Happy End nach einem Jahr: Mansur und Vitiki zurück im Parcours
Danach war lange Pause: Yuri Mansur und Vitiki 2018 bei ihrem Auftritt im Turkish Airlines Preis in Aachen Foto: spring-reiter.de

Happy End nach einem Jahr: Mansur und Vitiki zurück im Parcours

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Manchmal und zum Glück gibt es ein Happy End auch nach schwersten Stürzen.

Im Juli 2018 ging beim CHIO ein Aufschrei des Schreckens durch die Aachener Soers. Denn beim Turkish Airlines Preis wird das Stechen der elf Besten zum Albtraum. Nach acht Fehlern, mit denen der erste Starter, Leopold van Asten mit Miss Untouchable, unversehrt ins Ziel kommt, findet der Brasilianer Yuri Mansur mit seinem Hannoveraner Hengst Vitiki auf dem Weg zu Hindernis drei, einem gigantischen DHL-Oxer, überhaupt keine passende Distanz. Pferd und Reiter krachen zwischen die Stangen, Yuri Mansur wird im Fallen noch von einem Huf getroffen – und heftige Lahmheit am rechten Vorderbein lässt das Schlimmste für Vitiki befürchten. Aber nach langen Schreckminuten kann der eilig hereingefahrene Notfall-Transporter wieder abfahren und ein mühsam humpelnder Fuchs verlässt aus eigener Kraft die Aachener Soers. Später stellen Tierärzte eine Verletzung des Fesselbeines fest, in einer Spezialklinik sollen weitere Untersuchungen gemacht werden.

Am nächsten Tag folgte ein wenig Entwarnung durch die Veranstalter: „Das Pferd „Vitiki“ des brasilianischen Springreiters Yuri Mansur, das sich gestern bei einem Sturz am Fesselbein verletzt hatte, ist heute mittag erfolgreich operiert worden. Der Hengst steht mit einem Gips in der Box. Reiter und Pferdebesitzer bedanken sich ausdrücklich für die Hilfe, die dem Pferd zuteil wurde, und die vielen guten Wünsche, die sie erreichten.“

Und jetzt, gut ein Jahr später? „Er fühlt sich besser als zuvor an“, jubelt Yuri Mansur über seinen elfjährigen Hannoveraner Vitiki (Valentino x For Expo). In Saint Tropez sind der Mann in der gelben Jacke und sein Fuchs zum ersten Mal wieder gestartet und haben zwei CSI2*-Springen über 1,20 m und 1,25 m erfolgreich absolviert. Yuri Mansur träumt schon von Olympia 2020 in Tokio: „Wenn Vitiki das schaffte, wäre es die tollste Geschichte.“

Alle drücken die Daumen!