Daniel Deusser startet wieder für Deutschland – Bald auch Christian Ahlmann?
Er startet wieder für Deutschland im Nationenpreis: Daniel Deusser Foto: spring-reiter.de

Daniel Deusser startet wieder für Deutschland – Bald auch Christian Ahlmann?

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Bundestrainer Otto Becker hat bei der Jahrespressekonferenz der FN in Warendorf eine frohe Botschaft verkündet: „Wir freuen uns, dass es eine Annäherung mit Daniel Deusser gibt. Er ist wieder dabei und steht dem deutschen Team zur Verfügung.“ Nach jahrelangem Streit um die Athleten-Vereinbarung und schlechten Erinnerungen des derzeit Weltranglisten-Dritten an das Agieren seines Verbandes stand zwischenzeitlich sogar ein Wechsel von Daniel Deusser nach Belgien als Möglichkeit im Raum.

Aber Otto Becker setzte noch einen drauf: „Wir freuen uns, dass Daniel wieder dabei ist. Unser Ziel ist es, dass auch Christian Ahlmann wieder mit im Boot ist. Mit Christian verbinde ich viele emotionale Momente, wir haben viel zusammen erlebt. Er ist ein Teamplayer.“

Das heißt: Daumendrücken, dass auch der Weltranglisten-Sechzehnte wieder für Deutschland startet.

Damit es überhaupt so weit kam, musste FN-Präsident Breido Graf Rantzau mit Bundestrainer Otto Becker auch noch einmal zu den beiden Umworbenen nach Hause fahren. Denn es ging ja nicht nur um Gegenwart und Zukunft, sondern auch um Vergangenheitsbewältigung. Sowohl Deusser als auch Ahlmann waren in schwierigen Situationen von ihrem eigenen Verband nicht unterstützt, sondern zusätzlich belastet worden – bis hin zu gerichtlichen Auseinandersetzuingen.

DOKR-Geschäftsführer Dennis Peiler fasste das Ergebnis der Einigungsgespräche so zusammen: „Wir haben vereinbart, die Kadervereinbarungen für alle unsere Aktiven vorerst auszusetzen bzw. auf den darin enthaltenen Katalog der Vertragsstrafen zu verzichten! Das gilt unter anderem für das Führen der Stallbücher, aber natürlich nicht für die bekannten Dopingregeln. Es gibt auch keine Extraentscheidungen für Daniel Deusser und Christian Ahlmann. Das DOKR wird mit allen Angehörigen der Leistungskader intensive Gespräche führen und dafür einen Runden Tisch einrichten. Am Ende soll eine neue Kadervereinbarung stehen.“ Selbstverständlich bleibe die Pflicht bestehen, sich im Falle von Dopingproblemen der Sportgerichtsbarkeit zu unterwerfen und nicht vor ordentliche Gerichte zu gehen.