Wenn reiche Väter ihre Töchter fördern
Da gewannen sie noch gemeinsam ein Springen nach dem anderen: Roger Yves Bost und Sydney Une Prince Foto: FEI/Dirk Caremans

Wenn reiche Väter ihre Töchter fördern

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Reiche Väter bleiben das effektivste Raketentriebwerk für die Karriere junger US-amerikanischer Reiterinnen. Die Daddys sorgen dafür, dass immer wieder hochkarätiger vierbeiniger Nachschub in die Stallungen kommt. Im wahrsten Sinne des Wortes: um fast jeden Preis. Was dann insgesamt die Preise hochtreibt.

Jüngstes Beispiel ist der Boxen-Wechsel von Roger Yves Bosts Goldmedaillen-Partner Sydney Une Prince. James Dinan, amerikanischer Multimillionär (mindestens) und einer der bedeutendsten Hedge Fund Manager der USA, hat die zwölfjährige Baloubet du Rouet-Tochter für seine 25jährige Tochter Katherine „Katie“ gekauft. Der Preis blieb geheim, aber da Daddy vor drei Jahren schon bereit war, 1,4 Millionen Euro bei einer Online-Auktion für den damals zehnjährigen Iren Dougie Douglas zu zahlen, lässt sich die Größenordnung schon verlässlich taxieren. Der Schweizer Beat Mändli, der als Trainer die junge Amazone betreut, sagte einmal, er habe „einen Blankoschein, wenn es passt“.

Katie Dinan ist in guter Gesellschaft. Jessica Springsteens Vater, Rock-Star „Boss“ Bruce Springsteen, hat scherzhaft bereits angemerkt, dass er eigentlich nur noch für die Pferde-Finanzierung seiner Tochter auftrete. Bill Gates Tochter Jennifer hat auch gerade zwei neue Kracher in ihren Stall bekommen. Und die Tochter von Apple-Gründer Steve Jobs, Eve, galoppiert ebenfalls wohl ausgestattet durch die teuersten Parcours der Welt. Alexandra Thornton wiederum, Tochter des Ex-Presidents von Goldman Sachs, die inzwischen für Großbritannien startet, hat sich zum Ende des Jahres 2017 gerade mit zwei neuen Top-Pferden eindecken können: mit Cornetto K, dem „Scheidungskind“ von Milliardärs-Erbin Athina Onassis und Doda de Miranda, und mit Living The Dream aus demselben Stall.