„Big Ben“ erobert New York und gewinnt LGCT Finale – Ehning Zweiter im GP!
Sieger der LGCT 2019: Ben Maher mit Explosion W. Foto: Stefano Grasso/LGCT

„Big Ben“ erobert New York und gewinnt LGCT Finale – Ehning Zweiter im GP!

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Es ist die Saison des Briten Ben Maher mit seinem zehn Jahre alten vierbeinigen Superstar Explosion W: Der 36jährige gewann am Samstag den Longines Global Champions Tour Grand Prix von New York und holte sich damit nach 2018 wieder den Gesamtsieg in der weltweit höchstdotierten Serie im Springreiten. Er gewann im Teamwettbewerb Global Champions League (GCL) mit seinem Teamkollegen der London Knights, Martin Fuchs (SUI), die 18. und letzte Etappe, dominierte mit fünf Siegen in der Saison auch in diesem Wettbewerb und wurde auch hier Gesamtsieger. Der Vize-Europameister war der überragende Reiter des Jahres 2019 und sicherte sich am Schlusstag der  LGCT ein Preisgeld in Höhe von über 393 500, dazu kommt noch ein beträchtlicher Anteil am  GCL-Preisgeld und am GCL-Bonus.

Nach dem Sieg im Stechen des erstmals in New York ausgetragenen LGCT Grand Prix (0/34.08) vor dem zweitplatzierten Deutschen Marcus Ehning auf Cornado NRW (0/34.65)  – der sich damit als Nachrücker für den bereits qualifizierten Ben Maher für den LGCT Super Cup im November in Prag qualifizieren konnte – und dem Dritten Martin Fuchs auf The Sinner (0/34.95) sagte Ben Maher: „ Ich wusste, es wird ein hartes Wochenende – mein Traum war es, den Titel mit dem Team und in der Einzelwertung zu gewinnen.  Das geschieht nicht oft. Was für ein Pferd! Explosion W ist unglaublich. Er versteht mich, ich verstehe ihn, wir haben eine großartige Beziehung und es ist eine Freude so den Sport auszuüben. So ein Pferd bekommt mal wahrscheinlich nur einmal im Leben. “

„Es ist unglaublich den Titel zum zweiten Mal zu holen. Im vergangenen Jahr war es unerwartet, in diesem Jahr habe ich Explosion W etwas weniger eingesetzt, ich habe auch Concona, Madame X und F One USA geritten. Ich bin sehr glücklich, so viele großartige Pferde und Pferdebesitzer zu haben.“

Ben Maher siegte in der Gesamt-Meisterschaftswertung mit 301 Punkten, gefolgt von dem Belgier Pieter Devos (283) und dem Deutschen Daniel Deusser (267).

In einem berührenden Moment lobte Maher seinen Rivalen Pieter Devos, den er nach langer Führung in der Gesamtwertung auf den zweiten Platz in der Meisterschaft verwiesen hatte: “Pieter kämpfte sehr, er setzte mich unter Druck den ganzen Weg bis zum Ende. Ich bin sicher, er kommt stark zurück.”

Devos (BEL) führte im Ranking mit einem Punkt Vorsprung bis zur Schluss-Etappe in New York, aber letztlich behielt Ben Maher im Stechen der sieben Reiter einen kühlen Kopf und gewann – Pieter Devos machte auf seiner Claire Z zwei Fehler, wurde siebter und verlor damit die Meisterschaft 2019.

In der Pressekonferenz sagte Devos: „Ich bin stolz darauf, zweiter hinter einer der besten Kombinationen der Welt zu sein. Ich bin stolz auf meine Pferde und darüber, was sie für mich geleistet haben – sie haben einen super Job gemacht und ich möchte mich bei ihnen dafür bedanken. Es war großer Sport die ganze Saison über, nicht nur dieses Wochenende. Ich möchte Ben und Daniel (Deusser) gratulieren. Ben machte einen fantastischen Job.“

LGCT Präsident und Gründer Jan Tops stellte das Kaliber des Wettbewerbs heraus: „Es war super spannend die ganze Saison über. Es war so bis zum allerletzten Stechen, wir hatten großartige Reiter im Stechen. Dies ist das höchste Niveau in unserem Sport, das es zu sehen gibt.“

„Für uns ist es wichtig, in New York zu sein. Die USA sind eine wichtige Pferdenation und wir setzen ein starkes Zeichen in den Staaten. Wir haben hier in Governors Island eine tolle Location für Pferde und Reiter gefunden. Wir haben damit eine fantastische Tradition über Jahre hinaus begonnen.“

Global Champions League

Am frühen Nachmittag sorgte das Team der London Knights um Ben Maher und Thomas Fuchs im Finale des Teamwettbewerbs für Spannung bis zur Letzten Sekunde. Bei der EM in Rotterdam waren beide noch Konkurrenten um den Einzeltitel, den Fuchs vor Maher gewinnen konnte. Jetzt arbeiteten beide zusammen und waren unschlagbar.

Sie gewannen in der letzten Etappe der Saison mit vier fehlerfreien Runden vor den Paris Panthers (8) und den Prague Lions (8).  In der Gesamtwertung beendeten die London Knights damit mit 326 Punkten die Saison als Sieger, St. Tropez Pirates wurden zweite (323), Madrid in Motion holte sich den dritten Platz auf dem Podium (303) und die Shanghai Swans wurden vierte (302).

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