Philipp Klingbeil wird Zuchtleiter des Westfälischen Pferdestammbuchs
Ende 2019: Vorsitzender Ralf Johanshon (rechts) heißt Philipp Klingbeil als Zuchtleiter willkommen Foto: Westfalenpferde

Philipp Klingbeil wird Zuchtleiter des Westfälischen Pferdestammbuchs

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Das Westfälische Pferdestammbuch hat auch seine letzte Führungsfrage zügig geklärt. Der Vorstand bestellte am Mittwochabend Philipp Klingbeil zum neuen Zuchtleiter. Der 31-jährige Pferde- und Agrarwissenschaftler mit den Abschlüssen Master of Sciene der Universität Göttingen beginnt seine neue Tätigkeit bereits am 1. Januar 2020. Klingbeil ist seit zwei Jahren Assistent der Sächsischen Gestütsverwaltung am Hauptsitz Graditz in Torgau. Ursprünglich war die Besetzung dieser Position bis Ende März vorgesehen. „Wir freuen uns, dass wir mit Philipp Klingbeil als künftigem Zuchtleiter die junge und tatkräftige Führungsmannschaft des Stammbuchs im Westfälischen Pferdezentrum komplett haben“, sagte der Vorsitzende Ralf Johanshon.

Noch vor dem Abschied des bisherigen Zuchtleiters und Geschäftsführers Wilken Treu zum 30. November sind damit beim Westfälischen Pferdestammbuch mit 8.000 Mitgliedern alle Führungspositionen besetzt. Neuer Geschäftsführer ist Carsten Rotermund (44), kommissarischer Zuchtleiter und neuer Vermarktungsleiter Thomas Münch (36). Diese Entscheidungen waren ebenso wie die Trennung der bisher in Personalunion ausgeübten Aufgaben von Zuchtleiter und Geschäftsführer bereits im Spätsommer innerhalb von zwei Tagen geklärt und Ende September von der Delegiertenversammlung des Westfälischen Pferdestammbuchs einstimmig bestätigt worden.

Philipp Klingbeil stammt gebürtig aus Wolfenhagen im Landkreis Kassel. Nach dem Abitur ging er zunächst zum Studium an die Universität Kassel und legte die Bachelorprüfung als Bauingenieur ab, um sich anschließend an der Justus-Liebig-Universität in Gießen den Agrarwissenschaften mit Bachelorabschluss und dann an der Georg-August-Universität in Göttingen den Masterstudiengängen in den Agrar- und den Pferdewissenschaften zu widmen. Anschließend setzte er seine wissenschaftliche Laufbahn am Institut für Tierzucht und Tierhaltung an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel fort und arbeitet neben seiner beruflichen Tätigkeit in der Sächsischen Gestütsverwaltung bis heute als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Tierzucht und Hausgenetik an der Uni Gießen. Hier gehört das Projekt „Trakehner Zuchtprogramm Gezielte Paarung – GP 2.0“ zu seinen Arbeitsschwerpunkten.

Klingbeil ist ledig, hat etliche Praktika und Fortbildungen in Pferdezucht, Verwaltungshandeln und Mitarbeiterführung absolviert, sich außerberuflich als Zuchtrichter, Trainer, Auktionshelfer oder Jugendbetreuer engagiert und sich auch mit Veröffentlichungen einen Namen gemacht. Zwischen 2013 und 2017 hat er selber aktiv Sportpferde gezüchtet. Für seine Verdienste ist der heute 31-Jährige schon in jungen Jahren ausgezeichnet worden, und zwar 2014 mit dem 1. Preis der Sektion Agrarwissenschaften im Alumni-Verein Göttingen und ein Jahr darauf mit dem ersten Platz des GWP Förderpreises der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft um das Pferd.