Irland Sieger im Herzschlag-Nationenpreis-Finale von Barcelona – Deutsche Sechste!
Das irische Team gewinnt das Nationenpreis-Finale und das Ticket für Olympia 2020. Foto: csiobarcelona

Irland Sieger im Herzschlag-Nationenpreis-Finale von Barcelona – Deutsche Sechste!

eingetragen in: Allgemein | 0

Es war an Dramatik kaum zu überbieten: Bis zum letzten Starter, dem belgischen Schlußreiter Gergory Wathelet und Nevados (v. Calvados Z) war völlig offen, wer das Finale des FEI Nationscup in Barcelona gewinnt. Bis zum vorletzten Hindernis sah alles nach einer Titelverteidigung der Belgier aus. Aber nach der dreifachen Kombination auf der Schlußlinie bekam der Schimmel-Hengst plötzlich „Seitenwind“ von rechts und sein Reiter musste eine Volte drehen. Da auch das letzte Hindernis fiel, wurden es insgesamt elf ungewöhnliche Fehlerpunkte. Der Sieg im Nationenpreisfinale 2019 ging an das irische Team, Peter Moloney, Paul O’Shea, Darragh Kenny und Cian O’Connor, mit dem fast Ideal-Ergebnis von einem Zeitfehler. Mit dem Sieg konnte Irland auch das letzte Olympia-Ticket für Tokio 2020 lösen. Titelverteidiger Belgien musste musste mit Silber Vorlieb nehmen. Auf Platz drei sprangen die Schweden mit insgesamt 12 Strafpunkten. Genauso viele hatten die Italiener und die Franzosen, aber mit den schlechteren Zeiten.

Bei den deutschen Reitern schlugen am Ende 16 Fehler zu Buche: Den Auftakt machten Marcus Ehning und sein Pret a Tout (v. Hiram Chambertin). Leider gab es ein Fehler am Wasser und es kam auch noch ein Abwurf dazu. Ähnlich erging es Maurice Tebbel und Don Diarado (v. Diarado), auch sie patzten am Wasser und nahmen noch eine Stange mit. Christian Ahlmann wechselte das Pferd und setzte in der Finalrunde nicht auf Clintrexo Z, sondern auf den Taloubet Sohn Take a Chance on Me Z. Leider machte sich die fehlende Routine bei dem zehnjährigen Fuchs bemerkbar und es kamen 12 Strafpunkte zusammen. Auf Schlußreiter Daniel Deusser und Scuderia 1918 Tobago Z (v. Tangelo vd Zuuthoeve) war wie schon so oft Verlaß. Er zauberte eine saubere Nullrunde durch den schweren Parcours und sicherte sich damit zusammen mit dem Belgier Olivier Philippaerts einen Bonus von je 50.000 Euro für je eine Doppelnullrunde. Bundestrainer Otto Becker sagte: „Das ist enttäuschend, wir hatten uns mehr erhofft. Für uns war es insgesamt eine durchwachsene Nationenpreis-Saison, lediglich die Europameisterschaft in Rotterdam ist mit Silber gut verlaufen. Aber so ist der Sport. Jetzt schauen wir in die Zukunft zu den Olympischen Spielen im kommenden Jahr.“

Auf den Plätzen sieben und acht landeten die Teams der Schweiz und Kolumbiens.

Das ganze Ergebnis: hier