19,15 Millionen Euro – Rekorderlös bei der 40. P.S.I. Auktion
Preisspitze der Springpferde, Chacco's Lando. Foto: Thomas Hellmann

19,15 Millionen Euro – Rekorderlös bei der 40. P.S.I. Auktion

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Die Auktionshalle in Ankum war voll besetzt an diesem Sonntag, dem 8. Dezember.Trotz des grauen und regnerischen Wetters, war die Atmosphäre in der hell erleuchteten, berühmten P.S.I. Auktionshalle wie elektrisiert. 49 Top Sportpferde für den Spring- und Dressursport wurden einem internationalen Publikum aus Experten, Käufern, Reitern und langjährigen Unterstützern des Sports offeriert. Diese sind darüber hinaus zusammengekommen um das 40. Jubiläum der P.S.I. Auktion zu feiern.

Das erste Pferd, das die Auktionshalle betrat war Katalog Nummer 20, V-Plus Gold, ein Vollbruder zu Harmony’s V-Plus, der Preisspitze der 39. P.S.I. Auktion. Frederic Wandres zeigte diesen imposanten Vivaldi-Sohn aus der Stute Farah, die uns ebenfalls ein Highlight der letzten P.S.I. Auktion brachte –  So Fantastic.

Innerhalb von wenigen Minuten überschritten die Bieter die Millionenmarke und Auktionator Hendrik Schulze-Rückamp ließ den Rosenholzhammer bei 1,3 Millionen Euro fallen. Der in Luxemburg beheimatete Stall Dressage Grand-Ducal. V-Plus Gold war gleichzeitig persönliches Highlight von P.S.I. Mitbegründer Ullrich Kasselmann. „Ich kenne alle Pferde von Jung an sehr gut,  aber für mich ist V-Plus Gold eines der schönsten und besten Pferde. Er hat sich in den letzten Monaten gewaltig entwickelt und ist in sehr gute Hände gekommen. Wir sind stolz, dass wir die Möglichkeit haben dieses Pferd für seinen neuen Besitzer auszubilden und weiter zu fördern.“  Frederic Wandres wird den Ausnahmehengst weiter unter dem Sattel halten, mit dem Ziel Ihn für die Weltmeisterschaften der Jungen Dressurpferde zu qualifizieren.

Der Standard war gesetzt und das Tempo wurde in den nächsten drei Stunden beibehalten. Chacco´s Lando (Chacco-Blue x Lando) wurde zur diesjährigen Preisspitze der Springpferde. Der exzellent gezüchtete Hengst, der nah verwandt ist mit dem unter Willem Graven erfolgreichen Ukato und Ben Mahers Spitzenpferd Explosion W, wurde für 1,25 Millionen Euro verkauft.

Die P.S.I. Auktion 2019 lieferte den höchsten Gesamterlös in der 40-jährigen P.S.I, Geschichte und setzte somit zugleich einen neuen Rekord –  19,15 Millionen Euro Umsatz.  Die Dressurkollektion brachte insgesamt 9,59 Million Euro mit einem Durchschnittspreis von 383,960 Euro. Die Springpferde brachten 9,56 Million Euro und 398,333 Euro im Schnitt.

Paul Schockemöhle war überwältigt vom Ergebnis des Events und der Qualität der Kollektion, „Da waren einige Pferde, von denen ich glaube, dass sie es bis an die Spitze des internationalen Reitsports schaffen. Es ist schwer zu sagen, welcher mein Liebling ist, aber es gibt ein Pferd in meiner sportlichen Karriere, dem ich Besonderes zu verdanken habe, das aber nicht mehr in der Öffentlichkeit steht: Askan. Aus derselben Linie stammt Chadonia, die in Askans Fußstapfen treten kann. Ich bin mir sicher,  wir werden  sie auch in Zukunft im Internationalen Sport sehen.“

Die Gründer der berühmten P.S.I. Auktion können auf ihre Leistungen heute Abend stolz sein. Paul Schockemöhle kommentierte, „Wir müssen uns alle weiter entwickeln, die Pferde haben sich verbessert, die Preise haben sich verändert, der Sport ist weiter gewachsen. Wir haben versucht mit der Entwicklung Stand zu halten und so wie die Entwicklung der P.S.I. war, können wir mit Recht sagen: Das haben wir geschafft!“

Auktionator Hendrik Schulze-Rückamp fühlte sich geehrt diese Jubiläums-Auktion führen zu dürfen, „Uwe Heckmann hat 1.786 Pferde versteigert, ich erst 150, es ist noch ein langer Weg!“

Während des P.S.I. Gala Balls gab es einen besonderen und auch sehr emotionalen Moment für Paul Schockemöhle und Ullrich Kasselmann.  Francois Kasselmann und Vivien Schockemöhle überreichten ihren Vätern zum Anlass der Jubiläums-Auktion einen Award für ihr einzigartiges Lebenswerk, den die beiden prompt aus Dank und an ihre Kinder weitergaben und dadurch Ihr Vertrauen in die jüngere Generation bewiesen. Aber auch wenn die nächste Generation der P.S.I. Familie schon mehr als kompetent ist, das Ruder zu übernehmen, sind sich die beiden einig, dass sie ihre Väter noch so lange wie möglich auf dem Auktionspult in Ankum sehen wollen.