Sie waren schon im Umlauf schnell unterwegs: Wer Patrick Stühlmeyer und den neunjährigen Chaloubino PS OLD (v. Chaccoon Blue) dort über den Parcours fliegen sah, wusste schon, dass mit diesen beiden im Stechen auf jeden Fall zu rechnen sein wird. Und so war es auch. Auf Angriff gebürstet griffen Stühlmeyer und der braune Hengst aus der Lewitz die bis dahin bestehende Bestzeit von Mario Stevens mit Carrie (v. Christian) und Seppe Wouters mit Roxanne de Regor (v. Kannan) an. Beide waren mit der exakt gleichen Zeit von 37.27 Sekunden über die Ziellinie galoppiert und lagen gemeinsam in Führung.
Aber schon nach den ersten Hindernissen wurde klar, Stühlmeyer war schneller, viel schneller. Zum letzten Hindernis ging der Deutsche Meister von 2024 volles Risiko, nahm die erste Distanz und flog fehlerfrei über den letzten Oxer. Das war der verdiente Sieg nach sensationellen 35.43 Sekunden.
“Da ging kein Galoppsprung weniger”, lachte Patrick Stühlmeyer ,angesprochen auf seinen Sprint zum letzten Sprung.
“Ich habe Chaloubino im Stall ,seitdem er fünf Jahre alt ist. Er war sechs- und siebenjährig Vize-Bundeschampion in Warendorf. Dann hat er siebenjährig ein bisschen Pause gehabt, weil er viel gedeckt hat. Letztes Jahr ist er achtjährig schon 1,50m gegangen und war auch immer platziert. Er war auch Zweiter letztes Jahr in Lanaken. Er war oft Zweiter, ist immer super, super gesprungen. Umso stolzer bin ich heute, dass er mal ganz vorne steht, weil er sich das auch verdient hat”, freute sich der Sieger gegenüber spring-reiter.de.
Mario Stevens nahm seinen zweiten Platz (zusammen mit dem Belgier Seppe Wouters) sportlich. “Du hast uns wirklich alt aussehen lassen”, flachste er Patrick Stühlmeyer an und beglückwünschte den Sieger.
Ein toller vierter Platz ging an die Multitasking-Queen im Sattel und auch anderswo: Paula de Boer-Schwarz mit dem Holsteiner Vancouver (v. Vagabond de la Pomme) vor Hannes Ahlmann mit dem erst neunjährigen Madness (v. Kannan).







