Interview mit Christian Ahlmann beim CHIO Aachen: „Ben hat noch lange nicht gewonnen.“
Interview mit Christian Ahlmann beim CHIO Aachen, hier mit Dominator 2000 Z. Foto: spring-reiter.de

Interview mit Christian Ahlmann beim CHIO Aachen: „Ben hat noch lange nicht gewonnen.“

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Frage: Heute ist Mercedes-Benz Nationenpreis, wie stehen dort die Chancen für die deutsche Equipe?

Ahlmann: „Wir versuchen auf jeden Fall vorne mit dabei zu sein. Vor heimischem Publikum, alle wollen es gut machen, sind hochmotiviert und hoffen auf einen guten Ausgang natürlich.“

Frage: Ist es für Sie interessant wann sie reiten? Ob sie anfangen oder später in der Reihenfolge starten?

Ahlmann: „Ja, das ist immer eine große Diskussion und man sitzt zusammen und jeder hat so seinen Plan. Für den einen ist das eben besser, für den anderen schlechter. Das kommt auch bisschen aufs Pferd drauf an, an welcher Position man dann auch eingesetzt wird. Ich denke aber, dass am Ende jeder überall reiten kann.“

Frage: Das heißt viel wichtiger ist, ob ich als Erster, Zweiter oder als Letzter starte?

Ahlmann: „Ja als ersten Reiter hat man oft jemanden, der auch einfach schnell reiten kann, weil man es mit der erlaubten Zeit nicht so richtig im Blick haben kann. Mit einem langsameren Pferd ist es immer besser, wenn man zwei, drei Pferde anschauen kann, dass man seinen Plan auch richtigmachen kann. Und der Schnelle hat es etwas einfacher. Der letzte Reiter ist meist der Nervenstärkste, der dann auch zum Schluss nochmal mehr zu tragen hat als alle anderen. Jede Position hat so seine eigenen Regeln.“

Frage: Und an welcher Stelle sind Sie?

Ahlmann: „Ich habe schon angefangen, ich habe das Ganze schon abgeschlossen und bin schon mal als Zweiter und Dritter geritten. Wie gesagt, wir haben vier Reiter dabei, die viel Erfahrung haben, viele Championate geritten sind und die das alles kennen. Dementsprechend ist jeder auch an jeden Platz einsetzbar.“

Frage: Deutschland geht als 6. Team ins Rennen. Ist das interessant, als wievielte Nation man startet? Welche Auswirkung hat das auf das Team?

Ahlmann: „Da wird es natürlich noch interessanter, wenn man das erste Team ist. Der erste Reiter, der in Parcours muss. Dann wird es eben mit der erlaubten Zeit knapp, weil man es eben gar nicht weiß. Man weiß nur, dass es höchst wahrscheinlich sehr knapp ist. Und die Optionen, die man hat, wie man die ziehen muss. Deswegen ist der Natur schnelle ganz klar im Vorteil und eben dann auch, dass er nicht das letzte Risiko gehen muss am Ende in der erlaubten Zeit zu bleiben. Das ist bei dem, der das weniger schnelle Pferd hat, ist es eben bisschen anders und von Vorteil, wenn er sich den einen oder anderen anschauen kann.“

Frage: Sonntag ist Rolex Grand Prix in Aachen. Der Olympiasieger Ben Maher wird ganz hoch gehandelt. Wer ist noch ein Favorit für Sie?

Ahlmann: „Ben Maher reitet natürlich ein bisschen in seiner eigenen Liga momentan. Aber das soll noch lange nicht heißen, dass er schon sicher hier gewonnen hat. Es sind unglaublich viele gute Paare hier. Hier sind die besten Reiter und Pferde am Start und es wird ein ganz, ganz heißer Kampf. Ben hat noch lange nicht gewonnen.“