Wenn die Heimat Mecklenburg ruft, muss Rom warten
Einstimmen auf das CSI Redefin vor der Kulisse vom Schlosshotel Wendorf, wo Thomas Kleis' Pferde wohnen Foto: spring-reiter.de

Wenn die Heimat Mecklenburg ruft, muss Rom warten

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Nationenpreis und Rolex Grand Prix in Rom müssen auf ihn verzichten, wenn seine Heimat Mecklenburg-Vorpommern ruft: Holger Wulschner hat seinen sicheren Startplatz am Tiber gegen einen Start beim Pferdefestival Redefin vom 24. bis 26. Mai getauscht. Organisationschefin Bettina Schockemöhle war die Freude darüber am Dienstag anzusehen.

Auch bei dem CSI3*-Turnier im Mecklenburger Landgestüt sind die Herausforderungen groß und die Preisgelder reichlich, in diesem Jahr auf 185.000 Euro angewachsen. Der knappe Kommentar des zweiten Mecklenburger Top-Reiters, Thomas Kleis, lautete dazu: „Wenn es schwer ist, ist es gut – dann gehen auch viele Leute als Zuschauer dorthin.“ Und wenn dann noch der Eintritt für alle frei ist, steht dem Familien-Picknick höchstens noch das Wetter im Wege. Aber die Prognosen lassen hoffen. Weltklassereiter Rolf-Göran Bengtsson, seit vielen Jahren im benachbarten Schleswig-Holstein zu Hause, schwärmt jedenfalls von dem Turnier: „Es ist sehr familiär und irgendwie gemütlich.“

Sportlich sind die Höhepunkte klar definiert: das Championat des Landes Mecklenburg-Vorpommern am Samstagnachmittag, das ebenso wie der Große Preis der DKB am Sonntagmittag mit Weltranglisten-Punkten veredelt ist. Das CSI in Redefin ist zum ersten Mal Teil der Bemer Riders Tour, die zweite Station unmittelbar vor dem Hamburger Derby. Dementsprechend kämpft Weltklasse um die Punkte, zu einem großen Teil Wiederholungstäter der Riders Tour seit Jahren: Vorjahressieger Markus Beerbaum kommt mit Ehefrau Meredith, Janne Friederike Meyer-Zimmermann reist ebenso an wie der Niederländer Michel Hendrix, der Däne Sören Pedersen und der Ex-Derby-Sieger Pato Muente. Und eben die geballte Mecklenburger Reiter-Elite mit Holger Wulschner, Andre Thieme und Thomas Kleis, der in Redefin sein ehemaliges Top-Pferd Chades of Blue wieder treffen wird, jetzt mit seinem neuen Reiter Marco Kutscher.

Und wer sich zwischendurch vom großen Springsport erholen will, hat drei Möglichkeiten: großer Dressursport, Dog-Agility mit Qualifikation für Europa- und Weltmeisterschaft der Hundesportler sowie Fußball.

Denn auf dem Landgestüt wird schon lange ordentlich trainiert. Drei Azubis wollen gegen drei Weltklassereiter im Fußball antreten – selbstverständlich zu Pferde. Die gestütseigenen vierbeinigen Fußballer werden den Fremdreitern dafür gerne einmal zur Verfügung gestellt, wie der stellvertretende Gestütsleiter Rolf Günther die Gegner seiner Auszubildenden lockt.

Der NDR wird jedenfalls über die Tage in Redefin live und ausführlich  berichten genauso wie www.spring-reiter.de.