Das war ein verflixtes Stechen im Kampf um den Sieg im Championat von Münster über 1,55m: Erst das neunte Paar von insgesamt 13 Startern, die Schwedin Malin Baryard-Johnsson und ihr Westfalen-Wallach Hennessy (v. Hogwart), bezwang den Stech-Parcours ohne Fehler. Mit einer Zeit von 50.15 Sekunden hatte die Mannschaft-Olympia-Siegerin allerdings eine große Tür offen gelassen. Durch die galoppierten Gerrit Nieberg und seine Stute IB Queen (v. Quasimodo Z). Auch diese beiden absolvierten den Stech-Parcours zur Freude des heimischen Publikums ohne Fehler und mit einer Zeit von 46.52 Sekunden auch noch schnell. Das war der verdiente Sieg, denn außer der Schwedin und dem Aachen Grand Prix Sieger von 2022 blieb niemand Doppel-Null. Die Schnellste war übrigens Paula de Boer-Schwarz mit ihrer My Miss Marpel (v. Mylord Carthago) und einer Zeit von 41.56 Sekunden. Leider fiel eine Stange, aber das Paar durfte sich bei seiner Münster Premiere über Platz drei freuen.
“Vor heimischer Kulisse macht es natürlich besonders viel Spaß, auch wenn die Erwartungshaltungen natürlich ebenfalls hoch sind. Aber schon im Umlauf gab mir die Stute ein super Gefühl. Und nach den vielen Fehlern im Stechen von meinen Kollegen wusste ich, dass man mit einer kontrollierten Runde im Stechen gewinnen kann”, brachte der Sieger seine Strategie auf den Punkt. Besonders stolz war er natürlich auf die Leistung der 11-jährigen IB Queen: “Wir sind schon eine gewisse Zeit ein Team. Sie hat konstant gute Ergebnisse abgeliefert, auch schon über 1,55m und 1,60m. Ich bin froh, dass ich sie reiten darf. Morgen möchte ich sie im Großen Preis reiten.”
Auch die Zweitplatzierte freute sich: “Ich bin das erste Mal in Münster. Bei der Premiere gleich Zweite zu werden, ist natürlich toll und vor so einer imposanten Kulisse erst recht. Ich bin auch super happy mit Hennessy. Er kann alles springen, ist aber manchmal etwas spooky”, verrät die Schweden Malin Baryard-Johnsson.
Für Paula de Boer-Schwarz endete das Championat von Münster mit einem lachenden und einem weinenden Auge: “Mein Pferd sprang super gut, ich habe mich an Sprung zwei einfach vertan. Das ist natürlich schade, ich habe ihr im Weg gestanden und ihr den Sieg genommen. Aber vielleicht schaffe ich es morgen im Großen Preis.”
Platz vier ging an Omar Abdul Aziz Al Marzooqi mit BBS McGregor (v. Cardento) vor Patrick Stühlmeyer und Baloutaire PS (v. Balou du Rouet). Platz sechs holten Marie Ligges und ihre Ballerina NRW (v. Balous Diamond).
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