{"id":87546,"date":"2025-05-13T17:37:42","date_gmt":"2025-05-13T15:37:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/?p=87546"},"modified":"2025-07-14T21:41:47","modified_gmt":"2025-07-14T19:41:47","slug":"back-to-nature-stellt-die-pferde-auf-die-wiese-macht-nicht-so-viel-tamtam-exklusiv-interview-mit-laura-und-enno-klaphake","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spring-reiter.de\/index.php\/2025\/05\/13\/back-to-nature-stellt-die-pferde-auf-die-wiese-macht-nicht-so-viel-tamtam-exklusiv-interview-mit-laura-und-enno-klaphake\/","title":{"rendered":"&#8222;Back to nature: Stellt die Pferde auf die Wiese. Macht nicht so viel Tamtam.&#8220; Exklusiv-Interview mit Laura und Enno Klaphake"},"content":{"rendered":"\n<p>\u201eDie letzten drei Jahre haben mich sportlich sehr zur\u00fcckgeworfen. Wenn man gesund ist, m\u00f6chte man immer besser werden. Ich m\u00f6chte gesundheitlich einfach nur dahin kommen, wo ich mal war\u201c, sagt Laura Klaphake im Interview mit spring-reiter.de. Die heute 31-J\u00e4hrige war ganz oben im Top-Springsport angekommen, gl\u00e4nzte im Sattel von Catch me if you can mit Doppel-Null-Runden und dem Team-Sieg im Nationenpreis in Aachen, gewann Team-Bronze bei der WM in Tryon. Ein Sturz und eine schwere Schulterverletzung mit vielen Komplikationen bremsten die erfolgreiche und beliebte Springreiterin vor drei Jahren unsanft aus. Nach einer weiteren OP im Oktober 2024 und einer erneuten Reitpause startet sie seit Anfang April wieder auf Turnieren. Mit ihrem Bruder Enno hat sie sich selbstst\u00e4ndig gemacht.\u00a0spring-reiter.de hat mit Laura und Enno \u00fcber ihre Ausbildungsphilosophie bei jungen Pferden gesprochen, sie haben uns erkl\u00e4rt, warum ihnen die klassische Reitausbildung so wichtig ist und warum man bei Pferden \u201eback to nature\u201c gehen und es simpel halten sollte. Und es kam heraus, wer von beiden ab und an mal etwas \u201ebossy\u201c sein kann.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Laura und Enno \u2013 Ihr habt Euch mit Klaphake Horses selbstst\u00e4ndig gemacht. Welches Gesch\u00e4ftsmodell verfolgt ihr?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Laura:<\/strong>&nbsp;\u201eJa, wir haben uns auf dem Hof von Annkathrin und Karl Brocks in Wallenhorst bei Osnabr\u00fcck mit aktuell 16 Boxen selbstst\u00e4ndig gemacht. Es herrscht eine famili\u00e4re Atmosph\u00e4re und wir f\u00fchlen uns sehr wohl dort. Vorher arbeiteten wir mit Schockem\u00f6hle zusammen und das war auch alles gut, das war unser Zuhause, da sind wir aufgewachsen. Es war eine echt tolle Zeit, aber irgendwann haben wir dann f\u00fcr uns gesagt, wir wollen f\u00fcr uns etwas Eigenes auf die Beine stellen, sodass man ganz ungebunden ist und alles machen kann. Enno und ich haben bei der Familie Brocks jeder unseren eigenen kleinen Stall, das gef\u00e4llt uns super und wir f\u00fchlen uns richtig wohl. Ich wohne weiterhin in M\u00fchlen, und Enno und ich fahren beide circa 30 Minuten zum Stall, das geht ganz gut.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Mama Gaby hilft uns gelegentlich bei der Ausbildung der Pferde, Papa Joseph ist f\u00fcr die Pferdevermarktung bei Paul Schockem\u00f6hle t\u00e4tig und unterst\u00fctzt uns gelegentlich auf den Turnieren. Wir arbeiten ebenfalls eng mit unserem Bruder Felix zusammen, der als Teilhaber des German Horse Centers aktiv ist. Auch wenn es unterschiedliche Firmen sind, erg\u00e4nzen wir uns perfekt und die Zusammenarbeit macht viel Spa\u00df. Es ist etwas ganz Besonderes, als Familie in der gleichen Branche zu arbeiten und uns gegenseitig zu unterst\u00fctzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Ziel ist es, gezielt nach jungen Pferden zu suchen, um diese dann auszubilden und sp\u00e4ter den passenden Kunden f\u00fcr jedes Pferd zu finden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wo und wie sucht ihr nach jungen Pferden und was ist Eure Ausbildungsphilosophie?&nbsp;<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Laura<\/strong>: \u201eWir nutzen nat\u00fcrlich unser Netzwerk, das wir uns \u00fcber viele Jahre aufgebaut haben. Wir kaufen auch mal ganz junge Pferde vom Z\u00fcchter. Unsere Eltern haben immer sehr viel Wert auf die klassische Reitausbildung gelegt und haben von Anfang an zu uns gesagt, dass wir in der Lage sein m\u00fcssen, ein Pferd selbst auszubilden, weil wir nie ein fertiges Grand Prix Pferd bekommen haben. Auch bei Schockem\u00f6hle haben wir immer gute Pferde bekommen, aber es waren immer junge Pferde. Das ist nat\u00fcrlich schon etwas anderes. In unserem Sport gibt es Leute, bei denen Geld keine Rolle spielt \u2013 sie bekommen die Pferde, die bereits f\u00fcr GPs fertig sind. Unser Ziel ist es aber, bessere junge Pferde zu finden \u2013 was nat\u00fcrlich alle m\u00f6chten \u2013 , aber vor allem Pferde, an die wir glauben. Wir wollen es nicht \u00fcber die Masse machen, wir wollen uns Zeit f\u00fcr jedes einzelne Pferd nehmen.\u201c\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Was ist Euch beim Pferdeverkauf wichtig?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Laura:<\/strong>&nbsp;\u201eWenn ein Kunde kommt und ein Pferd ausprobiert, dann pushen wir das meist nicht so, dass er unbedingt dieses Pferd kaufen muss. Am Ende sehen wir ja, ob es Potential hat, ob Reiter und Pferd harmonieren. Wir m\u00f6chten ein gutes Match finden, weil das letztendlich f\u00fcr den Reiter und das Pferd wichtig ist.&nbsp;&nbsp;Wir freuen uns, wenn wir das Pferd bis zu einem bestimmten Punkt begleiten k\u00f6nnen, aber wir freuen uns auch, wenn die Pferde das erreichte Niveau halten k\u00f6nnen oder es verbessern k\u00f6nnen. Das ist unser Ziel.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Enno<\/strong>: \u201eWir m\u00f6chten nicht, dass sich der Kunde auf ein Pferd setzt, es in dem Moment funktioniert, es aber dann beispielsweise nach zwei Monate nicht mehr harmoniert.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wenn die eigenen Pferde immer besser werden, m\u00f6chte man mit ihnen vielleicht auch selber erfolgreich im gro\u00dfen Sport starten, oder?\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Enno:<\/strong>&nbsp;\u201eJa, na klar. Aber es war ja schon bei Paul so, dass die Pferde verkauft wurden, wenn sie besser wurden &#8211; dann ist es ja auch im Interesse des H\u00e4ndlers, sie zu verkaufen. Wenn die Pferde sich gut entwickeln, dann gibt es bestimmte Summen, bei denen man dann realistisch sein muss, wenn man nicht gerade einen Sponsor hat. Wir verdienen damit unser Geld, also m\u00fcssen wir auch irgendwann verkaufen. Auch wenn wir letztendlich alle Pferde am liebsten bis zum Ende behalten m\u00f6chten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Laura<\/strong>: \u201eAlso wir w\u00fcrden jetzt nicht alle 7- oder 8-j\u00e4hrig verkaufen. Wir arbeiten beispielsweise mit VDL Stud zusammen. Das ist eine tolle Kooperation, die viel Spa\u00df macht. Wir versuchen, immer realistisch zu sein. Es ist nicht so, dass der Erstbeste kommt und ein Pferd probiert.&nbsp;&nbsp;Insgesamt haben wir einen guten Mix. Wir haben ein paar Pferde, die uns selbst geh\u00f6ren, dann haben wir ein paar Kooperationen und ein paar Beritt-Pferde.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ihr habt erz\u00e4hlt, dass Eure Eltern so viel Wert auf eine gute, klassische Reitausbildung gelegt haben. Welcher Aspekt ist Euch besonders wichtig?\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Laura<\/strong>: \u201eDas Pferdewohl steht immer an erster Stelle. Wenn wir jetzt ein drei-, vier- oder f\u00fcnfj\u00e4hriges Pferd haben, dann wird es nicht jeden Tag geritten, damit es in zwei Monaten fertig ist f\u00fcr irgendwas, sondern da planen wir schon langfristiger. Die Pferde kommen auch jeden Tag auf die Wiese oder auf ein Paddock, die sind viel drau\u00dfen, da legen wir sehr viel Wert drauf.\u00a0\u00a0Derzeit haben wir beispielsweise zwei Vierj\u00e4hrige im Stall: die haben alles sehr gut gemacht, also gehen sie jetzt bis zum Herbst nochmal in einer gro\u00dfen Herde auf die Weide. Wir setzen auf Geduld und Zeit bei der Ausbildung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Enno<\/strong>: \u201eIch finde es auch total wichtig, dass man selbst viel Zeit mit dem Pferd verbringt. Ich glaube, wenn man das einmal gemacht hat und das so drin ist, dann spielt sich das ein. Eigentlich muss man das alles einmal machen, Boxen misten, Pferde selber fertigmachen, dass man ein Gef\u00fchl f\u00fcr die Pferde bekommt. Unser Sport ist kein Beruf, sondern eine Lebenseinstellung. Man geht nicht morgens ins B\u00fcro und ist irgendwann nachmittags fertig, sondern es geht immer weiter und man muss ein Gef\u00fchl und Gesp\u00fcr f\u00fcr jedes einzelne Pferd entwickeln.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie gut erg\u00e4nzt Ihr Euch bei der Pferde-Ausbildung?&nbsp;<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Laura<\/strong>: \u201eWir tauschen uns total gut aus. Was bei uns ganz sch\u00f6n ist, Enno ist ja sechs Jahre j\u00fcnger als ich, wir sind vom K\u00f6rperbau sehr unterschiedlich und wir haben schon auch verschiedene Reitweisen. Letztens hatte ich ein Pferd, und da meinte ich irgendwann, \u201eich glaube, dass der viel besser zu dir passt. Mit mir geht das wohl, aber ich habe das Gef\u00fchl, mit dir kann das noch besser gehen.\u201c Dann hat Enno es probiert und es ging tats\u00e4chlich besser, und andersrum habe ich auch mal ein Pferd von ihm bekommen. So ist der Sport nun mal. Nicht jeder Reiter passt zu jedem Pferd, und wir wollen Pferde auch nicht total umstellen. Wir wollen das Positive aus jedem Pferd rausholen und versuchen, das zu verbessern. Die Pferde haben genauso wie wir Menschen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen &#8211;\u00a0\u00a0man kann Menschen nicht ver\u00e4ndern und so ist es auch beim Pferd. Da erg\u00e4nzen wir uns echt gut, das macht Spa\u00df.\u201c\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>L\u00e4sst Deine Schwester Laura auch mal den Chef raush\u00e4ngen? Ist sie manchmal etwas bossy?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beide lachen,&nbsp;<strong>Enno<\/strong>&nbsp;gibt zu: \u201eKann sie schon mal sein. Ja. Aber das harmoniert eigentlich schon ganz gut.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Laura<\/strong>: \u201eIch sag dann manchmal zu Enno, ich bin sechs Jahre \u00e4lter und ich m\u00f6chte einfach nicht, dass du die gleichen Fehler, die ich schon gemacht habe, auch noch mal machst. Aber ansonsten l\u00e4uft es richtig gut so.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Laura, Du bist Nationenpreise geritten, hast ganz vorne in der Weltspitze mitgemischt, warst in den Medien sehr pr\u00e4sent und everybodys darling. Fehlt Dir diese Zeit der gro\u00dfen internationalen Erfolge?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Laura<\/strong>: \u201eDas war eine ganz besondere Zeit, die ich in meinem Leben nie wieder vergessen werde. Da war ich so 23, 24 Jahre alt und irgendwie bin ich damals da so reingerutscht. Es lief ganz gut, dann dachte man, ok bis zum n\u00e4chsten Turnier, dann lief es wieder gut. Und so weiter. Das war damals alles so ganz ohne Erwartungen. Mit Catch me und mir, das war schon toll, aber das ist genau das, worauf wir jetzt auch Wert legen, dieses Ausbilden von jungen Pferden. Ich behaupte, dass ich mit Catch me, mit Silverstone und Cinsey auch so gut war, weil ich die alle jung bekommen habe, und irgendwie glaube ich, dass man so anders zusammenw\u00e4chst \u2013 die Bindung zum Pferd ist eine ganz andere. Auch auf einer emotionalen Ebene. Klar war das eine tolle Zeit und unvergessliche Zeit und ich hoffe auch, dass ich da mal wieder hinkomme. Aber es kommt nicht von heute auf morgen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Die letzten drei Jahre waren ziemlich schwer f\u00fcr mich mit meiner Schulterverletzung. Ich hatte mir die Schulter ja vor drei Jahren so schlimm gebrochen, wurde dann mehrfach operiert. Die Verletzung war sehr schwer. Und es hat auch einen schlimmen Verlauf genommen, es gab viele Komplikationen. Ich hatte eine bakterielle Infektion. Ich habe eine allergische Reaktion auf die Schrauben entwickelt. Ich wurde im letzten Oktober wieder operiert, und die \u00c4rzte haben mir prognostiziert, dass ich eigentlich \u00fcberlegen sollte, nicht mehr aufs Pferd zu steigen. Es wurde mir damals sogar Knochenmark aus dem Becken genommen, Knochen, Sehnen, es war alles kaputt. Es war schon eine harte Zeit, vor allem, wenn man immer Schmerzen hat. Aber gerade aus solchen Lebensphasen lernt man viel. Man wird st\u00e4rker und wei\u00df vieles im Leben mehr zu sch\u00e4tzen \u2013 so erging es mir zumindest. Ich bin jetzt erst wieder etwas l\u00e4nger als sechs Wochen am Reiten. F\u00fcnf, sechs Monate bin ich gar nicht geritten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die letzten drei Jahre habe ich jetzt erst mal andere Ziele. Dass ich zur\u00fcckkomme zu meiner Leidenschaft. Das hat oberste Priorit\u00e4t. Ich behaupte, wenn man etwas liebt, und dann auch noch gut ist, dann kommt man hoffentlich auch noch mal wieder dahin. Aber man kann es nat\u00fcrlich nicht erzwingen. Ich bin jetzt erst mal froh, dass ich wieder reiten kann. Das macht mich total gl\u00fccklich. Jetzt gucke ich einfach, was kommt. So haben mich die letzten drei Jahre sportlich sehr zur\u00fcckgeworfen, dennoch aber sehr gepr\u00e4gt. Wenn man gesund ist, m\u00f6chte man immer besser werden. Ich m\u00f6chte gesundheitlich einfach nur dahin kommen, wo ich mal war.\u201c\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Noch immer ist sie nicht ganz \u201eschmerzfrei\u201c. Mit regelm\u00e4\u00dfiger Physio k\u00e4mpft sie sich dank \u201etoller Betreuung\u201c von \u00c4rzten und Physiotherapeuten zur\u00fcck in den Sport.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Laura&nbsp;<\/strong>bringt ihre Gef\u00fchlslage auf den Punkt: \u201eNicht mehr reiten, ist keine Option. Dann geht meine Seele kaputt.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wer ist der Ehrgeizigere von Euch beiden?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Laura<\/strong>: \u201eIch glaube wir sind beide ziemlich ehrgeizig.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Enno<\/strong>&nbsp;lacht: \u201eDeshalb ecken wir auch manchmal an.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wer reitet schneller im Stechen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Enno&nbsp;<\/strong>grinst: \u201eMutiger bin ich vielleicht, aber das klappt dann auch nicht immer.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Laura, bist Du beim Reiten vorsichtiger geworden nach der schweren Schulterverletzung?&nbsp;<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Laura<\/strong>: \u201eIch habe keine Angst beim Reiten. Gar nicht. Nur wenn Pferde so richtig wild bocken, da habe ich Schiss. Das war so die Situation, wo ich runtergefallen bin. Da war Quin noch Hengst, der war total wild und ist mit mir im vollen Hahn losgaloppiert. Ich war gerade am Nachgurten, da schoss er los und bockte. Leider war der Sattel nicht nachgegurtet, wurde immer lockerer und rutschte im vollen Tempo zur Seite. In der zweiten Kurve konnte ich mich nicht mehr halten, der Sattel war schon so weit an der Seite, dann flog ich runter und die Schulter war ausgekugelt. Dann ging das Drama los. Eigentlich dumm gelaufen, aber es war auch ein wenig meine eigene Schuld.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie seht Ihr zur Kritik am Reitsport?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Laura<\/strong>: \u201eIch finde, man muss sich immer wieder vor Augen f\u00fchren, dass das Pferdewohl im Vordergrund steht. Wir haben Sportpartner und d\u00fcrfen die nicht, wenn es mal nicht klappt, irgendwie herumrei\u00dfen. Wobei ich schon glaube, dass wir auf einem guten Weg sind. Die Sensibilit\u00e4t ist auf jeden Fall gr\u00f6\u00dfer geworden. Unsere Eltern haben uns schon immer mit auf den Weg gegeben: Back to nature. Stellt die Pferde auf die Wiese. Macht nicht so viel Tamtam. Wir versuchen, alles m\u00f6glichst simpel zu halten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Enno<\/strong>: \u201eIch glaube schon, dass die meisten Reiter sich der Situation bewusst und sensibel sind.&nbsp;&nbsp;Die meisten Reiter behandeln ihre Pferde auch gut. Nat\u00fcrlich gibt es immer mal Ausnahmen, wie \u00fcberall. Daf\u00fcr gibt es heute auf Turnieren oft Stewards, die Aufkl\u00e4rung leisten, es wird mehr kontrolliert und das ist auch gut.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Laura:<\/strong>\u00a0\u201eIch bin wirklich der Meinung, dass die Pferde Spa\u00df an dem Sport haben. Ich hatte ein Pferd, Bantou Balou, der war eine Zeit lang verletzt. Immer wenn er gemerkt hat, dass die anderen Pferde aufs Turnier fahren, hat er schon gewiehert. Dann wurde er wieder antrainiert, konnte aber noch nicht aufs Turnier. Jedes Mal, wenn ich den Z\u00fcgel lang lie\u00df und die LKW-Klappe war unten, wollte er auf diesen LKW und wieder mit zum Turnier. Der Quin zum Beispiel, der ist jetzt Wallach und auch mal ein bisschen fauler. Aber wenn der am Einritt steht und wei\u00df, es geht los, dann gehen die Ohren nach vorne, dann geht er in den Parcours und f\u00e4ngt an zu rennen, und du merkst, der will. Viele Pferde haben wirklich Spa\u00df an dem Sport.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Enno:<\/strong>&nbsp;\u201ePferde verbinden uns alle ja auch. Es gibt ja nicht nur den Sport, die Pferde helfen ja auch z.B. als Therapie-Pferde. Pferde leisten einen gro\u00dfen Beitrag f\u00fcr die Gesellschaft, Pferde bringen Menschen zusammen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Laura, lieber Enno \u2013 vielen Dank f\u00fcr das tolle Gespr\u00e4ch und viel Erfolg mit Klaphake Horses!&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie letzten drei Jahre haben mich sportlich sehr zur\u00fcckgeworfen. Wenn man gesund ist, m\u00f6chte man immer besser werden. Ich m\u00f6chte gesundheitlich einfach nur dahin kommen, wo ich mal war\u201c, sagt Laura Klaphake im Interview mit spring-reiter.de. Die heute 31-J\u00e4hrige war ganz oben im Top-Springsport angekommen, gl\u00e4nzte im Sattel von Catch &hellip; <a class=\"kt-excerpt-readmore\" href=\"https:\/\/www.spring-reiter.de\/index.php\/2025\/05\/13\/back-to-nature-stellt-die-pferde-auf-die-wiese-macht-nicht-so-viel-tamtam-exklusiv-interview-mit-laura-und-enno-klaphake\/\" aria-label=\"&#8222;Back to nature: Stellt die Pferde auf die Wiese. 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