde ist hingegen immer eine sehr spannende Reise. Es ist ein gro\u00dfartiges Gef\u00fchl miterleben zu d\u00fcrfen, wie sie den n\u00e4chsten Schritt machen, wieder etwas dazulernen und immer besser werden. Das ist auch etwas, was meine Arbeit f\u00fcr mich jeden Tag so faszinierend macht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ihr aktueller Erfolgspartner im Parcours ist Limbridge. Was macht ihn besonders?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Limbridge ist glaube eines der Pferde, die man nur einmal im Leben hat. F\u00fcr mich ist er etwas ganz besonderes. Sein Charakter, sein K\u00e4mpferherz, sein Wille und seine Einstellung sind einfach genial. Ich habe jetzt seit eineinhalb Jahren die Ehre, ihn reiten zu d\u00fcrfen. Anfangs haben wir etwas Zeit gebraucht, uns aneinander zu gew\u00f6hnen, aber inzwischen ist die Verbindung zwischen uns sehr besonders, wir kennen uns in- und auswendig. Limbridge ist mein absoluter Liebling.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Parcours reiten Sie ihn mit einer gebisslosen Z\u00e4umung. Das sieht man nicht so oft \u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, das stimmt. Und tats\u00e4chlich habe ich mich damit anfangs auch eher schwer getan. Aber Limbridge hat mir einfach gezeigt, dass er sich ohne Gebiss sehr viel wohler f\u00fchlt. Daher gab es f\u00fcr mich auch keinen Grund, das zu \u00e4ndern. Und inzwischen wei\u00df ich, wie ich das handhaben muss. Meine Aufgabe im Parcours ist es eigentlich nur, ihm den Weg zu zeigen. Und dann darf ich ihn dabei begleiten, wie er \u00fcber die Spr\u00fcnge fliegt. Das ist ein unfassbares Gef\u00fchl.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gemeinsam mit Limbrigde kam der Aufstieg in die Weltspitze ganz rasant. Wie haben Sie das erlebt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ganz ehrlich hat mich das selbst \u00fcberrascht. Ich bin ja schon ein paar Jahre in diesem Sport. Aber wenn man dann so ein Pferd wie Limbridge bekommt, kann alles auf einmal ganz schnell gehen. Mit einem Sportpartner wie ihm habe ich nun die M\u00f6glichkeit, die ganz gro\u00dfen Turniere erleben zu d\u00fcrfen. Das fasziniert mich von Mal zu Mal immer wieder aufs Neue.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2022 waren Sie nicht nur als Neunte die beste Frau bei der WM in Herning, sondern auch beim CHIO Aachen Teil des siegreichen Teams im Mercedes-Benz Nationenpreis \u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, das waren ohne Frage die gro\u00dfartigsten Momente, die ich in meiner Karriere bislang erlebt habe. Wenn mir das vorher jemand gesagt h\u00e4tte, h\u00e4tte ich wahrscheinlich nur ungl\u00e4ubig den Kopf gesch\u00fcttelt. Mit diesen Erfolgen sind f\u00fcr mich wirklich Tr\u00e4ume wahr geworden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was geht einem durch den Kopf, wenn man in das Aachener Hauptstadion einreitet und wei\u00df, dass gleich 40.000 Augenpaare auf einen gerichtet sind?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Atmosph\u00e4re dort ist einfach einmalig. Und dementsprechend gro\u00df ist auch die eigene Anspannung. Wenn die Menschen applaudieren, sp\u00fcrt man, das hier ist jetzt etwas ganz Besonderes. Und der gro\u00dfe Jubel hat mir nochmal das Gef\u00fchl gegeben, ok, jetzt volle Konzentration. Denn in solchen Momenten m\u00f6chte man einfach abliefern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie es sich anf\u00fchlt, in Aachen zu gewinnen, haben Sie also schon erlebt. Ist der Sieg im Rolex Grand Prix ein Traum, den Sie sich irgendwann erf\u00fcllen m\u00f6chten?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, nat\u00fcrlich. Der Rolex Grand Prix in Aachen steht noch auf meiner To-do-Liste. Ob mir das jemals gelingen wird, steht nat\u00fcrlich in den Sternen. Aber es ist ohne Frage ein Ziel, das ich mir setzte. Wir werden also auch in diesem Jahr wieder angreifen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und dar\u00fcber hinaus? Haben Sie einen sportlichen Traum?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, die Olympischen Spiele 2024 in Paris. Das ist nat\u00fcrlich noch ein langer Weg und bis dahin kann noch viel passieren. Aber ich bin mir sicher: Mit einem Pferd wie Limbridge ist es denkbar und realistisch. <em>(CHIO Aachen)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als einf\u00fchlsame und talentierte Reiterin mit einem Faible f\u00fcr die Ausbildung junger Pferde ist Jana Wargers schon lange bekannt. Gemeinsam mit ihrem Wallach Limbridge gelingt der 31-J\u00e4hrigen im vergangenen Jahr der Durchbruch in den internationalen Spitzensport. 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