{"id":90266,"date":"2025-08-04T07:09:50","date_gmt":"2025-08-04T05:09:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/?p=90266"},"modified":"2025-09-18T17:56:07","modified_gmt":"2025-09-18T15:56:07","slug":"kein-reiter-hat-aus-finanziellen-gruenden-oder-wegen-des-erfolgs-mit-dem-sport-angefangen-alle-haben-angefangen-weil-sie-diese-grosse-leidenschaft-fuer-die-pferde-teilen-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/en\/index.php\/2025\/08\/04\/kein-reiter-hat-aus-finanziellen-gruenden-oder-wegen-des-erfolgs-mit-dem-sport-angefangen-alle-haben-angefangen-weil-sie-diese-grosse-leidenschaft-fuer-die-pferde-teilen-interview\/","title":{"rendered":"\u201eKein Reiter hat aus finanziellen Gr\u00fcnden oder wegen des Erfolgs mit dem Sport angefangen. Alle haben angefangen, weil sie diese gro\u00dfe Leidenschaft f\u00fcr die Pferde teilen.\u201c Interview mit der Deutschen Meisterin Stephi de Boer"},"content":{"rendered":"\n<p>Stephi de Boer hat den gro\u00dfen Sprung geschafft: Mit einer gro\u00dfen Portion Mut, enormer Willensst\u00e4rke, gro\u00dfer Beharrlichkeit und viel Ehrgeiz k\u00e4mpfte sich 35-J\u00e4hrige in diesem Jahr erfolgreich auf die gro\u00dfe 5-Sterne-B\u00fchne. Im Juni sicherte sich die in ihrem Sportstall in Osnabr\u00fcck beheimatete Springreiterin bei den Deutsche Meisterschaften in Balve zudem die Goldmedaille in der Damen-Konkurrenz. Ganz nebenbei bestritt sie 2025 ihren ersten Nationenpreis f\u00fcr Deutschland und durfte sogar beim CHIO Aachen starten. Aber der Weg nach oben war schwer, sehr schwer, sagt die Top-Ausbilderin f\u00fcr junge Pferde. Stephi de Boer hat sich hohe Ziele gesetzt, immer wieder an scheinbar verschlossene T\u00fcren ger\u00fcttelt, R\u00fcckschl\u00e4ge hingenommen und daraus gelernt, Zweifel zur Seite geschoben und niemals aufgegeben.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben mit ihr \u00fcber \u201eviele erste Male\u201c, den steinigen Weg vom 2-3-Sterne- auf das 4- und 5-Sterne Niveau gesprochen. Und dar\u00fcber, dass es sich lohnt zu k\u00e4mpfen. Immer.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Musst Du Dich selber manchmal kneifen? Wie erlebst Du Deinen Aufstieg gerade?&nbsp;<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Stephi de Boer: \u201eIch hatte ja schon 2024 ein unheimlich gutes Jahr. Irgendwie bin ich aber noch so ein bisschen im Schatten herumgeritten. Dieses Jahr ging es mit Hagen super los, ich wurde mit Querida Vierte im Gro\u00dfen Preis, und so lief es dann weiter. Es gibt dieses Jahr viele erste Male f\u00fcr mich. Der Nationenpreis in D\u00e4nemark war ein erstes Mal. Mein 5-Sterne-Deb\u00fct in Hamburg war eine Premiere. Dann wurde ich Deutsche Meisterin und durfte anschlie\u00dfend nach Aachen. Das ist alles irgendwie schwer zu realisieren, weil ich jemand bin, der immer das Optimum will und mehr als eigentlich m\u00f6glich ist. Aber nat\u00fcrlich ist das schon echt ein sch\u00f6nes Gef\u00fchl gerade.\u201c\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie hat es mit Dir und der Liebe zu den Pferden angefangen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Stephi: \u201eIch sa\u00df tats\u00e4chlich auf dem Pferd, bevor ich \u00fcberhaupt laufen konnte. Mein Vater ist Niederl\u00e4nder, der ist im Springen und in der Vielseitigkeit auch recht hoch geritten, ist dann leider mit Anfang 20 erkrankt und konnte nicht mehr reiten. Meine Mutter ist auch bis Grand Prix in der Dressur geritten. Meine Eltern haben mir das Reiten sozusagen in die Wiege gelegt. Wir hatten zu Hause einen Hof und ich bekam ein Pony. Ich war auch immer schon sehr ehrgeizig. Ich kann mich nicht an eine Zeit erinnern, in der ich nicht geritten bin.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Einen direkten Weg aus der Schule in den Stall gab es aber nicht. Nach dem Abitur musste Stephi de Boer erst einmal ein Studium absolvieren, das war der Wunsch der Eltern. Sie studierte&nbsp;<strong>Psychologie<\/strong>&nbsp;wusste aber damals schon, dass ihr Platz bei den Pferden ist. Seit 2020 betreibt Stephi de Boer einen Ausbildungs-und Trainingsstall in Osnabr\u00fcck mit zehn bis 15 Pferden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Woher bekommst Du Deine Pferde?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Stephi: \u201eIch bin jetzt niemand, der sich fertige Pferde kaufen kann. Ich kaufe die Pferde immer ganz jung, oft sind sie auch sehr schwierig. Meine Kollegen sagen immer, ich bin bekannt daf\u00fcr die schwierigen Pferde gut auszubilden. Vermutlich ist mein gr\u00f6\u00dftes Merkmal, in sehr jungen und gr\u00fcnen Pferden ihr Potenzial zu erkennen. Ich fange h\u00e4ufig an mit einem Pferd zu arbeiten, bei dem sich viele Andere fragen, was ich mit diesem Pferd will. F\u00fcr mich ist es wichtig, in einem jungen Pferd irgendetwas zu sehen, was mir so viel Hoffnung gibt, dass ich den langen Weg einschlage. Das kostet nat\u00fcrlich Zeit. H\u00e4tte man mich vor anderthalb Jahren gefragt und mir dieses Jahr mit der DM und Aachen prophezeit, ich h\u00e4tte es nicht geglaubt. Dass ich in Aachen mit vier Pferden am Start sein konnte, zwei davon die gro\u00dfe Tour laufen k\u00f6nnen, das war ein sehr langer Weg.\u201c\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Hast Du eine spezielle Ausbildungs-Philosophie?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Stephi: \u201eBei der Ausbildung der jungen Pferde ist es mir wichtig, dass man ihnen ausreichend Zeit gibt. Ich m\u00f6chte, dass die Pferde zwischendurch auch mal wieder sechs Wochen nur auf die Weide gehen.&nbsp;Ich gebe den Pferden Zeit. Jedes Pferd ist unterschiedlich und ben\u00f6tigt individuelles Training. Ebenfalls ist mir wichtig, dass die Pferde noch \u00b4Pferd sein d\u00fcrfen.\u00b4Dies d\u00fcrfen sie bei mir jeden Tag auf der Weide oder dem Paddock ausleben. Wenn man l\u00e4nger etwas von seinem Sportpartner haben m\u00f6chte, muss man behutsam mit ihm umgehen. Pferde, die langfristig gesund und dem Sport mit Motivation erhalten bleiben sollen, k\u00f6nnen nicht jedes Wochenende auf einem Turnier gehen sowie jedes Springen gewinnen.&nbsp;Das ist mit Pferdebesitzern nat\u00fcrlich nicht immer ganz so einfach, weil die oft schnellstm\u00f6glich Erfolge sehen wollen. Das kann ich auch verstehen, die Ausbildung ist ja auch teuer.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist auch ein Grund, warum Stephi de Boer ihre Pferde wie Querida und ihr Sieger Pferd bei der DM, Obvious and Pure Z, selber geh\u00f6ren. Und diese Top-Pferde auch nicht zum Verkauf stehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie hast Du Querida gefunden und wann ist der Funke \u00fcbergesprungen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Stephi lacht: \u201eDas war in der Zeit nach meinem gr\u00f6\u00dferen Unfall. Damals hatte ich mir die H\u00fcfte links gebrochen und das Schl\u00fcsselbein oben rechts und hatte dazu noch ein paar Thrombosen in Armen und Beinen und lag eigentlich nur auf dem Sofa oder im Bett. Da hatte ich nat\u00fcrlich Langeweile und schaute mir am PC die Kollektion der Verdener Pferde an. Da war auch ein Video von Querida dabei und sie gefiel mir. Da war Querida f\u00fcnf. Eine Bekannte von mir war sie auf dem Video geritten: \u201eEin ganz nettes Amateur-Pferd\u201c, meinte sie damals. Aber mir gefiel sie irgendwie, wie sie die obere Latte im Visier hatte. Die Art, wie sie sich bewegte. Am Tag darauf war dann die Online-Auktion. Und ich habe einfach mal geboten. Ein weiteres Gebot gab es allerdings nicht und somit hatte ich das Pferd gekauft. Dabei kannte ich es nur von Videos, hatte es noch nie live gesehen. Ein Tag sp\u00e4ter hat mich meine Schwester dann dort hingefahren, um die Stute abzuholen. Dann bin ich zur Box gegangen, die Stute schlief, aber in dem Moment, als ich ,Hallo\u2018 sagte, drehte sie sich zu mir um und hat gewiehert. Das war so s\u00fc\u00df. Meine Schwester sagte nur: Von wegen Handels-Pferd gekauft. Die wird unseren Stall nie wieder verlassen.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich hat sie l\u00e4ngst lukrative Angebote f\u00fcr die 10-J\u00e4hrige Hannoveraner Stute erhalten\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Stephi: \u201eQuerida ist mittlerweile auf der ganzen Welt bekannt, von \u00fcberall her gab es Anfragen und Angebote und die wurden jetzt auch immer besser. Aber ich bleibe da eigentlich ganz cool. Ich habe nie wirklich dar\u00fcber nachgedacht, sie zu verkaufen. Auch wenn das Risiko nat\u00fcrlich da ist, wenn man ein paar Millionen f\u00fcr so ein Pferd bekommen w\u00fcrde. Die Pferde gehen bei mir jeden Tag auf die Weide. Egal ob es regnet und auch im Winter, wenn es geht. Wenn man sich dazu entscheidet, Pferde zu halten darf man dar\u00fcber nicht nachdenken. Daher mache ich mir da auch keinen gro\u00dfen Druck.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Der Druck kommt schon mal von au\u00dfen und auch von Kollegen<\/em><\/strong>\u2026Stephi de Boer erz\u00e4hlt von einer f\u00fcr sie sehr unangenehmen Situation beim Maimarkt Turnier in Mannheim in diesem Jahr\u2026.<\/p>\n\n\n\n<p>Stephi: \u201eIch hatte so ein kleines Down. Da haben mich ein paar Leute ganz sch\u00f6n unter Druck gesetzt. Ich musste mir Spr\u00fcche anh\u00f6ren wie, dass ich das Pferd doch lieber verkaufen solle, weil ich ja eh nie in den gro\u00dfen Sport komme. Das sollte doch lieber jemand anderes machen, bei dem man das Pferd auch der gro\u00dfen B\u00fchne sehen kann. Das war f\u00fcr mich schon sehr hart und auch schwer. Da in Mannheim dann noch fokussiert zu bleiben. Da habe ich mir dann auch selber Gedanken gemacht, ob das der richtige Weg ist, weil ich mich da auch noch nicht in Aachen oder irgendwo gesehen habe. Ich habe dann meine Schwester angerufen und habe geweint, weil ich mir auch selber so einen Druck gemacht habe. Aber sie und mein Papa haben mich wieder aufgebaut. Jetzt im Nachhinein, ist das nat\u00fcrlich eine gro\u00dfe Genugtuung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Auch weil Querida (v. Qualito) nicht das einfachste Pferd ist\u2026<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Stephi: \u201eSie hat ganz viel Qualit\u00e4t, ist ganz kompliziert, schwierig und hat super viel Blut. Heute sieht das immer alles super einfach aus, aber f\u00fcr Querida braucht man schon eine gute Gebrauchsanweisung. Ich reite sie zum Beispiel mit relativ langen Z\u00fcgeln, du darfst sie nicht so sehr anpacken. Auch das Abreiten und anschlie\u00dfende Einreiten in den Parcours muss perfekt getimt sein, weil sie so viel Adrenalin hat.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie habt ihr zusammen den gro\u00dfen Sprung von den 2-3 Sterne Turnieren auf die 5* B\u00fchne geschafft?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Stephi: \u201eDas war super schwer. Erst einmal habe ich niemanden als Sponsor oder Bef\u00fcrworter im Background, der sagt, die soll jetzt mal irgendwo reiten. Ich kann und will mich auch nicht irgendwo einkaufen, das ist nicht mein Ziel. Ich wollte es immer aus eigener Kraft schaffen. Ich bin auch nicht in eine Familie geboren, wo die Eltern selber schon im Gro\u00dfen Sport aktiv gewesen sind, sprich, die Kontakte fehlen. Ich bin also einfach viele 2- und 3- Sterne Turniere geritten, auch mal im Ausland und war auch echt gut unterwegs. Ich war zum Beispiel schon mehrmals \u00fcber 1,50m richtig gut platziert, in Spanien, in Holland und Belgien. Und wollte dann 2024, weil es auch bei mir fast in der Nachbarschaft ist, in Hagen bei Horses and Dreams die 3-Sterne-Tour reiten. Ich habe mal beim Bundestrainer angeklopft, aber der hatte meine Erfolge damals leider nicht so mitbekommen. Ich bekam eine Absage und stand noch nicht mal bei der 2-Sterne-Tour auf der Liste. Ich war echt entt\u00e4uscht, sauer und verletzt. Dann habe ich all meinen Mut zusammengenommen und in Warendorf angerufen. Gitta Auer hat mir dann einen netten Tipp gegeben und gesagt, ich solle doch mal den Holger Wulschner anrufen (damals noch im Springausschuss aktiv). Das habe ich dann auch gemacht. Ich sch\u00e4tze Holger auch sehr. Ich habe ihm dann erz\u00e4hlt, dass ich zwei unheimlich gute Pferde habe und auch schon gr\u00f6\u00dfere Turniererfolge aus dem Ausland vorweisen kann. Er sagte, ich solle Otto Becker einfach mal zwei Videos schicken von den Pferden und einen netten Text dazu. Das habe ich dann auch gemacht. Dann rief Otto mich zur\u00fcck und sagte, das sieht ja ganz gut aus, oder? In der Folge bekam ich die Startgenehmigung f\u00fcr die 2-Sterne-Tour in Hagen. Ich habe dann den Gro\u00dfen Preis gewonnen im Stechen, Richi Vogel war Zweiter. Da habe ich gezeigt, dass ich auch schnell reiten kann. Und dann bekam ich von Holger Wulschner die Zusage, dass ich in Hohen Wieschendorf auf 4-Sterne Niveau starten durfte. Dann war ich in Redefin, Wiesbaden und Balve vorne platziert. Immer mit den zwei Pferden. Ich wurde auch als  F\u00fcnfte beim Nationenpreis mitgenommen. Aber trotz vieler Platzierungen durfte ich dann wieder in M\u00fcnster nicht reiten. Da war ich echt angefressen, die Pferde waren super in Schuss und wieder durfte man nicht los. Dann habe ich mich kurzfristig entschieden, im Herbst noch einmal nach Spanien zu fahren f\u00fcr 2 Wochen. Da habe ich wieder den 3-Sterne-Gro\u00dfen Preis gewonnen. Danach durfte ich im Dezember in Frankfurt reiten, in Leipzig dagegen wieder nicht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Stephi de Boer, die wie sie selber sagt, auch schon mal stur sein kann, suchte erneut das Gespr\u00e4ch mit dem Bundestrainer\u2026&nbsp;<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Stephi: \u201cIch all meinen Mut zusammengenommen und Otto Becker angerufen und gefragt, ob er sich mal Zeit nehmen k\u00f6nnte f\u00fcr ein l\u00e4ngeres Gespr\u00e4ch. Dann habe ich ihm meine Situation geschildert und gesagt, dass ich mich nicht ernst genommen f\u00fchle, ich nicht ab und an mal sch\u00f6ne Turniere reiten m\u00f6chte, sondern dass ich nach oben will, mein Ziel Aachen ist. Das w\u00e4re noch alles sehr weit weg. 4- und 5-Sterne seien ja noch etwas anderes als 2- und 3-Sterne, war seine Antwort. Mit einer Startgenehmigung in Leipzig konnte er mir nicht helfen. Ich habe mich dann auf die Au\u00dfen-Saison konzentriert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In Hagen in diesem Jahr durfte ich dann starten, wurde am Ende Vierte im Gro\u00dfen Preis. Im Anschluss kam Otto ins Stallzelt und sagte: \u201egut, gut\u201c. Danach durfte ich eigentlich \u00fcberall starten, in Mannheim, in Hamburg. Das war f\u00fcr mich auch ganz viel wert. Dann hatte ich noch ein Nationenpreisdeb\u00fct in D\u00e4nemark. Da war der Co-Bundestrainer Ralf Runge mit und mit dem habe ich mich echt gut unterhalten. Das hat dort alles sehr viel Spa\u00df gemacht. So bin ich einfach peu a peu ein bisschen mehr aufgefallen, auch durch diese Konstanz.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Dann kam die DM in Balve mit dem Sieg und trotzdem habe ich noch gezittert, ob es mit dem Startplatz in Aachen klappt.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Was steht noch auf Deiner Bucket Liste?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Stephi lacht: \u201eIn den letzten Wochen wurde ganz viel abgehakt. Den Gro\u00dfen Preis in Aachen reiten und ein Nationenpreis auf 4 oder 5 Sterne Niveau stehen aber noch auf der Liste.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was macht f\u00fcr Dich heute einen guten Reiter aus?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Stephi: \u201eDass man sich auf ein Pferd einstellen kann und man es auch so l\u00e4sst, wie es sein m\u00f6chte. Und nicht versucht, das Pferd zu \u00e4ndern. Ein guter Reiter ist f\u00fcr mich jemand, der mit einem Pferd langfristig gute Runden zeigen kann. Wenn \u00e4ltere Pferde auch noch im Gro\u00dfen Sport gehen, dann ist schon ganz viel richtig gemacht worden. Es liegt ganz viel auch an gutem Pferdemanagement.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein gef\u00fchlvoller Reiter f\u00fcr mich, dem ich auch gerne auf dem Abreiteplatz zusehe und mit dem ich mich auch gerne unterhalte, ist Steve Guerdat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Entwickelt sich der Reitsport in die richtige Richtung?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Stephi: \u201eDie gr\u00f6\u00dfte Baustelle, die wir im Reitsport momentan haben, ist, dass wir nicht transparent genug sind. Ich w\u00fcrde auch gerne Leute zu mir einladen, damit sie sehen, wie gut es meine Pferde haben. Die sind den halben Tag auf der Weide, kommen noch in die F\u00fchrmaschine, ich gehe ausreiten, die haben sch\u00f6ne Boxen. Die meisten wissen gar nicht, wie viel wir uns um unsere Pferde k\u00fcmmern. Die haben es besser, als ich es habe. Die Box meiner Pferde ist gr\u00f6\u00dfer als mein Schlafzimmer.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Was sagst Du Leuten, die den Sport abschaffen wollen<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Stephi: \u201eDer Sport ist so besonders, weil man ein Tier als Partner hat und der Sport mit so viel Leidenschaft verbunden ist. Kein Reiter hat aus finanziellen Gr\u00fcnden oder wegen des Erfolgs mit diesem Sport angefangen. An Anfang steht immer das Pferd, nicht Geld und der Erfolg. Keiner hat angefangen und wusste, wo er enden wird in diesem Sport. Alle haben angefangen, weil sie diese gro\u00dfe Leidenschaft f\u00fcr die Pferde teilen. Diesen Sport abzuschaffen w\u00e4re echt schrecklich.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Text und Interview: Corinna Philipps<\/p>\n\n\n\n<p>Fotos: Julie Suhr&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stephi de Boer hat den gro\u00dfen Sprung geschafft: Mit einer gro\u00dfen Portion Mut, enormer Willensst\u00e4rke, gro\u00dfer Beharrlichkeit und viel Ehrgeiz k\u00e4mpfte sich 35-J\u00e4hrige in diesem Jahr erfolgreich auf die gro\u00dfe 5-Sterne-B\u00fchne. 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