Deutsches U25-Team in Paris erfolgreich – mit Lob für die FN
Stolze Zweite beim Saute Hermes: Das deutsche U25-Team Laureen Budde und Maxime Perez Foto: Maxime Perez

Deutsches U25-Team in Paris erfolgreich – mit Lob für die FN

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Der Saut Hermes in Paris ist ein in vielerlei Hinsicht ungewöhnliches Turnier: An den drei Tagen dieser CSI5*-Veranstaltung stehen insgesamt nur zehn Prüfungen auf dem Programm. Im Gegenzug ist dann das Preisgeld jedes Mal erlesen: Im Grand Prix zum Abschluss warteten auf den Sieger 132.000 Euro.

Zweite Besonderheit ist eine sehr umfangreiche Nachwuchsförderung innerhalb dieser Veranstaltung im Grand Palais von Paris: Ein Drittel der Prüfungen ist den U25-Reitern vorbehalten unter dem Titel Les Talents Hermes, gekrönt von einem Zweier-Team-Springen der Nationen am Finaltag.

Während Christian Ahlmann bei den Ü25-Prüfungen Schleifen und Prämien sammelte, bis hin zum zweiten Platz im Grand Prix am Ende, wurden die deutschen Farben bei den U25 von einer ungewöhnlichen Kombination höchst erfolgreich vertreten. Laureen Budde auf Gosbodino (Granni x Venu du Theil) gewann die Einzelwertung mit zwei sauberen Nullrunden vor der Schweizerin Lea de Coulon auf Jordan van’t Nachtegalehof (Kashmir van Schuttershof x Heartbreaker) und der Israelin Tressy Muhr auf Jimcy du Lys (Quincy quaprice x Venu du Theuil).

Im Team holte Laureen Budde Silber hinter den Briten Amy Inglis und Georgia Tame mit einem Partner, der zu Nachfragen zwang: Maxime Perez, der in der Einzelwertung mit seiner Oldenburger Stute Extra (Elliot van Ter Hulst x l’Avian) nach einem Abwurf in der ersten und null in der zweiten Runde Neunter geworden war.

Maxime Perez hat es spring-reiter.de erklärt: „Ja Ich bin seit letztem Jahr für Deutschland unterwegs. Ich bin Deutscher und Franzose und war bis Oktober 2018 für Frankreich auf den Turnieren. Erstens wollte ich wegen meiner Familie lieber für Deutschland starten und ich bin jetzt stolz darauf. Zweitens habe ich es auch wegen der französischen Federation geändert. Leider werden viele Reiter in Frankreich nicht richtig unterstützt, und es ist deshalb kompliziert,ein Programm zu erstellen für unsere sportliche Entwicklung. Das ist ganz anders bei der deutschen FN.Iich bin sehr froh, weil ich von Anfang an gut betreut werde und immer Hinweise bekomme, welche Turniereanstehen und was für mich und meine Pferde am besten ist.“

Ach ja, angemessenes Preisgeld für ein 1,45 m-Springen war in Paris natürlich auch ausgesetzt: 25.000 Euro.