{"id":67244,"date":"2023-10-17T17:45:43","date_gmt":"2023-10-17T15:45:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/?p=67244"},"modified":"2025-01-11T12:06:42","modified_gmt":"2025-01-11T11:06:42","slug":"exklusiv-interview-mit-cian-oconnor-ich-wuerde-pferde-auch-gerne-laenger-behalten-doch-der-handel-war-fuer-mich-immer-der-einzige-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/en\/index.php\/2023\/10\/17\/exklusiv-interview-mit-cian-oconnor-ich-wuerde-pferde-auch-gerne-laenger-behalten-doch-der-handel-war-fuer-mich-immer-der-einzige-weg\/","title":{"rendered":"Exklusiv-Interview mit Cian O\u2019Connor: \u201eIch w\u00fcrde Pferde auch gerne l\u00e4nger behalten. Doch der Handel war f\u00fcr mich immer der einzige Weg.\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Cian O\u2019Connor ist nicht everybody\u2018s darling.\u00a0Der irische Springreiter, Trainer und Pferdeh\u00e4ndler wei\u00df, dass er sich nicht nur Freunde macht, wenn er gezielt Spitzen-Pferde f\u00fcr Championate erwirbt oder erwerben l\u00e4sst, um sie hinterher schnell wieder gewinnbringend zu verkaufen. Wie David Wills Vize-Europameister C Vier, mit dem Cian O\u2019Connor bei der WM in Herning das Olympia-Ticket f\u00fcr das irische Team sicherte und den er anschlie\u00dfend schnell wieder verkaufte.\u00a0\u00a0Erst k\u00fcrzlich erwarb er Chacco\u2019s Light, der mit Maurice Tebbel im Sattel und dem deutschen Team im August noch den Nationenpreis in Br\u00fcssel gewann. Wir haben mit Cian O\u2018Connor \u00fcber sein Gesch\u00e4ftsmodell, Angebot und Nachfrage auf dem Pferdemarkt, seinen langfristigen Plan mit Chacco\u2019s Light, \u00fcber seine Karlswood Stables und die gro\u00dfe Liebe zu den Pferden gesprochen, und er hat uns verraten, warum er die Ponys seiner Kinder niemals verkaufen w\u00fcrde.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDer Sport hat sich in den Jahren sehr ver\u00e4ndert. Fr\u00fcher ging es mehr ums Reiten und um den Spa\u00df, heute geht es mehr um das Gesch\u00e4ft und den Pferde-Handel. Ich will nicht sagen, dass fr\u00fcher alles besser war und jetzt alles schlechter ist, es ist einfach anders. Wenn man sich die Reiter anschaut, die 50 Shows im Jahr absolvieren, frage ich mich oft, ob man mit 28 Shows und ein paar Pausen dazwischen nicht auch so erfolgreich w\u00e4re? Ich wei\u00df die Antwort auch nicht\u201d, sprudelt es aus Cian O\u2019Connor heraus. Der 43j\u00e4hrige, der bei den Olympischen Spielen 2012 in London mit Blue Loyd die Bronze-Medaille gewann, ist ein Kommunikator. Er will sich austauschen, \u00fcber unterschiedliche Sichtweisen sprechen. Der Nationenpreisreiter, der schon mit 19 Jahren das erste Mal f\u00fcr sein Land ritt und mittlerweile 140mal die irischen Farben vertrat, kann mit Kritik umgehen, weil eine Medaille f\u00fcr ihn immer zwei Seiten hat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNat\u00fcrlich ist es auch f\u00fcr mich oft schwer, ein Pferd, mit dem ich erfolgreich war, zu verkaufen. Ich w\u00fcrde die Pferde auch gerne l\u00e4nger behalten. Doch der Handel war f\u00fcr mich immer der einzige Weg, nur so hat der Sport bisher f\u00fcr mich funktioniert. Ich hatte nie einen Sponsor, der gesagt hat, \u201aOk Cian, ich kaufe dir Pferde und sie sind nur f\u00fcr dich und f\u00fcr den Sport\u00b4. Manche Reiter haben das, sie haben Besitzer, die ihnen Pferde kaufen und einfach sagen: \u201aNimm das Geld und lass das Pferd auf die Weide gehen\u2018\u201c, erkl\u00e4rt der Ire.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Seine Pferde-Besitzer hingegen sehen die Pferde in der Regel als Investment und freuen sich am Ende \u00fcber eine Rendite.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Cian O\u2019Connor lernte fr\u00fch, dass man verkaufen muss um wieder investieren zu k\u00f6nnen.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas ist Teil des Gesch\u00e4fts. Ich wei\u00df, dass jetzt viele Leute denken, wir sollten unsere Pferde alle behalten und sie am Ende ihrer Sportkarriere zu Hause in Rente schicken. Das ist eine sch\u00f6ne Idee. Aber wenn Du eine Familie finanzieren musst, ein sch\u00f6nes Zuhause haben m\u00f6chtest, einen Pferde-LKW brauchst, dann musst du auch Handel betreiben. Davon leben wir. Man muss eine Balance im Leben finden, damit alles l\u00e4uft. Mein Vater war in der Automobilbranche und hat immer gesagt, \u201aneues Geld kauft neue Waren\u2018, wenn man Pferde verkauft, kann man auch wieder neue kaufen und investieren\u201c, erinnert sich O\u2019Connor,&nbsp;der mit 14 Jahren mit dem Springreiten anfing, als er merkte, dass er es im Rugby nie so weit schaffen w\u00fcrde wie sein Gro\u00dfvater, der irische Rugbystar Karl Mullen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den Karlswood Stables, einer F\u00fcnf-Sterne Ausbildungs- und Trainings-Anlage rund 23 Kilometer nordwestlich von Dublin, hat sich O\u2018Connor einen gro\u00dfen Lebens-Traum verwirklicht. Das weitl\u00e4ufige Areal mit Ebbe-Flut- und Gras-Pl\u00e4tzen sowie mehreren Hallen bietet beste Bedingungen und ein Heim f\u00fcr ca. 60 Pferde und zehn Studenten, die bei O\u2019Connor trainieren und lernen. Es gibt sogar einen Wellness-Bereich f\u00fcr die Pferde inklusive Spa und Salz-Therapie-Raum.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Karlswood ist auch die Schaltzentrale von O\u2019Connors Pferde-Business. Hier laufen alle F\u00e4den zusammen.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir haben einen Mitarbeiter, Michael Kelly, der fest bei uns angestellt ist und der den ganzen Tag nichts anderes macht, als auf der ganzen Welt nach Pferden zu suchen sowie Ergebnisse und Videos auszuwerten. Jeden Montag sitzen wir zusammen und er gibt mir eine Zusammenstellung mit 20 bis 30 ausgew\u00e4hlten Pferden, die er anhand von Ergebnisse und Videos f\u00fcr interessant h\u00e4lt.<strong>&nbsp;<\/strong>Vom Youngster bis zum Grand Prix Pferd ist alles dabei \u2013 Pferde mit dem Potenzial f\u00fcr die Oympischen Spiele sind allerdings eher selten\u201c, gibt Cian O\u2019Connor zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihm ist vor allem die Mentalit\u00e4t der Pferde wichtig. \u201eDie d\u00fcrfen ruhig ein wenig schwierig sein, wichtig ist, dass sie die Stangen nicht ber\u00fchren wollen. Nat\u00fcrlich m\u00fcssen die Pferde auch ehrgeizig und vorsichtig sein. Ich mag gerne gro\u00dfe Pferde. Und ich denke immer auch an die weitere Zukunft. Ist es leicht verk\u00e4uflich, ist es ein guter Typ? Wenn man vor Jahren ein kleines, verr\u00fccktes Pony hatte, das hoch springen konnte, habe ich gesagt: \u201aOh, das w\u00fcrde ich gerne reiten\u2018, aber am Ende konnte es niemand anderes reiten und ich es nicht mehr verkaufen. Daher bevorzuge ich heute den klassischen Typ.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die meisten Pferde kauft der Gesch\u00e4ftsmann mit Blick auf seine zahlreichen Kunden in Irland, Kanada und Gro\u00dfbritannien. Wenn dann die Nachfrage nach einem bestimmten Typ Pferd kommt, kann er meist schnell reagieren und hat das passende Pferd parat: \u201eIn der Regel probiere ich die Pferde vorher selber aus und dann lassen wir sie vom Tierarzt untersuchen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>So kam auch der Holsteiner C Vier zu ihm. <\/strong>Mit dem Cardento-Sohn gewannen David Will und das deutsche Team die Silber-Medaille bei der Europameisterschaft in Riesenbeck 2021. \u201eWir haben C Vier Ende April nach dem Weltcup-Finale in Leipzig gekauft. Nat\u00fcrlich verstehe ich, dass dar\u00fcber nicht alle gl\u00fccklich waren, weil Deutschland damit ein tolles Pferd verloren hat. Auf der anderen Seite gab es aber jemanden, der das Pferd verkaufen wollte und mit uns interessierte K\u00e4ufer\u201c, bringt es der Unternehmer auf den Punkt. Auch beim Pferdehandel regeln am Ende Angebot und Nachfrage den Markt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cIrland war damals etwas unter Druck, weil wir uns noch nicht f\u00fcr die Olympischen Spiele in Paris qualifiziert hatten. Wir haben C Vier also gekauft und sind mit ihm zur WM in Herning gefahren. Er sprang fehlerfrei am ersten Tag, blieb ohne Fehler am zweiten Tag und hatte einen Fehler in der zweiten Runde des Team-Springens. Irland wurde Vierter und damit hatten wir die Qualifikation f\u00fcr die Olympischen Spiele in der Tasche. Eine Woche sp\u00e4ter ging ich mit C Vier in Dublin an den Start. Dort wurde er Zweiter im Hauptspringen, es gab Interessenten und wir haben ihn verkauft\u201c, erz\u00e4hlt die aktuelle Nummer 108 der FEI Weltrangliste ganz offen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich macht er sich nicht nur Freunde, wenn er Pferde beinahe wie Aktien an der B\u00f6rse auf dem internationalen Wirtschaftsparkett hin und her schiebt. Er wei\u00df das und er kann damit leben, auch wenn er diese Meinung nicht teilt:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cIch verstehe, dass es f\u00fcr einige Leute so aussieht, als w\u00e4re das Pferd eine Art Wanderpokal, der von einem Land ins andere zieht. Ich sehe das anders. Ich versuche alles unter einen Hut zu bekommen \u2013 allen gerecht zu werden. Ich k\u00fcmmere mich um mein Unternehmen, sorge f\u00fcr meine Familie, nehme aktiv am Sport teil und betreibe Handel. Wir haben das Pferd gekauft und Irland damit geholfen sich f\u00fcr Olympia zu qualifizieren. Und dann haben wir es weiterverkauft. C Vier ist wahrscheinlich das einzige Pferd auf der Welt, das Teil von zwei Mannschaften war, die sich auch durch ihn f\u00fcr die n\u00e4chsten Olympischen Spiele qualifizieren konnten.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Cian bezieht sich auf die neue Reiterin des 15j\u00e4hrigen Wallachs Isabella Russekoff, die mit C Vier und seiner fehlerfreien Runde f\u00fcr das Team Israel ein Olympia-Ticket sicherte. <strong>\u201eAus meiner Sicht ist das also keine schlechte Nachricht, sondern eine sehr, sehr gute News-Story\u201c, findet der Gesch\u00e4ftsmann.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sieht Cian O\u2019Connor den Verkauf seiner beiden Olympia-Pferde Blue Loyd und Kilkenny. Blue Loyd (v. Landor S) hat er an seine Sch\u00fclerin Nicole Walker gegeben, die er heute noch trainiert. Kilkenny (v. Cardento) ging an seinen Sch\u00fcler, den jungen irischen Springreiter Max Wachman. \u201eKilkenny ist mir besonders ans Herz gewachsen. Ich liebe dieses Pferd. Er ist beinahe wie ein Mensch, mit dem ich reden kann. Er ist so intelligent. Ich habe ihn als Achtj\u00e4hrigen bekommen und sieben Monate sp\u00e4ter ging er bei den Olympischen Spielen in Tokio an den Start und wurde Siebter. Das Pferd ist ein Superhirn\u201c, schw\u00e4rmt O\u2019Connor, der nach starkem Nasenbluten des Schimmels im Parcours bei der Team-Wertung nicht mehr an den Start ging. Die Tier\u00e4rzte stellten damals bei Kilkenny nichts fest, O&#8217;Connor h\u00e4tte starten k\u00f6nnen, verzichtete aber. Noch heute sieht er Kilkenny jeden Tag: \u201eWenn meine Kunden, die ich auch trainiere, ein Pferd kaufen, dann bin ich immer noch involviert, und das ist sch\u00f6n, weil man immer noch sieht, wie sich die Pferde weiterentwickeln. Kilkenny ist zum Beispiel mit Max in Br\u00fcssel Doppel-Null gesprungen. Ich finde das cool, weil ich das Pferd entwickelt und den Reiter trainiert habe.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einen prominenten Neuzugang in seinem Stall m\u00f6chte Cian O\u2019Connor allerdings nicht so schnell wieder hergeben: <\/strong>Maurice Tebbels Ex-Sportpartner Chacco&#8217;s Light (v. Chaccos Son), dem der neue Besitzer den irischen Namen Fermoy gegeben hat, soll seine Box bei den Karlswoood Stables nicht so bald wieder verlassen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eEr ist ein unglaublich beeindruckendes Pferd. Wahrscheinlich ist es eines der besten Pferde, auf dem ich je gesessen habe.<\/strong>&nbsp;Die ersten Runden in St. Tropez und bei der Sunshine Tour waren vielversprechend. Er ist unheimlich gut ausgebildet worden. Maurice ist ein super Reiter und hat ihn sehr behutsam aufgebaut, das kommt mir nat\u00fcrlich jetzt zu Gute. Ich w\u00fcrde ihn gerne langsam weiter aufbauen und m\u00f6chte ihn erst einmal kennen lernen. <strong>Der Plan ist, ihn nicht zu verkaufen\u201c, sagt der Springreiter.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dazu hat ihm auch sein Freund Kent Farrington geraten, verr\u00e4t O\u2019Connor.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00fcnftig w\u00fcrde er sich gerne wieder mehr dem Sport und seiner Karriere im Springsattel widmen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0\u201eAuf lange Sicht w\u00e4re es sch\u00f6n, wenn ich mich mehr auf das Reiten konzentrieren k\u00f6nnte. Bisher war es Handel, Handel, Handel, um den Stall aufzubauen und alles am Laufen zu halten, aber jetzt habe ich das Gef\u00fchl, dass ich einige Pferde gerne l\u00e4nger behalten w\u00fcrde. Mein Freund Kent Farrington sagte zu mir: \u201aStell dir vor, du reitest so ein Pferd wie Chacco\u2018s Light vier Jahre lang und wenn er dann 13 Jahre alt ist, kennst du jeden Knopf und dann kannst du alles gewinnen und da f\u00e4ngt der Spa\u00df an\u2018. Und damit hat er nat\u00fcrlich Recht. Es braucht Zeit und Geduld, um so eine einzigartige Verbindung aufzubauen\u201c, wei\u00df auch Cian O\u2019Connor.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das n\u00e4chste gro\u00dfe Ziel ist Olympia 2024 in Paris.<\/strong> Am liebsten mit Chacco&#8217;s Light der jetzt Fermoy nach einer irischen Stadt hei\u00dft. \u201eIch will den Mund nicht zu voll nehmen. Aber nat\u00fcrlich w\u00e4re ich gerne in Paris als Reiter am Start\u201c, gibt der Ire zu.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Doch bis es soweit ist, flie\u00dft noch viel Wasser durch die Seine. Das ist auch Cian O\u2019Connor bewusst, der sich daher gerne breiter aufstellt. Mit einem neuen Sponsor aus der irischen Baubranche hat er noch weitere m\u00f6gliche Olympia-Kandidaten gekauft. Das EM-Pferd von Omer Karaevli namens Maurice (v. Thunder vd Zuuthoeve) und Clown of Picobello Z (v. Cardento) von Abdel Said zogen bereits in Karlswood ein. K\u00fcrzlich kam auch noch Highland President von Trevor Breen dazu. \u201cDiese Pferde werden alle f\u00fcr Olympia 2024 vorbereitet. <strong>Es ist immer besser, mehrere Eisen im Feuer zu haben, falls sich ein Pferd verletzt.<\/strong> Ob es dann am Ende klappt, wei\u00df man trotzdem nicht. Die Verbindung zwischen Pferd und Reiter muss passen. Pferd und Reiter m\u00fcssen zum richtigen Zeitpunkt fit sein und dann muss einen der irische Equipe Chef auch noch nominieren. Es geh\u00f6rt also viel mehr dazu, als einfach nur ein gutes Pferd zu kaufen und zu sagen, ich fahre zu den Olympischen Spielen.\u201d&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Chacco&#8217;s Light alias Fermoy geht es im November nach Florida, wo er bis zum Ende des Jahres eine Pause bekommt. Im Januar soll es dann in Wellington in die Olympia-Vorbereitung gehen. Z\u00fcchten m\u00f6chte der neue Reiter mit dem Hengst allerdings vorerst nicht. \u201eIch habe nicht viel Erfahrung damit. Ich wei\u00df nur, dass\u00a0Zucht und Sport nicht immer gut zusammen funktionieren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wir sprechen \u00fcber das Image des Pferdesports.<\/strong> Cian O\u2019Connor ist kein unbeschriebenes Blatt.&nbsp;2004 gewann er mit seinem Pferd&nbsp;Waterford Crystal die Einzel-Goldmedaille in Athen. Sp\u00e4ter stellte sich jedoch heraus, dass Waterford Crystal positiv auf eine unerlaubte Substanz getestet worden war. Die FEI erkannte O\u2019Connor die Medaille ab und gab diese an den Brasilianer Rodrigo Pessoa. Das alles ist lange her.&nbsp;Und er hat daf\u00fcr bezahlt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heute ist er sich seiner gro\u00dfen Verantwortung als Vorbild f\u00fcr Fans und Sch\u00fcler sehr bewusst.<\/strong> \u201eWichtig ist, dass wir uns als Vorbilder korrekt verhalten, mit gutem Beispiel voran gehen und transparent erkl\u00e4ren, was wir tun\u201c, findet Cian O\u2019Connor. Er appelliert auch an einen verantwortungsvolleren Umgang mit Social Media im Reitsport. \u201cWir alle nutzen und lieben es, weil wir \u00fcber Social Media Werbung f\u00fcr unseren Sport machen k\u00f6nnen, aber die andere Seite der Medaille ist, dass man sich auch schnell angreifbar macht, alles auf den Pr\u00fcfstand kommt.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Cian O\u2019Connor findet, dass wir uns wieder auf das Wesentliche besinnen sollten: \u201cIch habe mit 14 Jahren mit dem Reiten angefangen. Mein Vater war ein Hobby-Reiter und wir hatten dieses tolle Pferd. So fing damals alles f\u00fcr mich an. Mit der Liebe zu den Pferden. Das d\u00fcrfen wir alle nie vergessen. <strong>Wir lieben diesen Sport, weil wir Pferde lieben<\/strong>. Darum freue ich mich auch so dar\u00fcber, meine Kinder Ben und Cara mit ihren Ponys zu sehen. Ihnen zu zeigen, worum es geht.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Klar, dass die Ponys eine Lebensstellung in Karlswood haben, der Handel mit ihnen ist f\u00fcr Cian tabu. \u201eDie Ponys werden auf keinen Fall verkauft\u201c, verspricht der stolze Papa.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cian O\u2019Connor ist nicht everybody\u2018s darling.\u00a0Der irische Springreiter, Trainer und Pferdeh\u00e4ndler wei\u00df, dass er sich nicht nur Freunde macht, wenn er gezielt Spitzen-Pferde f\u00fcr Championate erwirbt oder erwerben l\u00e4sst, um sie hinterher schnell wieder gewinnbringend zu verkaufen. 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