Sperre der FEI wie bei Steve Guerdat. Harm Lahde: Ich bin geschockt!
Da war die Welt noch in Ordnung, der erste internationale Sieger in München: Harm Lahde mit Oak Grove's Americana. Foto: spring-reiter.de

Sperre der FEI wie bei Steve Guerdat. Harm Lahde: Ich bin geschockt!

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Es ist die gleiche böse Mischung, die auf den ersten Blick wie gezieltes Doping aussieht und schon Steve Guerdat mit seinem Nino de Buissonnets im Jahr 2015 vorübergehend aus dem Verkehr zog, ehe er freigesprochen wurde: Morphine, Codeine und Oripavine sind im Körper von Oak Grove’s Americana nachgewiesen worden. Die FEI hat deshalb Harm Lahdes Pferd erst einmal bis zum 01. Februar 2020 gesperrt.

Harm Lahde traf der Schlag nach dem CSI3*-Turnier in Oldenburg, dem Agravis Cup. Im Preis der Agravis über 1,50 m hatten sich der Chefbereiter des Gestüts Eichenhain und die achtjährige Stute von Aganix du Seigneur x Heartbreaker am Samstag noch platziert.  Als vor zwei Tagen die Mitteilung der FEI kam, „war ich geschockt“, erzählt Harm Lahde spring-reiter.de. „Wir untersuchen jetzt alles. Denn es gibt ja nur den Weg, dass es über das Futter gekommen sein kann.“ Was bleibt? „Ich hoffe, dass sich alles schnell zum Guten wendet!“

Im Falle Steve Guerdats hatte die FEI am Ende selbst klargestellt, dass diese Kombination aus Codeine, Oripavine und Morphine „in überhaupt keinem Produkt der Veterinärmedizin“ vorkommt. Es sei offensichtlich das Ergebnis der „Verdauung von Mohn“, also von „kontaminiertem Futter“. Doch obwohl Steve Guerdat nach einem aufwendigen Beweisverfahren auf seine Kosten dann von allen Vorwürfen freigesprochen und rehabilitiert wurde, bleibt etwas nach. „Seit dem 20.Juli 2015 ist nichts mehr, wie es war“, sagt er selbst: „Es wird ab jetzt immer ein Vorher und ein Nachher geben.“ Und die Europameisterschaft, die er durch das Verfahren verpasste, lässt sich sowieso nicht nachholen.