{"id":63339,"date":"2023-05-29T20:35:39","date_gmt":"2023-05-29T18:35:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/?p=63339"},"modified":"2023-05-29T20:37:06","modified_gmt":"2023-05-29T18:37:06","slug":"4-hundertstel-marc-houtzager-vor-hansi-dreher-im-grand-prix-von-wiesbaden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/en\/index.php\/2023\/05\/29\/4-hundertstel-marc-houtzager-vor-hansi-dreher-im-grand-prix-von-wiesbaden\/","title":{"rendered":"4 Hundertstel: Marc Houtzager vor Hansi Dreher im Grand Prix von Wiesbaden"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Niederl\u00e4nder Marc Houtzager hat den LONGINES Grand Prix, den Gro\u00dfen Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden, beim Pfingst-Turnier gewonnen. Elf der 47 Reiter hatte den Sprung ins Stechen geschafft, aber nur vier Paare blieben auch dort fehlerfrei. Mit einem gehauchten Vorsprung von vier Hundertstelsekunden sauste das Olympia-Paar von Tokio, Houtzager und die 15-j\u00e4hrige Stute Sterrehof\u2019s Dante, \u00fcber Wiesbadens Ziellinie knapp vor Hans-Dieter Dreher auf Cous Cous. Der J\u00fcngste im Stechen war der 19-j\u00e4hrige Ire Max Wachman, der sich Platz drei sicherte.<br>&nbsp;<br>22 Jahre ist es her, dass ein Niederl\u00e4nder den Gro\u00dfen Preis in Wiesbaden bei der Ehrenrunde anf\u00fchrte. \u201eGanz sch\u00f6n lange\u201c, grinste Houtzager und freute sich noch ein bisschen mehr. \u201eEs wurde Zeit!\u201c Dante sei eine unheimliche K\u00e4mpferin und mache es ihm dadurch manchmal auch schwer im Parcours. \u201eSie will immer nach vorne und dann braucht man die richtige Kontrolle. Im Stechen geht das manchmal schief, aber heute hat das super geklappt. Sie war sehr vorsichtig und hat eine tolle Einstellung. Sie will immer Null springen.\u201c Er gestand l\u00e4chelnd: \u201eAls ich aus dem Stechen kam, habe ich schon gewusst, dass ich ziemlich weit vorne bin.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Lobende Worte fand der Sieger f\u00fcr den Parcoursbauer: \u201eDer Parcours war richtig gut. Es gab \u00fcberall verteilt Fehler, technisch war er anspruchsvoll, die H\u00f6he war ziemlich seri\u00f6s und die Zeit ziemlich kurz. Der Parcoursbauer hat einen top Job gemacht.\u201c<br><br>Der zweitplatzierte Dreher analysierte seinen Ritt akribisch: \u201eIch habe mit Cous Cous einen super Start erwischt, eins, zwei Galoppspr\u00fcnge weniger, gute Wendung drei, acht Galoppspr\u00fcnge in die Kombination und den Steilsprung vorne herum, da hatte ich \u201aeine kleine Hacklerei\u2018 und einen Galoppsprung zu viel. Das hat mich den Sieg gekostet.\u201c Den Sieg gekostet, Platz zwei gewonnen und ein zufriedenes Lachen im Gesicht des Baden-W\u00fcrttembergers. Cous Cous sei ein Hammer-Pferd, betonte er noch und freute sich auf die Zukunft. \u201eWir waren jetzt schon oft Zweite in wichtigen Springen, aber Platz eins ist nicht mehr weit weg.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Max Wachman hatte schon im vergangenen Jahr in Wiesbaden aufgetrumpft und mit Berlux Platz zwei im Gro\u00dfen Preis auf dem Traditions-Rasenplatz belegt. Dieses Jahr wurde es wieder ein Riesenerfolg f\u00fcr den irischen Youngster und das im Sattel des elfj\u00e4hrigen Kilkenny, den sein Trainer Cian O\u2019Connor noch bei den Olympischen Spielen in Tokio selbst geritten hatte und den er erst seit diesem Jahr unter dem Sattel hat. \u201eDas heute ist unser gr\u00f6\u00dfter Erfolg bisher\u201c, erkl\u00e4rte Wachman. \u201eEs ist eine gro\u00dfe Ehre neben so brillanten Reitern wie Marc und Hansi in der Siegerehrung zu stehen.\u201c<br><br>Trainer O\u2019Connor wurde mit einem neunj\u00e4hrigen Nachwuchspferd, Tipperary, Vierter und freute sich ebenso wie Sch\u00fctzling Max \u00fcber diese gelungenen Runden. Den Team-Erfolg komplett machte Max&#8217; j\u00fcngerer Bruder Tom. Der 18-J\u00e4hrige absolvierte den 1,60-Meter-Parcours mit dem zehnj\u00e4hrigen Niederl\u00e4nder Rock of Cashel ohne Hindernisfehler, war aber am Ende 21 Hundertstelsekunden \u00fcber der Zeit und musste somit einen Zeitfehler verbuchen. \u201eIch bin stolz auf Tom\u201c, lobte der gro\u00dfe Bruder.<br><br>\u201eIch bin begeistert von dem Sport, den wir heute zu sehen bekommen haben\u201c, betonte Michael Krieger, verantwortlich f\u00fcr den Ablauf der Springpr\u00fcfungen in Wiesbaden.&nbsp;\u201eNach der H\u00e4lfte des Teilnehmerfeldes hatten wir genau zwei fehlerfreie Runden, da ist mir kurz der Schwei\u00df ausgebrochen. Dann kamen auf einmal sechs in Reihe fehlerfrei. Da war der Schwei\u00dfausbruch noch gr\u00f6\u00dfer. Aber dann hat das am Ende super geklappt: Elf im Stechen. Es war toller Sport, ein Traum!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Extra-Ehrungen gingen an die Erfolgreichsten im Parcours: Der Ire Cian O\u2019Connor erhielt diese Auszeichnung bei den Herren, die deutsche Amazone Brit Haselhoff bei den Damen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wiesbadens Oberb\u00fcrgermeister Gert-Uwe Mende brachte ein Wort ins Spiel, dass alle Beteiligten begeistert aufgriffen: \u201eZauberhaft!\u201c Schon im vergangenen Jahr hatte Mende seine PfingstTurnier-Premiere als \u201azauberhaft\u2018 beschrieben, in diesem Jahr setzt er ein dickes Ausrufezeichen hinter diese Aussage. \u201eIch konnte dieses Jahr das Turnier noch mehr genie\u00dfen als letztes Jahr, weil ich 2022 bis zum Turniersonntag noch in Corona-Quarant\u00e4ne war. Dieses Jahr habe ich mir zum ersten Mal die lange Pferdenacht und das Voltigieren angucken k\u00f6nnen und mein zauberhafter Eindruck von 2022 hat sich noch verst\u00e4rkt. Die Atmosph\u00e4re war gro\u00dfartig, das Publikum hat fantastische Stimmung gemacht, es hat einfach alles super gepasst. Und was dieses Turnier einfach auszeichnet, ist dieses unglaubliche ehrenamtliche Engagement. Es ist mir wichtig, das an dieser Stelle nochmal hervorzuheben. Das Turnier wird organisiert von einem Verein, die Pr\u00e4sidentin ist der Kopf dieses gro\u00dfen Teams. Da steckt so unglaublich viel Ehrenamt drin.&nbsp;Und vielleicht ist es auch das, was sich am Ende auf das Publikum \u00fcbertr\u00e4gt: Dass eine Gruppe von Menschen da ist, die dieses Turnier tr\u00e4gt und die diese Stimmung ganz besonders pr\u00e4gt.\u201c<br><br>WRFC-Pr\u00e4sidentin Kristina Dyckerhoff stimmt aus vollem Herzen zu: \u201eIch finde das Wort \u201azauberhaft\u2018 ganz toll. Es war zauberhaft. Wir haben alle so eine leichte Tr\u00e4ne im Knopfloch, dass es schon wieder vorbei ist und freuen uns schon aufs n\u00e4chste Jahr.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Niederl\u00e4nder Marc Houtzager hat den LONGINES Grand Prix, den Gro\u00dfen Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden, beim Pfingst-Turnier gewonnen. Elf der 47 Reiter hatte den Sprung ins Stechen geschafft, aber nur vier Paare blieben auch dort fehlerfrei. 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