{"id":62945,"date":"2023-05-17T18:12:59","date_gmt":"2023-05-17T16:12:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/?p=62945"},"modified":"2023-05-17T18:13:14","modified_gmt":"2023-05-17T16:13:14","slug":"liebeserklaerung-von-steve-guerdat-an-das-hamburger-derby-wenn-ich-hier-in-den-parcours-einreite-komme-ich-mir-vor-wie-ein-kind-in-disneyland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/en\/index.php\/2023\/05\/17\/liebeserklaerung-von-steve-guerdat-an-das-hamburger-derby-wenn-ich-hier-in-den-parcours-einreite-komme-ich-mir-vor-wie-ein-kind-in-disneyland\/","title":{"rendered":"Liebeserkl\u00e4rung von Steve Guerdat an das Hamburger Derby: &#8220;Wenn ich hier in den Parcours einreite, komme ich mir vor, wie ein Kind in Disneyland.\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Er ist wieder da: Steve Guerdat. Nach zehn Jahren Hamburg Abstinenz ist der Olympia-Sieger von 2012 in London zur\u00fcck am Start beim Hamburger Derby. Und er freut sich, beinahe wie ein kleines Kind, G\u00e4nsehaut-Momente inklusive. <\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch war glaube ich, vor zehn Jahren zum letzten Mal hier. Seit es die Global League gibt, bin ich nicht mehr hier geritten\u201c, erinnert sich der 40j\u00e4hrige. Wo andere auf hohe Gewinngelder schielen, hat Guerdat seine Prinzipien. Der dreifache Weltcup-Sieger lehnt das Konzept der Global Tour, wo ein Gro\u00dfteil der Startpl\u00e4tze verkauft werden, ab. Das hat nach seiner Sicht nichts mehr mit Sport zu tun.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Umso mehr freut sich der Schweizer, dass das Kapitel Hamburg und Global Champions Tour nun beendet ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch freue mich wieder hier reiten zu k\u00f6nne. Das ganze Turnier ist so sch\u00f6n. Aber es war halt eine Entscheidung von mir, als die Global League kam, wollte ich keine Global Tour mehr reiten. Und das hat mir auch zweimal im Jahr sehr weh getan, wenn Madrid stattgefunden hat und wenn Hamburg im Kalender stand. Sonst habe ich keine Turniere vermisst, aber diese beiden schon. Ich bin jetzt richtig froh und ich habe mich riesig gefreut, als ich geh\u00f6rt habe, dass Hamburg wieder seine eigene Identit\u00e4t zur\u00fcckholt und ich wieder da reiten kann.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Steve Guerdat liebt Rasenpl\u00e4tze wie den Derby-Rasen in Hamburg. \u201eLeider gibt es solche Pl\u00e4tze immer weniger. Dabei ist das so sch\u00f6n f\u00fcr die Pferde. Jedes Wochenende reiten wir meist auf Sandpl\u00e4tzen mit ein paar Zelten drum herum, egal wo auf der Welt. Die Pl\u00e4tze sehen fast immer gleich aus mit den gleichen Hindernissen. Hier in Hamburg ist es etwas ganz anderes. Dieser Platz ist einfach einzigartig. Dazu kommt die ganze Geschichte. Wenn ich hier in den Parcours einreite, f\u00fchle ich mich, wie ein Kind in Disneyland. Schon wenn ich nur den Parcours zum Abgehen betrete, habe ich G\u00e4nsehaut\u201c, beschreibt Steve Guerdat seine Emotionen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Schon als Kind hat er das Hamburger Derby im TV geguckt. \u201eSp\u00e4ter war ich dann nat\u00fcrlich super stolz, dass ich selber hier mitreiten durfte. Solche Turniere tragen am Ende dazu bei, dass der Sport sich so entwickelt hat. Der Sport profitiert von solchen Traditions-Turnieren, die es leider immer weniger gibt. Um so gro\u00dfartiger ist es, wenn es Menschen gibt, die solche Turniere organisieren, sie am Leben erhalten. Unser Sport braucht das.\u201c\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Und das Hamburger Derby sei auch ein \u201eTurnier f\u00fcr die Pferde.\u201c &#8220;Die Natur, die frische Luft, das alles hier ist sehr pferdegerecht&#8221;, findet Guerdat. <\/p>\n\n\n\n<p>Drei Pferde hat Guerdat in Hamburg mit dabei. Den achtj\u00e4hrigen Lucky Fauntleroy (v. Lord Fauntleroy). Ein \u201espezielles Pferd\u201c, so Guerdat, der so ein wenig eigen ist. Er springt etwas unkonventionell. \u201eAber ich bin total von ihm \u00fcberzeugt. Das ist so ein wenig ein Projekt\u201c, lacht der Springreiter. Mit dabei ist auch IS-Minka (v. Mylord Carthago), eines der Lieblingspferde von Guerdat. \u201eWenn ich in den Parcours einreite verliere ich 50 Prozent vom Pferd, sie macht sich noch etwas klein. Noch fehlt der Stute das letzte Selbstvertrauen, aber wenn das mal kommt ist sie ein Ausnahme-Pferd\u201c, erkl\u00e4rt Guerdat. Die Stute sei sp\u00e4t in den Sport gekommen, habe ein Fohlen gehabt. An die 5*-Karriere glaubt ihr Reiter dennoch.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Auch sein Top-Pferd Venard de Cerisy (v. Open up Semilly) ist mit im Derby-Park dabei. \u201eEr hatte jetzt seit Genf Pause. Er war immer schwierig beim Aufsteigen, das war fast schon gef\u00e4hrlich. Also dachte ich es w\u00e4re gut, wenn er mal einen Monat ohne Sattel hat. Er sich diesen Stress sparen kann. Also kam er nur auf den Paddock und auf die Weide. Dann habe ich nat\u00fcrlich gedacht, das wird aber jetzt gef\u00e4hrlich, wenn ich wieder aufsteigen will. Aber das Gegenteil war der Fall. Der war so was von entspannt, das hat ihm wirklich gutgetan. Er ist super drauf\u201c, freut sich sein Reiter.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Europameisterschaft und in Richtung Olympia in Paris plant er allerdings mit Dynamix de Belheme (v. Snaike de Blondel).&nbsp;&nbsp;\u201eDas ist wohl das beste Pferd, was ich je hatte.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch das Derby w\u00fcrde Steve Guerdat irgendwann einmal reizen: \u201eIch liebe das Derby, auch Vernard liebt das, liebt Naturhindernisse. Irgendwann in der Zukunft habe ich schon vor, mit ihm mal Derby zu reiten, aber im Moment brauche ich ihn noch f\u00fcr Nationenpreise und Gro\u00dfe Preise. Aber irgendwann ist es mein Ziel\u201c, verspricht Guerdat.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Auch seine Neuzug\u00e4nge, Looping Luna und Caracho, die er von Richard Vogel \u00fcbernommen hat, machen sich gut. \u201eLooping Luna bin ich letzte Woche am Samstag in Windsor einmal schwer geritten. Da hatte ich einen Fehler. Da hatte ich das erste Mal das Gef\u00fchl, dass passt langsam mit mir. Ich wollte sie eigentlich auch im Grand Prix am Sonntag reiten, durfte es aber aufgrund des Regelwerkes nicht. Ich h\u00e4tte wohl schon vorher mit ihr \u00fcber 1,50m mit Null-Fehlern oder einem Abwurf gehen m\u00fcssen. Das gute Ergebnis am Samstag z\u00e4hlte noch nicht. Diese Regel kannte ich nicht. N\u00e4chstes Wochenende nehme ich sie wohl mit nach Rom. Vielleicht geht sie auch den Gro\u00dfen Preis.&#8221; <\/p>\n\n\n\n<p>Auch Caracho mache sich gut, sagt Guerdat. \u201eDie letzte Anpassung stimmt noch nicht ganz, aber das kommt hoffentlich. Ich nehme mir immer gerne etwas Zeit. Um die Pferde gut kennen zu lernen. Das macht mich jetzt auch nicht nerv\u00f6s, dass die Resultate noch nicht so stimmen. Ich habe aber das Gef\u00fchl, dass wir immer besser zusammenwachsen. Geduld zahlt sich am Ende immer aus.\u201c\u00a0\u00a0Auch f\u00fcr die Hamburger, die ihren Steve Guerdat nun endlich wieder im Parcours bewundern k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Text: Corinna Philipps<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er ist wieder da: Steve Guerdat. Nach zehn Jahren Hamburg Abstinenz ist der Olympia-Sieger von 2012 in London zur\u00fcck am Start beim Hamburger Derby. Und er freut sich, beinahe wie ein kleines Kind, G\u00e4nsehaut-Momente inklusive. \u201eIch war glaube ich, vor zehn Jahren zum letzten Mal hier. 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