{"id":85723,"date":"2025-02-28T10:02:44","date_gmt":"2025-02-28T09:02:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/?p=85723"},"modified":"2025-02-28T10:02:47","modified_gmt":"2025-02-28T09:02:47","slug":"turniersportstatistik-2024-der-fn-trend-weiter-ruecklaeufig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/index.php\/2025\/02\/28\/turniersportstatistik-2024-der-fn-trend-weiter-ruecklaeufig\/","title":{"rendered":"Turniersportstatistik 2024 der FN: Trend weiter r\u00fcckl\u00e4ufig"},"content":{"rendered":"\n<p>Die anhaltende Konjunkturflaute und die steigenden Lebenshaltungskosten in Deutschland machen sich zunehmend auch im Pferdesport bemerkbar. Hatte der Turniersport nach der Coronazeit zun\u00e4chst wieder etwas Fahrt aufgenommen, weist der Trend seit 2023 nach unten und hat mittlerweile alle Parameter des Turniersports erfasst. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 3.244 nationale Turniere mit insgesamt 56.975 Pr\u00fcfungen und 1.081.008 Starts.<\/p>\n\n\n\n<p>2022 hatte es die Zahl der Turniere fast geschafft, wieder das Vor-Corona-Niveau von 2019 zu erreichen. 2023 wurden es jedoch schon weniger und im vergangenen Jahr sank die Zahl der Veranstaltungen nochmals um 5,4 Prozent. Im Vergleich zu 2019 ist es sogar ein R\u00fcckgang um 9,1 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p>Betrachtet man die Dotierung der Turniere, stellt man fest, dass mittelgro\u00dfe Turniere (mit Geldpreisen zwischen 5.000 und 25.000 Euro) die geringsten Probleme zu haben scheinen und sogar mehr geworden sind. Der gr\u00f6\u00dfte R\u00fcckgang ist bei den ganz kleinen Turnieren (bis 2.500 Euro Preisgeld) mit minus 12,6 Prozent gegen\u00fcber 2023 zu verzeichnen. Insgesamt gab es 1.229 solcher Veranstaltungen und damit immer noch mehr als vor der Corona-Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Den geringsten prozentualen R\u00fcckgang der drei Faktoren Turniere, Pr\u00fcfungen und Starts weist 2024 die Anzahl der Pr\u00fcfungen auf. Diese sank von 58.084 auf 56.975 Pr\u00fcfungen, das entspricht minus 1,9 Prozent. Im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit ist die Pr\u00fcfungsanzahl in den letzten f\u00fcnf Jahren sogar um 14 Prozent geschrumpft. Allerdings sind nicht alle Pr\u00fcfungen gleicherma\u00dfen betroffen. Im unteren Bereich gibt es sogar einen zweistelligen Zuwachs. Die Pr\u00fcfungen in der Klasse E sind um 32,7 Prozent angestiegen. \u201eDas liegt vor allem daran, dass die Klasse E nur noch nach LPO ausgeschrieben werden darf\u201c, erkl\u00e4rt Viktoria Laufk\u00f6tter, Leiterin der FN-Abteilung Turniersport. Einen enormen Zuwachs haben auch die Pr\u00fcfungen \u201eohne Klasse\u201c erfahren, was sich mit Einf\u00fchrung der Gew\u00f6hnungsspringpr\u00fcfung im Jahr 2024 begr\u00fcnden l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts der genannten Zahlen erscheint es nur logisch, dass 2024 auch weniger gestartet wurde. 1.081.008 Starts im Jahr 2024 bedeuten einen R\u00fcckgang von 2,2 Prozent gegen\u00fcber 2023 \u2013 hier waren es noch 1.104.836 Starts \u2013 und sogar ein Minus von 19,2 Prozent gegen\u00fcber 2019.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jahresturnierlizenzen weiter r\u00fcckl\u00e4ufig<\/strong><br>Im Jahr 2023 sank die Zahl der ausgestellten Jahresturnierlizenzen erstmals unter 70.000. Im vergangenen Jahr flachte der R\u00fcckgang etwas ab, belief sich aber immer noch auf 1,7 Prozent. Insgesamt wurden 68.425 Reit- und Fahrausweise ausgestellt, im Jahr 2023 waren es noch 69.635. Dabei nimmt der Anteil an m\u00e4nnlichen Teilnehmern im Turniersport weiter kontinuierlich ab und betrug 2024 nur noch 11,7 Prozent, vor 20 Jahren machten die M\u00e4nner noch rund ein F\u00fcnftel aller Turnierteilnehmer aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Positiv entwickelt hat sich dagegen die Zahl der Schnupperlizenzen. Diese stieg von 4.806 auf 5.447, was einem Zuwachs von knapp 14 Prozent entspricht. 834 beantragten noch im Laufe des Jahres eine Jahresturnierlizenz, die sie auch zum Start in der Klasse A berechtigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zahl der neu registrierten Turnierpferde folgte 2024 ebenfalls dem allgemeinen Trend. Es wurden 8,7 Prozent weniger Pferde als Turnierpferd eingetragen, insgesamt 20.343 (2023: 22.272). Die Zahl der fortgeschriebenen Turnierpferde sank um 1,2 Prozent von 118.129 auf insgesamt 116.741.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu diesen Zahlen passt, dass der Anteil an drei- und vierj\u00e4hrigen Pferden innerhalb der Gesamtzahl der Turnierpferde nochmals leicht zur\u00fcckgegangen ist und nun bei knapp \u00fcber 8 Prozent liegt. Rund 80 Prozent der Pferde waren zwischen f\u00fcnf und 15 Jahre alt. \u00dcber ein Prozent zugenommen hat die Zahl der Pferde, die 16 Jahre und \u00e4lter sind: auf 12,4 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Interview zieht Viktoria Laufk\u00f6tter ein Fazit aus den aktuellen Zahlen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie sch\u00e4tzen Sie die j\u00fcngsten Turniersportzahlen ein?<\/em><\/strong><br><strong>Viktoria Laufk\u00f6tter:<\/strong> \u201eDie aktuellen Zahlen sollten alle bedenklich stimmen. An vielen \u00e4u\u00dferen Faktoren k\u00f6nnen wir zwar nichts \u00e4ndern, aber wir k\u00f6nnen unsere Turniere \u00fcberdenken. Sind sie noch zeitgem\u00e4\u00df, was k\u00f6nnen wir ver\u00e4ndern?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>K\u00f6nnen Sie das etwas konkretisieren?<\/em><\/strong><br><strong>Laufk\u00f6tter:<\/strong> \u201eDie Anspr\u00fcche sind gestiegen und wenn die Ausschreibung Jahr f\u00fcr Jahr nur kopiert wird und die Qualit\u00e4t der Pl\u00e4tze und das \u201eDrumherum\u201c nicht stimmen, bleiben die Teilnehmer weg. Wir k\u00f6nnen heutzutage froh und dankbar sein \u00fcber jeden Verein, der ein Turnier ausrichtet. Jeder Veranstalter investiert sehr viel Herzblut und Zeit in sein Turnier und hat daf\u00fcr einen guten Zuspruch und den Dank der Teilnehmer verdient. Aber die Aktiven kommen nur, wenn sie auch einen Mehrwert im Turniersport sehen. Es geht nicht nur um den Wettkampfgedanken. Es geht auch darum, sich Ziele zu setzen, die Ausbildung von sich und seinem Pferd zu \u00fcberpr\u00fcfen und sich weiterzuentwickeln \u2013 und nat\u00fcrlich auch um Spa\u00df an der Sache zu haben!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Was kann man tun, um Teilnehmer zu halten oder zu gewinnen?<\/strong><\/em><br><strong>Laufk\u00f6tter:<\/strong> \u201eWir sprechen \u00fcberall von B\u00fcrokratieabbau. Auch auf dem Turnier kann oft flexibler agiert werden, sofern es nicht zu Lasten des Pferdewohls geht. Korrekturrunden bieten eine gute M\u00f6glichkeit, den Reitern und Pferden Sicherheit und Vertrauen zu geben und den Turniertag mit einem guten Gef\u00fchl abzuschlie\u00dfen. Die Starts \u201eau\u00dfer Konkurrenz\u201c bieten v\u00f6llig unkompliziert Trainingsm\u00f6glichkeiten unter Turnierbedingungen. Einen Mehrwert bietet auch eine Kommentierung der Ritte durch die Richter, denn so bekommen die Reiter ein direktes Feedback ihrer Leistung. Wenn etwas mal nicht so gut klappt, wie erwartet, k\u00f6nnen solche wertsch\u00e4tzenden Tipps eine Motivation f\u00fcr das Training und den n\u00e4chsten Turnierstart sein. Grunds\u00e4tzlich sollte eine Ausschreibung immer bedarfsorientiert, zielgerichtet und an die Gegebenheiten angepasst sein. <em>(fn-press)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die anhaltende Konjunkturflaute und die steigenden Lebenshaltungskosten in Deutschland machen sich zunehmend auch im Pferdesport bemerkbar. Hatte der Turniersport nach der Coronazeit zun\u00e4chst wieder etwas Fahrt aufgenommen, weist der Trend seit 2023 nach unten und hat mittlerweile alle Parameter des Turniersports erfasst. 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