{"id":61500,"date":"2023-03-23T15:34:07","date_gmt":"2023-03-23T14:34:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/?p=61500"},"modified":"2023-03-23T15:35:21","modified_gmt":"2023-03-23T14:35:21","slug":"turnierstatistik-so-viele-veranstaltungen-wie-vor-corona","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/en\/index.php\/2023\/03\/23\/turnierstatistik-so-viele-veranstaltungen-wie-vor-corona\/","title":{"rendered":"Turnierstatistik: So viele Veranstaltungen wie vor Corona!"},"content":{"rendered":"\n<p>Nach den beiden Corona-Jahren ist der deutsche Turniersport allm\u00e4hlich wieder zur \u201eNormalit\u00e4t\u201c zur\u00fcckgekehrt. 2022 entsprach das Angebot an Turnierveranstaltungen weitgehend dem von 2019, wenngleich mit etwas weniger Pr\u00fcfungen. Die Zahl der Starts hinkt dieser Entwicklung allerdings noch hinterher.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2022 wurden insgesamt 3.562 nationale Turniere gez\u00e4hlt, das sind rund 34,31 Prozent mehr als im Vorjahr (2.652) und fast genauso viele wie 2019 (3.567).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zahl der Pr\u00fcfungen stieg von 41.716 um rund 41 Prozent auf 59.054. Das sind nur noch 10,9 Prozent weniger als 2019. Hierbei zeigt sich, dass die Dressur- und Dressurreiterpr\u00fcfungen mit knapp 30 Prozent und die Dressurpferdepr\u00fcfungen mit knapp sechs Prozent prozentual deutlich zugenommen haben. Zusammen mit den Reitpferdepr\u00fcfungen machte die Dressur im Jahr 2022 mehr als 37 Prozent des nationalen Turniersports aus. Und auch international gab es hier Zuwachs \u2013 mit 76 CDI im Jahr 2022 hat sich die Zahl gegen\u00fcber 2019 (39) nahezu verdoppelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Den nach wie vor gr\u00f6\u00dften Anteil mit knapp 44 Prozent am nationalen Sport hatten aber auch 2022 die Springpr\u00fcfungen. Die Springpferdepr\u00fcfungen machten 11,4 Prozent aus, das entspricht etwa der Gr\u00f6\u00dfenordnung vor der Corona-Zeit. Auch die internationalen Springturniere lagen mit 109 CSI nur noch knapp unter dem Niveau von 2019. Damals waren es 118.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Noch Nachholbedarf bei den Starts<\/strong><br>Im Vergleich zu den Turnier- und Pr\u00fcfungszahlen hinken die Starts den Vor-Corona-Zahlen noch hinterher. Zwar wurde 2022 die Millionengrenze mit 1.111.842 Starts wieder \u00fcbertroffen, dennoch fehlen knapp 17 Prozent zum Wiedererreichen der Zahlen von 2019.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Zeit vor und zu Beginn von Corona waren gepr\u00e4gt davon, dass die Veranstalter die Startw\u00fcnsche der Aktiven oft nicht ausreichend erf\u00fcllen konnten \u2013 Stichwort Startplatzbegrenzung. Mit verschiedenen Ma\u00dfnahmen hat die FN versucht, die Kosten f\u00fcr Veranstalter zu senken beziehungsweise die Einnahme-M\u00f6glichkeiten zu erh\u00f6hen, um damit die Finanzierung von Turnieren sicherzustellen. Das scheint offensichtlich funktioniert zu haben. Womit jedoch keiner rechnen konnte, war der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Preissteigerungen in allen Bereichen des Lebens. Diese waren vermutlich der Grund, warum die Zahl der Aktiven und die Starts etwas hinterherhinken. Diese wieder zur\u00fcckzugewinnen und m\u00f6glichst auch neue Reiter und Fahrer hinzuzugewinnen, stellt uns vor gro\u00dfe Herausforderungen. Umso mehr, als wir noch gar nicht absch\u00e4tzen k\u00f6nnen, wie sich die Preissteigerungen f\u00fcr tier\u00e4rztliche Leistungen auf unseren Sport &#8211; Pferdebesitzer und Veranstalter \u2013 auswirken werden\u201c, sagt Fritz Otto-Erley, Leiter der Abteilung Turniersport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Turnierlandschaft weitgehend \u201enormalisiert\u201c<\/strong><br>Dass sich die Turnierlandschaft 2022 weitgehend normalisiert hat, zeigt auch ein Blick auf die Art der Veranstaltungen. Hatten in den Corona-Jahren reine LPO-Turniere die Szene beherrscht, also solche mit ausschlie\u00dflich nach der Leistungs-Pr\u00fcfungs-Ordnung ausgeschriebenen Leistungspr\u00fcfungen, dominierten im vergangenen Jahr wieder die gemischten WBO-\/LPO-Veranstaltungen das Turniergeschehen. Die Zahl der reinen LPO-Veranstaltungen betrug 1.136 Turniere (2021: 1.146) und lag damit immer noch h\u00f6her als vor Corona (2019: 1.062). Gleichzeitig stieg die Zahl der gemischten LPO-\/WBO-Turniere wieder auf 2.426 an (2021: 1.506, 2019: 2.505). \u201eEine positive Tendenz, denn wir d\u00fcrfen gerade den Einsteigerbereich nicht vergessen\u201c, sagte Otto-Erley.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jahresturnierlizenzen bleiben unter Vor-Corona-Niveau<\/strong><br>W\u00e4hrend das Veranstaltungsangebot 2022 also wieder auf Vor-Corona-Niveau zur\u00fcckgekehrt ist, war dies bei den Reit- und Fahrausweisen nicht der Fall. Ein erfreulicher Zuwachs von \u00fcber elf Prozent kann nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass 71.831 Reit- und Fahrausweise noch deutlich von den vormals rund 80.000 Jahresturnierlizenzen entfernt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein \u00e4hnlicher Trend ist bei den Schnupperlizenzen erkennbar. Hier standen 5.230 Lizenzen (2021: 4.342) insgesamt 6007 im Jahr 2019 gegen\u00fcber \u2013 ein Minus von knapp 14 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Immer mehr Turnierpferde neu eingetragen<\/strong><br>Zum Minus bei den Jahresturnierlizenzen passt auch die weiter sinkende Zahl an fortgeschriebenen Turnierpferden. Diese sank von zuletzt 109.586 Pferden weiter auf 107.451 Pferde (2019: 132.193). Demgegen\u00fcber stand allerdings ein Zuwachs bei den Neueintragungen. Dieser \u00fcberstieg mit 22.654 Pferden sogar die Zahl von 2019. Damals waren es nur 21.131 neu registrierte Turnierpferde.<\/p>\n\n\n\n<p>Auff\u00e4llig ist die weiterhin steigende Tendenz bei der Ausstellung von FEI-P\u00e4ssen. Hier wurde mit knapp 3.000 die bisherige H\u00f6chstzahl erreicht. Hierin spiegelt sich der Wunsch vieler Reiter wider, an Veranstaltungen im Ausland teilzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zahl \u00e4lterer Turnierpferde steigt<\/strong><br>Zeitgleich nimmt der Anteil an \u00e4lteren Pferden im Sport zu. So wuchs der Anteil von \u00fcber 16-j\u00e4hrigen Pferden im Sport im vergangenen Jahr auf fast elf Prozent (2021: 8,69 %), w\u00e4hrend die Drei- und Vierj\u00e4hrigen nur 9,15 Prozent ausmachten (2021: 9,63 %). Rund die H\u00e4lfte aller aktiven Turnierpferde ist nach wie vor zwischen f\u00fcnf und zehn Jahre alt. \u201eDie Zahlen sind ein Indiz f\u00fcr das steigende Bewusstsein in Bezug auf das Wohlbefinden und die Gesunderhaltung der Pferde. Ver\u00e4nderte Haltungsbedingungen und der gezielte und vielseitige Einsatz tragen dazu bei, dass immer mehr \u00e4ltere Pferde im Sport bleiben\u201c, so Otto-Erley. <em>(fn-press)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach den beiden Corona-Jahren ist der deutsche Turniersport allm\u00e4hlich wieder zur \u201eNormalit\u00e4t\u201c zur\u00fcckgekehrt. 2022 entsprach das Angebot an Turnierveranstaltungen weitgehend dem von 2019, wenngleich mit etwas weniger Pr\u00fcfungen. Die Zahl der Starts hinkt dieser Entwicklung allerdings noch hinterher. 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