Zweimal Nationenpreis-Silber für deutschen Nachwuchs in Zduchovice

Beinahe hätte der Nationenpreis-Tag beim CSIO Youth im tschechischen Zduchovice sogar mit einem Sieg für Team Deutschland begonnen. Bundestrainer Eberhard Seemann hatte bei den Children Mila Osing auf Capitaine, Grace Isabelle Kühner auf Rassina-M, Greta Stolte-Greskamp auf Contraire und Angelina Zweig auf Lillit in den 1,25m Parcours geschickt. Nach Abzug der Streichergebnisse kam das Quartett aus den beiden Runden mit strahlend weißer Weste heraus. Null Punkte auf dem Score – das bedeutete ein Stechen um den Sieg gegen die ebenfalls fehlerfreien polnischen Children. Diesmal blieb nur bei den Polen jede Stange in ihren Auflagen – wie auch bei Mila Osing. Aber weil auf der Jagd nach der Bestzeit sowohl bei Grace Isabelle Kühner als auch bei Greta Stolte-Greskamp ein Hindernisfehler passierte, wurde es bei der Siegerehrung Silber für Team Deutschland hinter Polen und vor dem ungarischen Quartett.

Anschließend, im Nationenpreis der Junioren, fiel die Entscheidung nach den zwei Umläufen ohne Stechen – und wieder hieß die Reihenfolge: Gold für Polen, Silber für Team Deutschland.

Eberhard Seemann hatte als Startreiterin auf Jolie Marie Kühner mit EIC Stepstone (v. Stoltenberg)  gesetzt – und wurde nicht enttäuscht: Zweimal Null leuchtete als Ergebnis. Es folgte Lutz Gripshöver mit Cornet Royal (v. Cornet Obolensky). Aus der ersten Runde kam er mit einem Springfehler, aus der zweiten mit zwei Spring- und einem Zeitfehler. So wurde er zweimal zum Streichergebnis. Bei June Karlinder und Botakara OLD (v. Balou du Rouet) lief es ähnlich: Vier Punkte in Runde 1, acht Punkte in Runde 2, die dann alle zählten. Vieca Sofie Bade hatte mit Chades of Grey (v. Contendro I) die notwendigen guten Nerven, um die Silbermedaille abzusichern. Nachdem auch ihr in Runde eins ein Springfehler unterlaufen war, durfte in dem zweiten Umlauf nicht einmal mehr ein Zeitfehler passieren, denn um genau diesen einen Punkt lagen die Ungarn hinter den Deutschen. Und Vieca Sofie Bade lieferte die dringend benötigte Null, Silber war gesichert hinter Polen und vor Ungarn.

Als drittes Team gingen die Jungen Reiter in ihrem Nationenpreis an den Start – mit einem ungewöhnlichen Ergebnis. Nicht, weil zum dritten Mal der polnische Nachwuchs siegte, diesmal vor den gastgebenden Tschechen, sondern weil damit die Platzierung endete. Denn die zwei folgenden Teams aus Deutschland und Dänemark schieden aus, weil sie nicht mit den vorgeschriebenen mindestens drei Reitern irgendwie ins Ziel kamen. Team Deutschland hatte dabei das zusätzliche Problem, dass es von Anfang an nur aus drei Reitern bestand. Als also Startreiterin Charlotte Westphal mit Crescendo L ausgeschieden war, war auch für Paula Fischer auf Centenario und Hendrik Greve auf Cocochella die Teamwertung beendet.

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