Die US-amerikanische Reiterin Lillie Keenan dominierte den zweiten Tag des „Jumping International de Dinard“. Vor ausverkauften Tribünen sicherte sich die 29-Jährige am Freitag den Sieg in beiden CSI5*-Prüfungen: dem „Cordon Group Prize“ über 1,45m und dem Höhepunkt des Tages, dem „Mars & Co Prize“, der über 1,55 m ausgetragen wurde.
Immerhin 42 Starter hatten sich in diesem Hauptspringen des Tages um den Sieg beworben. Zehn Paare qualifizierten sich mit fehlerfeien Umläufen für das Stechen. Als Zweiter in der entscheidenden Runde setzte der Schweizer Steve Guerdat, ein langjähriger Publikumsliebling in Dinard, auf seinem Hengst Hadj de Blinière (v. Carpe Diem JF Champblanc) mit einer Zeit von 43,21 Sekunden früh die Bestmarke. Seine Zeit wurde später von dem Brasilianer Pedro Junqueira Muylaert auf Gemme Villers (42,35 s) unterboten, bevor der Weltranglistenvierte Ben Maher aus Großbritannien auf Enjeu de Grisien (v. Toulon) die Messlatte mit einer Zeit von 40,30 Sekunden erneut höher legte. Als vorletzte Reiterin hatten Lillie Keenan und ihr Hengst Kick On (v. Warrior) das letzte Wort und sicherten sich mit einer Zeit von 38,75 Sekunden den Sieg.
„Heute war es unglaublich!“, sagte die US-amerikanische Reiterin mit einem Lächeln. „Den 1,55-m-Grand-Prix mit Kick On zu gewinnen, ist mehr, als ich mir erhofft hatte. Nach einem schwierigen Tag gestern sagte mir meine Mutter, ich solle mir keine Sorgen machen, denn morgen sei ein neuer Tag, und sie hatte absolut Recht. Ich komme wirklich sehr gerne nach Dinard: Das Publikum steht immer hinter uns, und die Atmosphäre ist einzigartig. Ich liebe dieses Turnier so sehr, dass ich sogar extra für Dinard eine rosa Jacke mit meinem Markenlogo entworfen habe. Jetzt hoffe ich natürlich, am Sonntag den Rolex Grand Prix der Stadt Dinard zu gewinnen.“
LILLIE KEENAN GLÄNZT FRÜH IM CORDON GROUP PRIZE
Zuvor hatte sich die US-Amerikanerin Lillie Keenan bereits den Sieg in dem CSI5* Cordon Group Prize über 1,45m geschnappt. Als Letzte im Parcours auf ihrem Wallach Emerlon (v. Emerald) stoppte die Uhr bei 62,12 Sekunden und so setzte sich Lillie Keenan knapp gegen den Franzosen Julien Anquetin und Farah Tame (v. Quadrio) durch, die mit 62,55 Sekunden nur wenige Hundertstelsekunden hinter ihr landeten. Nachdem er gestern den „Les Estivales de l’Équitation Prize“ gewonnen hatte, musste sich der Schwede Henrik von Eckermann diesmal mit dem dritten Platz begnügen und kam mit seiner langjährigen Partnerin Glamour Girl (v. VDL Zirocco Blue) in 62,93 Sekunden ins Ziel.
GROSSBRITANNIEN BEENDET DEN TAG MIT EINEM HÖHEPUNKT
Die letzte Prüfung des Tages, der CSI3 Dinard Émeraude Équitation Prize*, ein 1,50m Zeitspringen ging an den Briten Scott Brash, der Kohiba (v. Kannan) in 76,10 Sekunden zum Sieg führte. Als Vierte am Start legte die Französin Margaux Rocuet auf Elektra des Premices das frühe Tempo vor, stoppte die Uhr bei 79,44 Sekunden und hielt die Führung über weite Strecken der Prüfung, bevor sie von der Nummer 3 der Weltrangliste überholt wurde. Der Schweizer Steve Guerdat komplettierte das Podium in 79,45 Sekunden mit Dynamix de Bélhème (v. Snaike de Blondel), der Stute, die er auch bei den FEI-Weltmeisterschaften vom 19. bis 23. August in Aachen reiten wird.
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