Lillie Keenan brilliert im 215.000 Dollar Grand Prix in Wellington – Kukuk und Vogel platziert
Lillie Keenan und Fasther gewinnen in Wellington. Foto: WEF sportfot

Lillie Keenan brilliert im 215.000 Dollar Grand Prix in Wellington – Kukuk und Vogel platziert

Christian Kukuk hatte die schwierige Aufgabe, den anspruchsvollen Grand Prix Parcours am Samstagabend in Wellington als Erster und Wegbereiter zu überwinden: Im Sattel seiner EM-Stute Just be Gentle (v. Tyson) zeigte der Olympia-Sieger dann gleich mal, wie es geht, absolvierte den Kurs fehlerfrei und zog ins Stechen ein. Genau wie wenig später Richard Vogel mit dem erst neunjährigen und ehrgeizigen Abou Chaker (v. Alaba), der noch im letzten Jahr von Sophie Hinners vorgestellt worden war. Insgesamt elf Paare hatten ihr Ticket für das Stechen gelöst. Am Ende blieb der Sieg in den USA.

Vor heimischem Publikum setzten sich die US-Amerikanerin Lillie Keenan und ihr langjähriger Partner Fasther in einem spannenden Stechen durch und gewannen den mit 215.000 Dollar dotierten NetJets CSI4* Grand Prix, der den Höhepunkt der Saturday Night Lights in der dritten Woche des Winter Equestrian Festival (WEF) in Wellington bildete.

Eine gewagte Wendung zum dritten Hindernis und das Auslassen eines Galoppsprungs auf der letzten Linie bescherten Keenan und ihrem 16-jährigen niederländischen Warmblutwallach (Vigo d’Arsouilles STX x Farmer) schließlich den Sieg mit drei Zehntelsekunden Vorsprung (40.56 Sekunden).

Der irische Olympionike Shane Sweetnam kam mit 40,87 Sekunden Keenans Zeit am nächsten und verpasste mit Rural Juror SCF von Spy Coast Farm – einem neunjährigen dänischen Warmblüter von Presley Boy – nur knapp den ersten Platz. Platz drei ging an die australische Olympionikin Thaisa Erwin. Sie ritt die 14-jährige, in den Niederlanden gezüchtete Stute Hialita B.

Christian Kukuk und Just be Gentle wurden nach zwei fehlerfreien Runden Sechste. Richard Vogel und Abou-Chaker platzierten sich nach einem Abwurf im Stechen auf Rang acht.

„Die letzte Linie war ein riskanter Moment, aber ich glaube, sie hat den größten Unterschied gemacht“, sagte Keenan, die mit Mclain Ward trainiert.

„Er war das erste Pferd, das Mclain für mich ausgewählt hat, und steht für die wichtige Mentorenschaft, die ich mit ihm habe“, fuhr Keenan über Fasther fort, der ihrer eigenen Chansonette Farm gehört. „Er ist mein Herzenspferd – er hat ein Feuer in sich, liebt es zu springen, aber er liebt es vor allem zu laufen. Am Anfang hatten wir große Schwierigkeiten mit seiner Rittigkeit, aber ich bin mit ihm gewachsen, ich vertraue ihm sehr und er gibt sich so viel Mühe für mich.“

Die gebürtige New Yorkerin erzählte weiter von der Bindung, die sie in den sieben gemeinsamen Jahren zu Fasther aufgebaut hat: „Es gibt Momente, in denen ich an ein Hindernis komme und denke, ich hätte besser reiten sollen, und er dreht sich von selbst nach innen um darüber zu springen. Er macht das für mich – ich glaube nicht, dass er das für irgendjemanden anderen tun würde.”

Nur vier Wochen nach Beginn der Wintersaison bei den Wellington Internationals hat Keenan damit bereits mehrere beeindruckende Siege errungen, darunter einen CSI3*-Sieg über 1,50 m auf Chagrin d’Amour und einen Grand-Prix-Sieg bei ihrem Debüt mit ihrem neuen Pferd Highway TN.

Das ganze Ergebnis: HIER