Nach dem GP-Erfolg: André Thieme verlängert in Wellington für CSI5*!
So flogen sie im Stechen auf Platz zwei beim Grand Prix in Wellington: André Thieme und Chakaria Foto: sportfot

Nach dem GP-Erfolg: André Thieme verlängert in Wellington für CSI5*!

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Die ganzen Wochen, die er auf USA-Tour ist, waren schon von Erfolgen gesäumt, aber so ein Höhepunkt wie am Sonntag beim CSI4*-Grand Prix in Wellington beflügelt noch einmal extra: André Thieme verlängert seinen Wellington-Aufenthalt um eine Woche und startet jetzt auch in der CSI5*-Tour mit seiner Erfolgspartnerin des vergangenen Wochenendes, mit Chakaria (Chap x Askari).

Am Telefon erzählt der Mecklenburger gegenüber spring-reiter.de so begeistert von „der Fuchsstute“, dass man sein Lächeln förmlich hört. Die anderen vier Pferde, die er mit über den Atlantik gebracht hat, waren in Ocala geblieben, als er mit Chakaria gen Wellington aufbrach. „Ich hätte jetzt gerne noch eins nachgeholt, aber das ist jetzt unmöglich.“ Denn nach dem massiven Herpes-Ausbruch in Europa und den zwei bekannt gewordenen Herpes-Fällen in Ocala „haben auch hier in Wellington erst einmal alle Alarmglocken geläutet“. Inzwischen dürfen Pferde nur noch mit entsprechenden Veterinär-Bescheinigungen anreisen und haben auf jeden Fall erst einmal zehn Tage Auftritts-Verbot.

Aber André Thieme kann auch ein wenig Entwarnung geben: Seine vier anderen Pferde stehen in Ocala in der HITS Post Farm, die beiden Quarantänefälle aber gab es im World Equestrian Center ein paar Kilometer entfernt. „Und es ist inzwischen Gott sei Dank auch nachgewiesen, dass das Virus nicht aus Europa eingeschleppt wurde, also nicht die aggressive Form ist.“ Es sind eben zwei Herpes-Fälle, wie sie weltweit immer mal wieder vorkommen mit Erregern, gegen die Thiemes Pferde jedenfalls geimpft sind: „Ich muss meine Pferde immer gegen Herpes impfen, weil es in unserem Stall Zuchtstuten gibt.“. Das World Equestrian Center, in dem Thieme ja auch schon Schleifen und Prämien eingesammelt hat, ist natürlich trotzdem jetzt unter Quarantäne.

Nach Abschluss der CSI5*-Woche in Wellington geht es für den Mecklenburger mit Chakaria zurück zu den anderen Pferden auf die HITS Post Time Farm. Denn am 28. März steht wieder einmal der traditionelle 1-Million-Dollar-Preis an. „Der ist doch schließlich der Hauptgrund dafür, dass ich nach Amerika gekommen bin“, grinst André Thieme. Im Jahr 2014 hat er ihn in Ocala zum ersten Mal gewonnen, zuvor schon 2011 das Gegenstück in New York, 2017 gab es den nächsten Million-Dollar-Erfolg. Wird mal wieder Zeit…

Und wenn einer „Hauptgrund“ sagt, gibt es sicher noch mindestens einen weiteren Grund für eine solche aufwändige Tour: André Thieme will natürlich mit seinen Erfolgen in den USA auch die bestmögliche Werbung für seine Pferde bei potenziellen Kaufinteressenten machen. Schließlich kann ein Reiter vom Preisgeld allein nicht leben. Und es scheint geklappt zu haben: Für eins der Pferde in Ocala gab es schon den verbindlichen Handschlag.