Bezirksgericht verurteilt Paul Estermann wegen Tierquälerei
Zusammen gewannen sie viele Springen, aber Paul Estermann soll Castlefield Eclipse blutig malträtiert haben Foto: spring-reiter.de

Bezirksgericht verurteilt Paul Estermann wegen Tierquälerei

eingetragen in: Allgemein | 0

Es ist nur die nächste Etappe auf dem Weg der Schweizer Justiz, den Nationenpreisreiter Paul Estermann wegen Tierquälerei zur Rechenschaft zu ziehen: Das Bezirksgericht Willisau hat nicht nur den Einspruch des Reiters gegen einen Strafbefehl des Staatsanwalts zurückgewiesen, sondern ist in seinem Urteil sogar noch über das beantragte Strafmaß hinausgegangen:

Zeugenaussagen, Tierarztbericht und Fotos hätten bewiesen, dass „der Beschuldigte beim Trainieren von zwei Pferden das zulässige Maß mittels starker Peitschenhiebe eindeutig überschritten“ habe. Paul Estermann habe eine „mehrfache Tierquälerei“ begangen und werde deshalb verurteilt zu „einer bedingten Geldstrafe von 110 Tagessätzen zu je 160,– Franken und einer Buße von 4.000,– Franken“. Außerdem müsse er die Verfahrenskosten und seine eigenen Prozesskosten tragen. „Die Probezeit beträgt zwei Jahre“, in der er sich keiner weiterer derartiger Vergehen schuldig machen darf.

Natürlich hat Paul Estermanns Anwalt umgehend Berufung beim Luzerner Kantonsgericht angekündigt. Dies wiederum führt dazu, dass der Schweizer Verband es unverändert ablehnt,. einzugreifen und zumindest den Reiter aus dem Nationalkder zu entfernen. Denn, so lautet die Begründung, Paul Estermann sei wegen der Berufung ja unverändert nicht rechtskräftig verurteilt  „Bis dahin gilt die Unschuldsvermutung.“