Mit dem Speed von HGW – Sieg für Hemeryck in Groß Viegeln
Entspannte Sieger: Rik Hemeryck (BEL) und Ulyss Morinda Foto: Thomas Hellmann

Mit dem Speed von HGW – Sieg für Hemeryck in Groß Viegeln

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„Ich habe das schnelle Reiten bei Hans Günter Winkler gelernt!“, strahlt er und verschenkt sein Sieger-Blumensträußchen an eine junge, ihm unbekannte Dame – nicht ohne charmantes Lächeln. Vor 20 Jahren war Rik Hemeryck zwei Jahre im Stall von Winkler in Warendorf tätig, den HGW-Speed hat er noch immer. In sagenhaften 33,36 Sekunden ist der Belgier heute durch die zweite Phase im Preis der Firma Bauzentrum Gebr. Löffler GmbH, der ersten Prüfung der Großen Tour, gesaust – uneinholbar zum Sieg bei den DKB-Pferdewochen in Groß Viegeln. Der erste Gratulant war Paul Schockemöhle mit schelmischem Grinsen: „Gib zu, Du konntest Dein Pferd nicht mehr bremsen, deshalb warst Du so schnell.“ Hemeryck lacht, klopft seinen Siegerpartner, den zehnjährigen französischen Scheckhengst Ulyss Morinda v. Utah van Erpekom, und erklärt völlig entspannt: „Ich bin zwar ein ruhiger Typ, aber ich gewinne gerne.“ Seit drei Jahren sitzt der belgische Spring-Profi im Sattel des Hengstes, einige Große Preise hat er schon mit ihm gewonnen, aber am Sonntag wird er in Groß Viegeln bei seinem ersten Vier-Sterne-Großen Preis an den Start gehen.

Genauso wie der Sieger strahlte der Zweitplatzierte. Im November vergangenen Jahres hatte sich Friso Bormann den Fuß gebrochen – eine langwierige Angelegenheit. „Ich war gar nicht so überzeugt davon, dass ich hier an den Start gehen sollte“, gesteht der der 25-Jährige, „aber danke an Holger, dass er mich eingeladen hat, und mein Vater hat ein bisschen Überzeugungsarbeit geleistet.“ Mit Crazy Cato, dem 13-jährigen Calido-Sohn von seiner Tante gezogen, brauchte er 33,91 Sekunden für die zweite Phase, Platz zwei. Dritter wurde der Chefbereiter des Gestüts Eichenhain, Harm Lahde. Am vergangenen Wochenende war er bei den Deutschen Meisterschaften in Balve knapp am Treppchen vorbei gesprungen, heute mit Oak Grove’s Flickering Star auf Platz drei und er gestand: „Das war schon gut, aber jetzt bin ich so richtig motiviert für die nächsten beiden Tage hier, vor allen Dingen für den Sonntag…“

Begeistert von seiner Prüfung war Karl-Heinz Löffler, einer der Firmengründer des Bauzentrums Gebrüder Löffler: „Das war ein richtig schweres Springen, sehr guter Sport und meinen aufrichtigen Glückwunsch an die drei Herren auf den ersten Plätzen.“ Löffler gehört schon lange zu den Unterstützern der DKB-Pferdewochen in Groß Viegeln, „weil hier an alles und alle gedacht wird und weil Holger ein absolutes Vorbild ist – nicht nur für die jungen Reiter, auch für die älteren.“

Klares Statement mit viel Applaus

Während der Zwei-Phasenspringprüfung kam es zu einer aufwühlenden Szene. Der Brite Ben Talbot verlor im Parcours die Beherrschung und strafte sein Pferd Everglade mit solcher Härte, dass er sofort zum Richterturm gerufen wurde. Das Richtergremium mit Rob Hatzmann, Peter-Jürgen Nissen und Bent Schultz und Hausherr Holger Wulschner waren sich sofort einig. Talbot wurde des Turniers verwiesen. „Ich habe für dieses Verhalten absolut kein Verständnis“, betonte Wulschner. „Da müssen wir ganz klar Stellung beziehen und Zeichen setzen.“ Die Zuschauer begrüßten diese schnelle und klare Entscheidung mit lautem Applaus.

Zum ersten Mal FN-Besuch

Holger Wulschner hatte vergangenen Freitag den Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) zu seinem Turnier eingeladen, der hatte spontan zugesagt, war die knapp 500 Kilometer angereist und genoss einen entspannten, sportlichen und geselligen Freitag. „Das ist ein rundum tolles Turnier, von Profis organisiert“, war Sönke Lauterbach beeindruckt, „mit sehr viel Charme und Flair und dabei auch noch gemütlich im positivsten Sinn.“

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf www.wulschner.de

Alle Prüfungen werden LIVE! von Clipmyhorse.tv übertragen und sind später in der Mediathek einzusehen.

Eine Antwort

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