Sanne Thijssen wehrt sich gegen FEI Sperre!
Hier waren sie noch erfolgreich im Parcours unterwegs: Sanne Thijssen und Sara Foto: Sanne Thijssen

Sanne Thijssen wehrt sich gegen FEI Sperre!

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„Die FEI hat einen riesigen Fehler gemacht.!“ Mit diesen Worten kündigt die international erfolgreiche Springreiterin Sanne Thijssen im exklusiven Gespräch mit spring-reiter.de jetzt rechtliche Schritte gegen die FEI an. Der internationale Verband hat die niederländische Springreiterin für ein halbes Jahr gesperrt. Beim CSI4*-Turnier in Liverpool Ende 2017 war ihre Stute Sara Galotiere  im Parcours verunglückt und musste eingeschläfert werden. Nun stehen Pferd und Reiter auf der Liste der „Pending cases“ der FEI, denn bei der Stute war die im Bereich „kontrollierte Medikation“ geführte Substanz Ketamin gefunden worden. Ketamin fällt in die Gruppe der Narkosemittel und Schmerzstiller.

„Die FEI hat das bereits tote Pferd nach dem Unfall ohne unser Wissen und nicht im Beisein des Pflegers untersucht und einen Doping Test genommen. Wir wussten von nichts!“, empört sich Sanne Thijssen im Gespräch mit spring-reiter.de. Nach  Aussage der Springreiterin war die Stute nach einem Sprung ins Straucheln gekommen und konnte nicht mehr auftreten. Ein Tierarzt vor Ort gab der Stute ein schmerzstillendes Medikament, um diese zu beruhigen, am Ende musste die Stute jedoch eingeschläfert werden. Ein herber Verlust für die junge Amazone.

„Diese Medikamente hat die Stute natürlich nach dem Unfall zur Schmerzbehandlung erhalten, mit dem Medikament kann kein Pferd laufen oder gar springen“, rechtfertigt sich Sanne Thijssen. Sie hat sich jetzt einen Anwalt genommen, um gegen die Entscheidung und das Vorgehen der FEI vorzugehen. An den Start bei den VR Classics, wo Sanne Thijssen eigentlich diese Woche starten wollte, ist derzeit nicht zu denken.