{"id":74376,"date":"2024-08-01T15:00:57","date_gmt":"2024-08-01T13:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/?p=74376"},"modified":"2024-08-01T15:27:51","modified_gmt":"2024-08-01T13:27:51","slug":"als-einzige-mit-3-x-0-team-deutschland-fliegt-ins-olympiafinale-in-paris","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/index.php\/2024\/08\/01\/als-einzige-mit-3-x-0-team-deutschland-fliegt-ins-olympiafinale-in-paris\/","title":{"rendered":"Als Einzige mit 3 x 0: Team Deutschland fliegt ins Olympiafinale in Paris!"},"content":{"rendered":"\n<p>Es war eine Demonstration, die hoffentlich auch f\u00fcr das Team-Finale um die olympischen Medaillen morgen befl\u00fcgelt: Als Einzige der 20 gestarteten Mannschaften beendete Team Deutschland die Qualifikation im Schlosspark von Versailles mit komplett wei\u00dfer Weste. Dreimal stand die Null &#8211; und damit hat Otto Beckers Trio morgen den Vorteil, als Letzte in die Entscheidung zu starten. <\/p>\n\n\n\n<p>Der deutsche Chef d&#8217;Equipe hatte wieder ein gl\u00fcckliches H\u00e4ndchen bei der Auslosung der Startpl\u00e4tze gehabt. Man konnte sich ansehen, wie die ersten Zehn durch den technisch hoch anspruchsvollen Parcours kamen und sich dadurch optimal vorbereiten. Denn Startreiter Christian Kukuk musste erst als Elfter angaloppieren. Mit Checker (v. Comme il faut) steuerte er wie an der Schnur gezogen durch den Stangenwald und \u00fcbers Wasser. Nach 75,67 Sekunden kamen die Beiden fehlerfrei ins Ziel, deutlich innerhalb der erlaubten Zeit von 79 Sekunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Christian Kukuk freute sich entsprechend: \u201eEhrlich gesagt, bin ich super happy. Alles ist eigentlich nach Plan gelaufen, so wie ich es mir vorgenommen hatte. Die erste Runde ist ja immer eine der aufregendsten und nicht gerade einfachsten, aber ich glaube, das haben wir super hingekriegt. Das das gibt meinen Teamkollegen hoffentlich nochmal ein bisschen Sicherheit, dass schon mal die Null da in der ersten Runde steht. Und ich glaube, dass wir fokussiert bleiben. Aber auch hochmotiviert bleiben d\u00fcrfen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Parcours sagte er: \u201eIch muss sagen, beim Abgehen habe ich gedacht, wow, das ist f\u00fcr den ersten Tag schon wirklich sportlich. Von der H\u00f6he her so, dass man sagt: Gut, hoch genug. Ich finde es sehr technisch. Das sind ein paar Linien, auf denen es Schlag auf Schlag kommt und wo man schon wirklich am Sprung ganz fokussiert auf den n\u00e4chsten sein muss und auf die Linie. Ob man innen bleibt oder ob man au\u00dfen bleibt auf der Linie, also zum Beispiel am Wassergraben oder die Linie auf die Mauer. Da sind viele Variablen da, das macht es immer nicht einfacher, wenn man zu viel ins \u00dcberlegen kommt, aber ich hatte einen Plan und alles ist so gekommen, wie ich es mir vorgenommen hatte, und deswegen bin ich happy.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Als Zweiten schickte Otto Becker den amtierenden Vize-Europameister aus Mailand, Philipp Weishaupt, ins Rennen. Mit seinem Erfolgspartner Zineday (v. Zinedine) wurde es eine Runde wie aus dem Bilderbuch, souver\u00e4n und fast l\u00e4ssig. 66,44 Sekunden brauchte das Paar, bis es fehlerfrei \u00fcber die Ziellinie galoppierte.<\/p>\n\n\n\n<p>Philipp Weishaupt war anschlie\u00dfend voll des Lobes f\u00fcr seinen \u00fcberragend springenden Sportparter: \u201eWenn Zineday so in Schuss ist, ist das Reiten nicht so schwierig. Er f\u00fchlt sich unglaublich an. Ich habe echt das Gef\u00fchl, er merkt, dass das hier etwas Besonderes ist. Der w\u00e4chst so \u00fcber sich hinaus, er hat nochmal ein PS mehr hier, als ob er die Atmosph\u00e4re auch merkt. Es hat richtig Spa\u00df gemacht. Da war nicht ein Sprung dabei, wo man denkt, oh Gott, oh Gott. Und dann macht es einfach Spa\u00df.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Weishaupt fand den Parcours zum Auftakt anspruchsvoll: \u201eIch h\u00e4tte nicht gedacht, dass es so schwer wird heute. Ich habe eher gedacht, es wird eher ein bisschen lockerer. Es gibt eben kein Streichergebnis. Ohne Streichergebnis ist viel offener, wenn jedes Ergebnis z\u00e4hlt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Als Schlussreiter nahm Richard Vogel mit seinem United Touch S (v. Untouched) die Sache in Angriff. Auf dem gro\u00dfen Platz war der au\u00dfergew\u00f6hnlich gro\u00dfe Galopp seines Partners vor allem von Vorteil &#8211; wie in der Distanz vom Wassergraben zum folgenden Oxer: Wo die Konkurrenz aufs Gaspedal dr\u00fccken musste, um passend anzukommen, konnte Richard Vogel seinen Partner einfach im Fluss weitergaloppieren lassen. 77,63 Sekunden zeigte die Uhr im Ziel, als sie fehlerfrei ankamen &#8211; nicht ohne am Schlussoxer einmal kurz anzuklopfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein strahlender Richard Vogel fasste es so zusammen: \u201eNat\u00fcrlich ist es was ganz Besonderes, man arbeitet schon anders daraufhin. Ich glaube, es gibt kein anderes Turnier in unserem Sport, auf das man so fokussiert schon seit Langem ist, seit vielen Monaten darauf hinarbeitet und so als H\u00f6hepunkt im Visier hat. Das ist f\u00fcr uns gut. Wir m\u00fcssen fast jede Woche unter Druck performen, wir sind das ge\u00fcbt. Hier ist tats\u00e4chlich nochmal ein bisschen ein anderer Pressure dahinter, aber das h\u00e4lt den Fokus hoch und ich glaube, alle drei Reiter haben gezeigt, dass wir nicht nerv\u00f6s oder aufgeregt reiten, sondern sehr fokussiert sind, ja nahezu eins sind mit dem Pferd. Die deutschen Runden waren super harmonisch, es gab nirgends einen Wackler. Das stimmt uns optimistisch und l\u00e4sst hoffen&nbsp;auf&nbsp;morgen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Team-Chef Otto Becker war mit der Leistung seiner Mannschaft mehr als zufrieden: &#8222;Ja, sehr gut, so wie wir es uns nat\u00fcrlich erhofft oder ertr\u00e4umt hatten, mit drei Null-Fehler-Runden und auch mit der Art und Weise. Alle drei haben den Eindruck, den wir in den letzten Wochen hatten, voll best\u00e4tigt, was ja nicht selbstverst\u00e4ndlich ist. Sie haben das heute nochmal auf den Platz gebracht. Wir sind super happy, dass wir unser Ziel erreicht haben, morgen dabei zu sein. Aber wissen auch, dass wir noch nicht gewonnen haben. Wir wissen auch, wie schwierig das wird. Trotzdem denke ich, wir sind gut ger\u00fcstet und erstmal super happy, dass der Tag so zu Ende ging.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls im Finale (Freitag ab 14 Uhr) dabei sind noch neun weitere Teams: Die USA mit Laura Kraut auf Baloutinue, McLain Ward auf Ilex und Karl Cook auf Caracole de la Roque, der kurz vor dem Start Kent Farringon auf Greya ersetzte &#8211; mit insgesamt sechs Punkten; Gro\u00dfbritannien mit Ben Maher auf Dallas Vegas Batilly, Harry Charles auf Romeo und Scott Brash auf Hello Jefferson &#8211; mit insgesamt acht Punkten; Belgien mit Gilles Thomas auf Ermitage Kalone, Wilm Vermeir auf IQ van het Steentje und Jerome Guerry auf Quel Homme de Hus &#8211; mit insgesamt acht Punkten; die Niederlande mit Maikel van der Vleuten auf Beauville Z, Kim Emmen auf Imagine, die kurz vor dem Start f\u00fcr Willem Greve auf Grandorado eingewechselt wurde, und Harrie Smolders auf Uricas v\/d Kattevennen &#8211; mit insgesamt acht Punkten; Irland mit Shane Sweetnam auf James Kann Cruz, Daniel Coyle auf Legacy und Cian O&#8217;Connor auf Maurice &#8211; mit insgesamt neun Punkten; Frankreich mit Simon Delestre auf I Amelusina, Olivier Perreau auf Dorai D&#8217;Aiguilly und Julien Epaillard auf Dubai du Cedre &#8211; mit insgesamt 12 Punkten; Schweden mit Henrik von Eckermann auf King Edward, Rolf-G\u00f6ran Bengtsson auf Zuccero und Peder Fredricsson, der nach einem Vorbeilaufen mit Catch Me not S an der nur 2,50m breiten Mauer f\u00fcr die 17 Punkte des Teams verantwortlich war; Israel mit Ashlee Bond auf Donatello, Robin Muhr auf Galaxy HZM und Daniel Bluhman auf Ladriano Z &#8211; mit insgesamt 20 Fehlern; Mexiko mit Carlos Hank Guerreiro auf Porthos Maestro GH Z, Frederico Fernandez auf Romeo und Eugenio Garza Perez auf Contago &#8211; mit ebenfalls 20 Punkten insgesamt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Punkte sind allerdings nur wichtig, um die Startreihenfolge f\u00fcr das Finale zu bestimmen. Denn dann geht es f\u00fcr alle wieder bei Null los.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberraschend ausgeschieden sind zwei Top-Favoriten f\u00fcr die Team-Medaillen: Steve Guerdat, Pius Schwizer und Martin Fuchs schafften alle keine Null, sondern schieden mit insgesamt 24 Punkten genauso aus wie Brasilien: Startreiter Pedro Veniss war zwar fehlerfrei mit Nimrod de Muze ins Ziel gekommen, aber bei der Nachkontrolle wurde &#8222;etwas Blut an der Flanke&#8220; (so die FEI-Mitteilung) des Pferdes entdeckt. Damit schied das ganze Team aus &#8211; und Schlussreiter Rodrigo Pessoa verzichtete folgerichtig auf einen Start mit Major Tom.<\/p>\n\n\n\n<p>Das komplette Ergebnis <a href=\"https:\/\/olympics.com\/en\/paris-2024\/results\/equestrian\/jumping-team\/qual000100--\">hier<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war eine Demonstration, die hoffentlich auch f\u00fcr das Team-Finale um die olympischen Medaillen morgen befl\u00fcgelt: Als Einzige der 20 gestarteten Mannschaften beendete Team Deutschland die Qualifikation im Schlosspark von Versailles mit komplett wei\u00dfer Weste. 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