Schon wieder zweimal Synephrine in Pferdeblut entdeckt
Sie hat eine Petition nach dem Synephrine-Fund gestartet: Bronwyn Meredith Dos Santos Foto: Facebook

Schon wieder zweimal Synephrine in Pferdeblut entdeckt

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Eigentlich bedeutet Polokwane in der Bantusprache „Sicherer Ort“. Aber zumindest sicher für Pferde vor verbotenen Substanzen ist die südafrikanische Stadt, die früher Pietersburg hieß, offenbar nicht: Bei Pferden von gleich zwei südafrikanischen Springreiterinnen wurde beim CSI1*-W-Turnier vor einem Monat Synephrine im Blut entdeckt, und sie wurden samt ihren Reiterinnen erst einmal von der FEI aus dem Verkehr gezogen.

Lisa Williams traf es mit ihrem Campbell (Catoki x Laptop), mit dem sie im April beim Weltcup-Finale in Göteborg 21. geworden war, und Bronwyn Meredith Dos Santos mit der elfjährigen Isabelle van het Netehof (Crawford  x Codex), mit der sie in Polokwane zum ersten Mal über einen 1,50 m-Parcours gestartet war.

Synephrine gehört zu den „Banned Substances“ und ist ein Alkaloid aus der Bitterorange. Aber vor allem: Synephrine ist eng verwandt mit Ephedrin und ein hochwirksames Mittel zur Leistungssteigerung. Doch ganz so einfach ist die Sache mit der Schuldfrage nicht beim Entdecken von Synephrine. Die FEI selbst hatte, nach einer akuten Häufing von Fällen insbesondere in Mexiko im Frühjahr, eine Warnung herausgegeben: „Obwohl die Untersuchungen zu den Quellen dieser positiven Fälle noch laufen, möchte die FEI vor Quellen von Synephrine warnen, die im Umfeld der Pferde gefunden werden können, oder zu Maßnahmen raten, um den positiven Befund zu verhindern.“ Synephrine, so schrieb es der Verband, könne auch aus scheinbar unverdächtigen Quellen stammen wie der Flatterbinse (Juncus usitatus), Zyperngras (Cyperus brevivolus) und Resten von Zitrus-Pflanzen wie Mandarinen, Orangen und Zitronen.

Bronwyn Meredith Dos Santos verteidigt sich genau damit und hat eine Petition gestartet. In Südafrika, so heißt es dort, komme Synephrine „natürlicherweise im Gras“ vor. Die FEI prüft jetzt alles.