{"id":93091,"date":"2025-11-25T11:58:26","date_gmt":"2025-11-25T10:58:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/?p=93091"},"modified":"2025-11-25T12:10:36","modified_gmt":"2025-11-25T11:10:36","slug":"mit-einem-pferd-ist-die-sprache-oft-klarer-als-mit-vielen-menschen-max-kuehner-im-exklusiv-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/en\/index.php\/2025\/11\/25\/mit-einem-pferd-ist-die-sprache-oft-klarer-als-mit-vielen-menschen-max-kuehner-im-exklusiv-interview\/","title":{"rendered":"&#8220;Mit einem Pferd ist die Sprache oft klarer als mit vielen Menschen.&#8221; Max K\u00fchner im Exklusiv-Interview"},"content":{"rendered":"\n<p>Ihm sieht man beim Reiten einfach gerne zu: Max K\u00fchner ist ein feiner Stilist im Springsattel, seit Jahren konstant auf internationalem Top-Level unterwegs. Zahlreiche Erfolge hat der 51-j\u00e4hrige studierte Betriebswirt bereits erreicht \u2013 darunter der Gesamtsieg der Global Champions Tour 2024, ein Rolex-Grand-Prix-Triumph (2021 in \u2019s-Hertogenbosch) sowie EM-Bronze mit der \u00f6sterreichischen Mannschaft in Mailand. Der geb\u00fcrtige Bayer, der seit 2015 aus sportlichen Gr\u00fcnden f\u00fcr \u00d6sterreich startet, gilt als jemand, der reflektiert, den Austausch sucht und sich aktiv f\u00fcr den Sport einsetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben mit Max K\u00fchner \u00fcber &#8220;den Kommunikationsfehler&#8221; zur neuen FEI-Blood-Rule, \u00fcber unpassende Begrifflichkeiten, seine schonende Ausbildungsphilosophie f\u00fcr junge Pferde und \u00fcber sein neues, besonders talentiertes Nachwuchspferd gesprochen. Au\u00dferdem verr\u00e4t der Vater dreier T\u00f6chter, warum er gelegentlich in der Box seines Lieblingspferdes schl\u00e4ft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eBlue ist und bleibt meine Nummer eins\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ist Elektric Blue P. noch immer Dein Best- und Herzenspferd \u2013 und planst Du ihn f\u00fcr die WM 2026 in Aachen ein?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Max K\u00fchner lacht: \u201eJa! Da kommt auch keiner ran. Wir haben Blue Ende zweij\u00e4hrig gekauft, er ist bereits achtj\u00e4hrig seine ersten 5*-Turniere gegangen und springt seitdem konstant auf h\u00f6chstem Niveau. Die WM in Aachen w\u00e4re unser gro\u00dfes gemeinsames Ziel. Grunds\u00e4tzlich schauen wir ihn sehr schonend einzusetzen und machen die letzten Jahre nur etwa 12 Turniere pro Jahr.<\/p>\n\n\n\n<p>Andererseits ist Blue ein Pferd, das sehr gerne aufs Turnier f\u00e4hrt. Zuhause ist er meist nicht so gl\u00fccklich wie auf dem Turnier. Trotzdem muss ich mit seinen Spr\u00fcngen haushalten. Wenn wir ihm eine Pause geben, ist es gar nicht so leicht, ihn zufrieden zu halten. Er ist das Turnierleben gewohnt, dort ist er immer die Nummer eins \u2013 das sp\u00fcrt er genau und nimmt es auch ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuhause kann ich nicht an seiner Box vorbeigehen, ohne bei ihm stehenzubleiben. Sonst werde ich lautstark \u201aangeschrien\u2018 \u2013 er wiehert dann sofort. Nat\u00fcrlich bekommt er zuhause keine 15 Stunden Aufmerksamkeit, aber sein Programm ist voll: Spazierg\u00e4nge, Koppel, Reiten, Arbeit an der Longe. Er ist st\u00e4ndig in Bewegung, aber eben nicht permanent im Zentrum wie auf dem Turnier, wo seine Box den ganzen Tag offen ist und er alles beobachtet: andere Pferde, den Pfleger, den Ablauf. Zuhause ist er immer wieder einige Stunden auf sich gestellt, und das mag er eigentlich nicht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eEr ist sehr menschenbezogen \u2013 und ja, manchmal eifers\u00fcchtig\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wird Blue dann auch eifers\u00fcchtig?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Max schmunzelt: \u201eJa, er ist einfach die Nummer eins. Er steht zuhause nur mit zwei anderen Pferden im Stall, weil er Pferde um sich herum nicht so gerne mag \u2013 Menschen dagegen sehr. Wenn wenig los ist und ich mich ausruhen m\u00f6chte, lege ich mich mit einer Liege zu ihm in die Box, und das findet er super. Auch unser Pfleger macht das. Oft legt sich Blue dann sogar dazu. Man muss nur aufpassen, dass er einen dabei nicht zwickt. Dieses freche, nicht b\u00f6se gemeinte Zwicken macht er auch beim Spazierengehen \u2013 da muss man aufpassen, sonst gibt\u2019s blaue Flecken.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eDiese Bindung entsteht durch gemeinsame H\u00f6hen und Tiefen\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ist er Dein \u201eonce in a lifetime horse\u201c?<\/em><\/strong><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Max: \u201eMit Chardonnay hatte ich auch eine ganz besondere Beziehung. Aber Blue hat nat\u00fcrlich unglaublich viel f\u00fcr mich getan. Wir sind seit vielen Jahren zusammen, haben H\u00f6hen und Tiefen erlebt. Da macht man sich viele Gedanken: Wie kann ich etwas besser machen? Werde ich dem Pferd gerecht? Wie wird er gl\u00fccklicher? Ist er gesundheitlich voll fit? Das schwei\u00dft emotional zusammen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausbildungsphilosophie: klassische Basis, feine Abstimmung, klare Kommunikation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Was ist Deine Philosophie im Springsport und bei der Ausbildung junger Pferde?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Max: \u201eIch bin ein Vertreter der klassischen Reitweise. Mir ist eine gute dressurm\u00e4\u00dfige Basis wichtig, weil meine Reiterei das braucht. Ich m\u00f6chte eine feine Abstimmung und ich m\u00f6chte, dass das Pferd mich versteht. Die gr\u00f6\u00dfte Freude ist f\u00fcr mich, wenn ich mit dem Pferd gemeinsam etwas erreiche und wir anfangen uns gegenseitig zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wird dann richtig spannend, wenn Pferd und Reiter eine gemeinsame \u201aBubble\u2018 haben \u2013 eigentlich meine ich damit so etwas wie eine gemeinsame Cloud. Was wir tun, wird dort gemeinsam entschieden. Es funktioniert heute nicht mehr, dass ich sage: \u201aDu machst das jetzt\u2018 und das Pferd macht es dann. Das w\u00e4re viel zu langsam, daf\u00fcr ist der Sport heute zu schnell. Es geht um nahezu synchrones Arbeiten. Als Beispiel erz\u00e4hle ich dazu auch gerne von dem Vogelschwarm in dem hunderte V\u00f6gel synchron fliegen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eMan muss sich aufeinander einlassen und Kompromisse machen\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie entsteht diese Cloud, die ja auf gro\u00dfem Vertrauen basiert?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Max: \u201eIndem man sich miteinander auseinandersetzt \u2013 in allem. Man lernt sich kennen, stimmt sich ab und macht auch Kompromisse. Ich finde mit einem Pferd ist die Sprache oft klarer als mit vielen Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Meistens habe ich junge Pferde, die ich mit meinem Team selbst aufbaue. Eine wichtige Rolle spielt dabei Helmut Sch\u00f6nstetter. Er betreut mit seinem Team 15\u201320 junge Pferde von uns und arbeitet nach dem gleichen System. Seine Reitweise ist klar, simpel und f\u00fcr Pferde schnell verst\u00e4ndlich. Die Pferde gehen ein paar Turniere, dann zur\u00fcck auf die Koppel \u2013 und wir starten erneut.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eWiederholung gibt den Pferden Sicherheit und mentale St\u00e4rke\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>In welchem Alter beginnt ihr die Ausbildung?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Max: \u201eWir reiten die Pferde Ende drei-, Anfang vierj\u00e4hrig an. Das dauert meist nicht lange, weil alles sehr einfach gehalten wird. Nach drei Monaten gehen sie erste kleine Parcours und dann wieder zur\u00fcck auf die Koppel. Danach kommen sie wieder, werden erneut antrainiert, gehen ein paar Turniere \u2013 und wieder zur\u00fcck auf die Koppel. Diese Wiederholung ist enorm wichtig, weil sich dadurch alles festigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir reden bei Menschen mittlerweile st\u00e4ndig \u00fcber Burnout. Wenn ich ein junges Pferd ohne Pausen permanent steigere \u2013 heute 5 % mehr als gestern, in einem Monat noch besser \u2013 funktioniert das nicht. Nach zwei bis drei Monaten Koppel fange ich bewusst wieder unten an. Wenn ein Pferd nach einer Woche wieder gut au\u00dfen heruml\u00e4uft, freue ich mich, auch wenn das nur 30\u201340 % von vorher sind.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das Pferd ist das motivierend, weil es etwas wiedererkennt und versteht. Pferde freuen sich, wenn sie etwas begreifen und gut mitmachen k\u00f6nnen \u2013 das schafft mentale Erfolgserlebnisse und festigt die Ausbildung.<\/p>\n\n\n\n<p>Blue stand zum Beispiel Anfang Januar zuhause im halben Meter Schnee und gewann sechs Wochen sp\u00e4ter bei der Sunshine Tour das Finale der jungen Pferde, ein Weltranglistenspringen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eIch brauche Pferde mit eigenem Antrieb\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ab welchem Alter nimmst Du die Pferde selbst in die Hand?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Max: \u201eMeistens hole ich mir die 6- bis 7-J\u00e4hrigen immer wieder mal zu mir, aber nur ein oder zwei gleichzeitig. Dann wechseln wir wieder durch. Ich reite viel Dressur mit ihnen, springe etwas, f\u00fchle mich ein und mache mir ein Bild. Danach bekommt Helmut Feedback.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eDas Pferd soll eine eigene Motivation entwickeln\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie erh\u00e4ltst Du die Motivation der Pferde?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Max: \u201eIch vergleiche das oft mit meinen Kindern. Ich mache ihnen nicht alles leicht und motiviere sie nur, sondern verlange auch, dass sie Dinge richtig machen. Und sie freuen sich, wenn es klappt, weil sie merken: \u201aDas wollte ich jetzt.\u2018<\/p>\n\n\n\n<p>Ich versuche also, eine eigene Motivation beim Pferd zu erzeugen. Es ist nicht meine Aufgabe, ein st\u00e4ndiger \u201aBespa\u00dfer\u2018 zu sein \u2013 das w\u00e4re nicht nachhaltig. Die Vorstellung, dass der Reiter das Pferd permanent unterhalten muss, ist falsch. Das Pferd soll von sich aus Freude am Sport entwickeln.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eDas Gef\u00fchl entscheidet \u2013 der Funke muss \u00fcberspringen\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wonach suchst Du bei einem Pferd?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Max: \u201eDas Wichtigste ist das Gef\u00fchl \u2013 besonders, wenn ich drauf sitze. Es geht darum, ob ich gerne mit diesem Pferd zusammenarbeite. Ich bin viele tolle Pferde geritten, aber bei manchen sprang der Funke nicht \u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich mag Pferde mit viel Blut und eher zu gro\u00dfer Motivation. Diese Pferde werden bei mir meist ruhiger und gelassener. Ein Pferd, das ich st\u00e4ndig bitten muss, geht f\u00fcr mich nicht \u2013 das passt nicht zu meiner Reiterei.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eNeue Pferde finden wir auf vielen Wegen\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie und wo findest Du neue Pferde?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Max: \u201eUnsere Suche ist breit aufgestellt. Wir arbeiten mit einer Software zur Vorauswahl, haben Leute, die f\u00fcr uns Pferde anschauen, und ein gro\u00dfes Netzwerk. Oft bekommen wir spannende Pferde angeboten.<\/p>\n\n\n\n<p>Manchmal sind die Geschichten kurios \u2013 wie bei meiner Nachwuchshoffnung Kurt D Z. Der Z\u00fcchter stand eines Tages einfach bei mir auf dem Hof. Kurt ist klein, und ich sehe auf ihm sicher nicht optimal aus, aber das Pferd hat etwas. Er hat mich sofort gepackt. Ich erhoffe mir viel von ihm, auch wenn manche anfangs gelacht haben. Aber ich glaube: Irgendwann lache ich.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eWenn meine T\u00f6chter reiten, bin ich viel nerv\u00f6ser\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie aufgeregt bist Du, wenn deine T\u00f6chter reiten?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Max: \u201eViel mehr als bei mir selbst, weil ich dann keinen Einfluss habe. Sie erleben den Sport mit all seinen sch\u00f6nen, aber auch schwierigen Seiten. Spitzenreiter stehen unter Druck, besonders in Deutschland \u2013 das bekommen sie direkt mit.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eDie aktuelle Kritik belastet \u2013 vor allem die Art, wie sie ge\u00e4u\u00dfert wird\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie belastend ist die Kritik am Springsport f\u00fcr Dich?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Max: \u201eSehr. Wir geben unser ganzes Leben dem Sport. Wir sind 45 bis 50 Wochen im Jahr unterwegs, w\u00e4hrend andere schlafen oder Freunde treffen. Wir denken st\u00e4ndig an die Pferde. Und wenn etwas nicht optimal l\u00e4uft, kommt sofort eine heftige Reaktion.<\/p>\n\n\n\n<p>Schwierig ist vor allem die Art dieser Reaktionen: Die Lautesten haben nicht mal einen Namen. Es fehlt an normaler, konstruktiver Kritik. Stattdessen wird sofort verurteilt. Bei Tieren ist das emotional aufgeladener \u2013 das macht es extremer.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eDer gesamte Prozess war ungl\u00fccklich \u2013 vom Namen bis zur Kommunikation\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie siehst Du die neue FEI-Blood-Rule? Du warst lange Reitersprecher.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Max: \u201eDer gesamte Prozess ist sehr ungl\u00fccklich. Es beginnt mit dem Namen, den ich gar nicht mehr ausspreche. Mit so einer \u00dcberschrift kann man nur ablehnend reagieren. Die FEI h\u00e4tte das komplett anders aufsetzen m\u00fcssen. Sie darf nicht ignorieren, was drau\u00dfen passiert. Wir m\u00fcssen die Welle der Kritik in den Griff bekommen und mit den Leuten \u2013 auch in den sozialen Medien \u2013 in Kontakt treten. Ihre Stimmen m\u00fcssen geh\u00f6rt werden, aber nat\u00fcrlich auch die der anderen Parteien. Sonst entsteht kein faires Bild. Im Moment findet ein regelrechter Krieg ohne Regeln statt.<\/p>\n\n\n\n<p>Inhaltlich geht es eigentlich um etwas anderes: um Situationen im Parcours, in denen man das Pferd so stark unterst\u00fctzen muss, dass ein kleiner Kratzer durch den Sporen entsteht. Ohne diese Unterst\u00fctzung k\u00f6nnte es passieren, dass Pferd und Reiter in einer Kombination st\u00fcrzen \u2013 mit weit schlimmeren Folgen. Dann ist ein kleiner Kratzer zwar nicht gut, aber im Vergleich die sicherere Variante. Ich vergleiche es mit einem blauen Fleck vom Sicherheitsgurt nach einer Vollbremsung \u2013 nicht sch\u00f6n, aber man lebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich h\u00e4tte auch mit der alten Regel leben k\u00f6nnen, aber bei Championaten ohne Streichergebnis ist eine Disqualifikation f\u00fcr das gesamte Team massiv \u2013 und oft ungerecht. Das h\u00e4tte man auch so kommunizieren m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und klar: Die neue Regel ist keine Entsch\u00e4rfung. Das Strafma\u00df ist h\u00f6her. Fr\u00fcher wurde man aus der Pr\u00fcfung eliminiert \u2013 damit ist keinem Pferd geholfen. Jetzt gilt: zwei Kratzer innerhalb von 12 Monaten, egal mit welchem Pferd, bedeuten einen Monat Sperre. Das sind bei uns vier bis f\u00fcnf Turniere mit mehreren Pferden. Das ist eine deutliche Versch\u00e4rfung. Aber es trifft nicht mehr automatisch die Teamkollegen \u2013 diese \u201aSippenhaft\u2018 war rechtlich nie haltbar.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eEin Monopol muss Verantwortung \u00fcbernehmen \u2013 und sauber kommunizieren\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Hoffst Du, dass sich die Kommunikation zur Regel verbessert?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Max: \u201eWir sind in dem Weltverband FEI als Monopol organisiert. Das hat Vorteile, aber der Anspruch ist hoch. Die FEI muss Pferde sch\u00fctzen, den Sport sch\u00fctzen, aber auch uns Reiter sch\u00fctzen. Solche Kommunikationsfehler d\u00fcrfen nicht passieren. Es braucht qualifizierte \u00dcberlegungen, wie man das besser macht \u2013 vielleicht mit einer spezifischen \u201aSporenregel\u2018, die dem tats\u00e4chlichen Szenario gerecht wird.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eDer Sport bleibt \u2013 aber die Frage ist, wo\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Glaubst Du, dass es den Sport in 20 Jahren noch gibt?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Max: \u201eDen Sport wird es ganz sicher geben. Er entwickelt sich weltweit enorm. Wie er in Europa oder Deutschland aussehen wird, kann ich nicht sagen. Aber anderswo wird es ihn sicher weiter geben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Interview f\u00fchrten Corinna Philipps und Julie Suhr f\u00fcr&nbsp;<\/strong><a href=\"http:\/\/spring-reiter.de\/\"><strong>spring-reiter.de<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ihm sieht man beim Reiten einfach gerne zu: Max K\u00fchner ist ein feiner Stilist im Springsattel, seit Jahren konstant auf internationalem Top-Level unterwegs. 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