{"id":67056,"date":"2023-10-09T10:58:59","date_gmt":"2023-10-09T08:58:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/?p=67056"},"modified":"2025-01-11T12:07:45","modified_gmt":"2025-01-11T11:07:45","slug":"exklusiv-interview-mit-jana-wargers-die-pferde-sind-unsere-sportpartner-und-keine-maschinen-sie-muessen-sich-genauso-wohlfuehlen-wie-wir-uns-auch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/en\/index.php\/2023\/10\/09\/exklusiv-interview-mit-jana-wargers-die-pferde-sind-unsere-sportpartner-und-keine-maschinen-sie-muessen-sich-genauso-wohlfuehlen-wie-wir-uns-auch\/","title":{"rendered":"Exklusiv-Interview mit Jana Wargers: \u201eDie Pferde sind unsere Sportpartner und keine Maschinen. Sie m\u00fcssen sich genauso wohlf\u00fchlen wie wir uns auch!&#8221;"},"content":{"rendered":"\n<p>Sie ist ein Aush\u00e4ngeschild f\u00fcr den internationalen Springsport: Ohne All\u00fcren, flei\u00dfig, ehrgeizig und immer pro Pferd reitet Jana Wargers auf der Erfolgswelle.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade erst trug sie entscheidend mit dazu bei, dass das deutsche Team das Nationenpreis-Finale in Barcelona f\u00fcr sich entscheiden konnte. Wir haben die Senkrechtstarterin und aktuelle Nummer 43 der Weltrangliste zum sehr pers\u00f6nlichen Interview getroffen. Im Gespr\u00e4ch mit spring-reiter.de hat die sympathische 31-J\u00e4hrige&nbsp;&nbsp;verraten, wie sie es ohne Pferde-Background in den deutschen Olympia-Kader geschafft hat, warum es bei Limbridge und Dorette nicht die Liebe auf den ersten Blick war, wie sie Pferde f\u00fcr sich gewinnt, was f\u00fcr einen Tick sie hat, wen sie abseits des Parcours gerne beobachtet und was sie so gar nicht ausstehen kann &#8211; das ganze Interview mit sehr privaten Einblicken &#8211; jetzt bei&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.spring-reiter.de\/\">www.spring-reiter.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Bereits im Alter von sieben Jahren hat es Jana Wargers erwischt: Das Pferdevirus dockte an und lie\u00df die Emsdettenerin nie mehr los. \u201eAngesteckt\u201c hat sie sich nicht bei ihren Eltern. Ihr Vater arbeitete in der Automobilbranche, ihre Mutter betrieb einen Zeitschriften-Laden \u2013 mit Pferden hatten sie bis dahin nichts zu tun.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAlles<strong>&nbsp;<\/strong>fing durch einen Freund meines Vaters an, der hatte ein Pferd und er fragte mich und meine \u00e4ltere Schwester: \u00b4Wollt ihr nicht mal mitkommen?\u00b4 Und dann sind wir 1-2 Mal die Woche mitgefahren. Zuerst haben wir das Pferd nur geputzt und irgendwann sind wir auch ein bisschen geritten. Meine Schwester und mich hat das Pferdevirus quasi gleichzeitig gepackt und von dem Moment an gab es im Hause Wargers nur noch ein Thema, Pferde\u201c, erinnert sich die Westf\u00e4lin.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Eltern unterst\u00fctzten das neue Hobby der T\u00f6chter, f\u00f6rderten sie mit regelm\u00e4\u00dfigen Reitstunden.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIn Emsdetten im Reitverein sind wir die Ponys geritten und dann sind wir irgendwann zu Kurt Holz gekommen, der in Emsdetten seinen Handelsstall hat und uns sehr f\u00f6rderte. Von da an ging es mit dem Turnierreiten von mir und meiner Schwester los. Meine Schwester war tats\u00e4chlich auch immer die Bessere\u201c, verr\u00e4t Jana Wargers lachend. Eine Karriere mit Pferden war dennoch nichts f\u00fcr sie.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eMeine Schwester hat irgendwann gesagt, \u201aso, ich mach jetzt etwas anderes\u2018, und hat sich entschieden, einem \u201anormalen Beruf\u2018\u2018 nachzugehen, aber bei mir ging das nicht. Die Pferde standen immer im Vordergrund\u201c, erz\u00e4hlt Jana Wargers. Auch ihre Mutter appellierte an die Tochter: \u201eKind, mach erstmal was Vern\u00fcnftiges, mach eine Ausbildung.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sie machte eine Ausbildung, als Pferdewirtin bei Familie Huser in H\u00f6rstel.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas war eine super Erfahrung, da habe ich viel gelernt, gerade den Umgang mit dem jungen Pferd, und ich fand das tats\u00e4chlich auch sehr wichtig f\u00fcr mich dieses Strukturierte mit der Schule nebenbei.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Leben ohne Pferde \u2013 f\u00fcr Jana Wargers undenkbar.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201e<\/strong>Es war f\u00fcr mich immer klar, ich m\u00f6chte mit Pferden arbeiten, ich m\u00f6chte springreiten. Ich habe nie an meiner Entscheidung gezweifelt und das ist bis heute so\u201c, sagt Jana Wargers, die bereits mit 15 Jahren ihre ersten S-Erfolge im Sattel feierte. Ein Feingef\u00fchl f\u00fcr die Pferde zu entwickeln, mit ihnen zu kommunizieren, eine Verbindung aufzubauen&nbsp;&nbsp;&#8211;&nbsp;&nbsp;das ist eine Herausforderung, die sie immer wieder fasziniert und auch antreibt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hat sie ihre Entscheidung Pferde zum Beruf zu machen jemals bereut? Jana Wargers lacht. \u201eEs gibt immer mal so einen kurzen Moment, aber im Gro\u00dfen und Ganzen eigentlich nicht. Klar, im Winter ist es schon manchmal hart. Wenn man gef\u00fchlt 5 Jacken anhat, sind die Tage schon h\u00e4rter, als im Sommer. Ich glaube, im Sommer beneiden uns viele darum, dass wir den ganzen Tag drau\u00dfen sind und wir auch mal da reiten, wo andere Urlaub machen. Das ist nat\u00fcrlich sch\u00f6n und das versuche ich mir auch immer wieder ins Ged\u00e4chtnis zu rufen. Man kommt viel rum, man sieht vieles und lernt immer neue Leute kennen und das ist nat\u00fcrlich sehr spannend\u201c, bringt Jana Wargers die Vorz\u00fcge der Berufsreiterei und auf den Punkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn sie wei\u00df, dass die Medaille immer zwei Seiten hat. Wie gef\u00e4hrlich der Sport sein kann, hat sie 2008 am eigenen Leib zu sp\u00fcren bekommen. Damals trat ein Pferd sie mit dem Hinterbein in den Bauch: \u201eIch hatte einen Abriss von der Bauchspeicheldr\u00fcse und ein paar Bluterg\u00fcsse. Das war nicht ganz ohne. Ich habe das zwar gut \u00fcberstanden, aber so etwas vergisst man auch nicht\u201c, erinnert sich die Springreiterin, die zu ihrem Schutz heute immer eine Sicherheitsweste tr\u00e4gt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer Zeit als selbstst\u00e4ndige Reiterin zog es Jana Wargers im Fr\u00fchjahr 2021 nach Belgien auf die Ashford Farm des Iren Enda Carroll. Eine Entscheidung, die wichtige Weichen stellte. Ab hier begann die Erfolgsgeschichte des Holsteiners&nbsp;Limbridge (v. Limbus) mit Jana Wargers im Sattel. Bereits in ihrem ersten gemeinsamen Jahr qualifizierten sich die Beiden f\u00fcr den Gro\u00dfen Preis von Aachen. 2022 ging es auf der Erfolgsspur weiter &#8211; unter anderem mit einem zweiten Platz im Rolex Grand Prix von Rom. Anschlie\u00dfend nominierte Bundestrainer Otto Becker Jana Wargers und Limbridge f\u00fcr das Nationenpreisteam beim CHIO in Aachen. Gemeinsam durften sie mit der Mannschaft einen gro\u00dfartigen Sieg feiern. Im Anschluss folgte die Nominierung f\u00fcr die Weltmeisterschaften in Herning. Nach tollen Runden wurde sie am Ende Neunte bei ihrer ersten WM.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfe Erfolge, die bei ihr noch immer gro\u00dfe Emotionen hervorrufen: \u201eDer Sieg im Nationenpreis in Aachen vor Heimpublikum mit einem vollen Stadion, das war ein Moment, den vergesse ich nicht. Das waren einfach Emotionen pur. Und auch das Championat in Herning, die Weltmeisterschaft, wo ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden bin, das sind Momente, die man immer im Kopf hat.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eine rasante Reise in die Weltspitze des Springsports.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Ashford Farm ist f\u00fcr mich eine riesen Chance gewesen und ist es auch immer noch. Die Unterst\u00fctzung, die ich hier bekomme, ist unglaublich. Pferde wie Limbridge oder auch eine Dorette zu haben und zu wissen, man kann sie behalten und darauf aufbauen, ist f\u00fcr mich nicht selbstverst\u00e4ndlich. Ich habe jahrelang in einem Handelsstall gearbeitet und immer, wenn das Pferd auf dem H\u00f6hepunkt war, ist es verkauft worden. Nat\u00fcrlich habe ich schnell gelernt, dass das dazugeh\u00f6rt. Daher wei\u00df ich das jetzt umso mehr wertzusch\u00e4tzen, dass ich hier diese Chance habe, die Pferde zu behalten. Ich bin unglaublich dankbar daf\u00fcr und ich glaube, das ist jetzt auch so ein bisschen dieser Schl\u00fcssel, dass jetzt dieser Erfolg da ist, weil man eben immer die gleichen Pferde mit so viel Qualit\u00e4t hat. In so einer Situation geht man nat\u00fcrlich auch viel selbstverst\u00e4ndlicher an die Sache ran und ist selbstsicherer. Das macht viel aus und ist sicher auch eine Ausnahme\u201c, wei\u00df Jana Wargers.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Auch wenn es bei den beiden Vierbeinern und ihr nicht die \u201eLiebe auf den ersten Blick war\u201c.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBeide Pferde sind bei uns angekommen und es gab ein Fragezeichen, ob wir das in die richtige Bahn bekommen. Limbridge kam damals aus Amerika und das war tats\u00e4chlich am Anfang nicht gleich perfekt. Das hat ein bisschen gebraucht, bis wir zusammengefunden haben, bis ich das richtige Gebiss hatte und wir uns wirklich aufeinander abgestimmt hatten. Aber ab diesem Moment konnte es eigentlich nicht besser laufen. Ich f\u00fchle mich super sicher auf ihm und er gibt schon sehr viel f\u00fcr mich.<\/p>\n\n\n\n<p>Und bei Dorette war das \u00e4hnlich, sie ist unheimlich speziell. Ich glaube schon, dass etwas dran ist, dass Fuchsstuten spezieller sind als andere Pferde, aber wenn man sie erstmal auf seiner Seite hat, dann machen die alles f\u00fcr einen, dann k\u00e4mpfen sie richtig. Deswegen bin ich auch so froh, diese beiden Pferde zu haben, die mir auch unheimlich viel bedeuten und ans Herz gewachsen sind\u201c, schw\u00e4rmt Jana Wargers \u00fcber ihre Sportpartner.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und wie bekommt sie die Pferde auf ihre Seite?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch versuche immer, mich aufs Pferd einzustellen und nicht die Pferde auf mich einzustell<strong>en. <\/strong>Ich m\u00f6chte ein Miteinander schaffen. Ich finde es unheimlich wichtig, dass ein Pferd ein Pferd bleibt. Das hei\u00dft, dass es auf die Koppel geht, mal ins Gel\u00e4nde und nicht nur jeden Tag sture Dressur- oder Springlektionen absolviert. Die Pferde sollen happy sein und Spa\u00df an dem haben, was sie tun. Das ist auch ein sehr gro\u00dfer Punkt bei Dorette. Am Anfang hatte ich das Gef\u00fchl, dass es eher ein Kampf war mit ihr. Sie hat unfassbar viel Energie und Ehrgeiz und wir haben uns im Team \u00fcberlegt, dass wir sie nicht wie ein normales Pferd behandeln. Wenn ich sie reite, gehe ich nicht nur auf den Platz, sondern ich nutze die ganze Anlage. Entweder reite ich auf der Stra\u00dfe oder auf unserem Grasplatz oder auf der Rennbahn. Damit Dorette immer Abwechslung hat. Nach dem Reiten geht sie den Rest des Tages auf die Wiese. Das ist etwas, was f\u00fcr ihren Kopf total wichtig ist und so haben wir es irgendwie hinbekommen, dass sie gl\u00fccklich ist. Und dann hat sich das Blatt auch beim Springen gewendet und ich hab gemerkt\u201a boah, die will und die k\u00e4mpft und das ist das, was mich eigentlich immer am gl\u00fccklichsten macht\u201c, erkl\u00e4rt die Reiterin ihre Ausbildungs-Philosophie.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Beide Top-Pferde von Jana Wargers sind jetzt 14 Jahre alt. Und sollen am Ende ihrer Sportkarriere auch bei der Ashford Farm in Rente gehen. Doch bis es soweit ist, stehen noch gro\u00dfe Ziele auf der Agenda. \u201eN\u00e4chstes Jahr ist nat\u00fcrlich ein sehr interessantes Jahr. Olympia in Paris ist das Ziel und wir richten unseren Plan danach aus\u201c, verr\u00e4t die Kader-Reiterin. Auf welches Pferd sie bei einer Nominierung am Ende setzen w\u00fcrde, wei\u00df sie heute noch nicht: \u201eIch glaube, da d\u00fcrfen wir uns nicht so festlegen. Wir versuchen f\u00fcr beide Pferde einen guten Plan auszuarbeiten und beide f\u00fcr n\u00e4chstes Jahr absolut auf den Punkt vorzubereiten.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Olympia 2024 in Paris<\/strong>&nbsp;\u2013 diesen Traum tr\u00e4umen auch andere deutschen Spitzenreiter. Sp\u00fcrt sie gro\u00dfen Konkurrenz-Druck?&nbsp;&nbsp;\u201eIch muss sagen, ich versuche mir da selbst keinen Druck zu machen und ich glaube fest daran, dass das auch der beste Weg ist. Nat\u00fcrlich gibt es bestimmt auch Neider und die Konkurrenz ist auf jeden Fall da, aber ich muss sagen, dass ich das noch gar nicht so erleben musste. Bis jetzt f\u00fchle ich mich, egal in welchem Team oder unter welchen Leuten, immer sehr wohl und willkommen.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die n\u00e4chsten Wochen steht f\u00fcr Jana Wargers erst einmal die F\u00f6rderung der Nachwuchspferde bei der Sunshine Tour in Spanien auf dem Programm. Besonders viel Hoffnung setzt sie in die neunj\u00e4hrige irische Stute Rockwell RC (v. Kannan), mit der sie schon Zweite im Grand Prix in Peelbergen war.<strong>&nbsp;<\/strong>\u201eIch habe sie erst vier Monate. Aber sie gibt mir jetzt schon das Gef\u00fchl, dass das nochmal etwas Besonderes ist. Sie ist sehr ehrgeizig, also so der Typ Pferd, der mir liegt\u201c, beschreibt Jana Wargers ihre Zukunftshoffnung, die genau ihrem vierbeinigen Traum-Typ entspricht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMir liegen diese etwas spritzigeren und blutgepr\u00e4gteren Pferde einfach besser. Mir ist es wichtig, dass mir die Pferde das Gef\u00fchl geben, wir machen das zusammen, ich k\u00e4mpfe f\u00fcr dich,\u201c erkl\u00e4rt die Springreiterin. Nat\u00fcrlich sei auch Verm\u00f6gen und Vorsicht wichtig: \u201eAber ich reite lieber ein Pferd mit etwas weniger Verm\u00f6gen, daf\u00fcr aber mit einem klaren Kopf und Intelligenz, als ein gro\u00dfes eher langsames Pferd mit unglaublichem Verm\u00f6gen, dass aber am Ende nicht clever genug ist.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Weltmeister King Edward (v. Edward) von Henrik von Eckermann w\u00e4re so einer, den sie gerne mal \u201etesten\u201c w\u00fcrde, oder die Europameisterin DSP Chakaria (v. Chap) von Andr\u00e9 Thieme.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hat sie eine Idee, wie man die Kritik am Reitsport entkr\u00e4ftet?<\/strong>\u00a0\u201eIch glaube, dass viele Leute gar nicht mitbekommen, wie viel wir eigentlich f\u00fcr unsere Pferde tun, damit es ihnen an nichts fehlt.\u00a0Die Pferde sind unsere Sportpartner und keine Maschinen. Sie m\u00fcssen sich genauso wohlf\u00fchlen wie wir uns auch\u00a0und vielleicht muss man den Leuten einfach einen gr\u00f6\u00dferen Einblick in unsere t\u00e4gliche Arbeit geben. Damit sie sehen und nachvollziehen k\u00f6nnen, dass die Pferde unsere Partner sind. Ich glaube, das ist etwas, was wir selber noch mehr in die Au\u00dfenwelt tragen k\u00f6nnten\u201c, findet die Spitzenreiterin, die sich selber als gro\u00dfen Familienmenschen bezeichnet.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>T\u00e4glich telefoniert sie mit ihren Eltern. Regelm\u00e4\u00dfig pendelt sie zwischen der Arbeit in Belgien und der Heimat Emsdetten hin und her. \u201eDa ich in Belgien arbeite und lebe, meine Familie und mein Freund aber in Deutschland sind, versuche ich jede freie Minute nach Hause zu fahren, das ist mir total wichtig\u201c, erz\u00e4hlt Jana Wargers. Ihr Freund betreibt einen Pensions- und Handelsstall in Norderheide. \u201eEs ist nat\u00fcrlich nicht einfach, so eine Fern-Beziehung zu f\u00fchren. Aber mein Freund wei\u00df eben auch, dass die Ashford Farm eine einmalige Chance f\u00fcr mich ist, und daher unterst\u00fctzt er das total\u201c, freut sich Jana Wargers, die zu Hause die Z\u00fcgel auch gerne mal gegen einen Tennisschl\u00e4ger tauscht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwann wird es wohl \u201edarauf hinauslaufen\u201c, dass sie gemeinsame Sache machen, sich zusammen ein Unternehmen aufbauen. Aber bis dahin ist es noch Zeit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wer kocht besser, sie oder ihr Freund?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Amazone schmunzelt: \u201eDa ist bei uns beiden noch Luft nach oben. Ich esse gerne Salat mit H\u00e4hnchen oder Pasta mit Garnelen. Das bekomme ich ganz gut hin, verhungern tue ich nicht.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In ihrer wenigen Freizeit trifft sie sich gerne mit Freunden, h\u00f6rt am liebsten Schlager, geht zum Ausgleich auch mal laufen, \u201eda bekomme ich den Kopf frei\u201c, oder beobachtet Menschen im Caf\u00e9. \u201edas mache ich total gerne\u201c.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Was sie wirklich \u00e4rgert, sind Leute, die w\u00e4hrend eines Gespr\u00e4chs st\u00e4ndig auf das Handy schauen und nicht richtig zuh\u00f6ren. \u201eAlso das mag ich wirklich gar nicht. Dann stehe ich auch schon mal auf und gehe\u201c, sagt Jana Wargers, die sich eher als ruhig und ausgeglichen beschreibt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Einen kleinen Tick, verr\u00e4t sie, hat sie auf Turnieren aber manchmal dennoch: \u201eWenn ich am ersten Tag auf einer Toilette war und reite danach und es war gut, dann habe ich immer das Verlangen, wieder auf diese Toilette zu gehen. Manchmal ist es so schlimm, dass auch andere Toiletten frei sind, ich dann aber tats\u00e4chlich warte, bis diese eine frei ist.\u201c&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Jana Wargers muss \u00fcber sich selber lachen. Sie lacht zum Gl\u00fcck gerne und ganz offen \u2013eben in jeder Hinsicht eine perfekte Botschafterin des Reitsports.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie ist ein Aush\u00e4ngeschild f\u00fcr den internationalen Springsport: Ohne All\u00fcren, flei\u00dfig, ehrgeizig und immer pro Pferd reitet Jana Wargers auf der Erfolgswelle.&nbsp; Gerade erst trug sie entscheidend mit dazu bei, dass das deutsche Team das Nationenpreis-Finale in Barcelona f\u00fcr sich entscheiden konnte. 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