Die Irin Jessica Burke, Nummer 171 der FEI Weltrangliste, hat mit ihrem Schimmel Good Star du Bary (v. Rock’n Roll Semilly) überraschend die Weltcup-Etappe in Bordeaux für sich entschieden. Als letzte Starterin im Stechen lieferte sie als Einzige zwei fehlerfreie Runden ab. Überraschend war auch, dass nur vier Paare den schweren Umlauf-Parcours, der das erste mal von Yann Royant gebaut wurde, fehlerfrei bezwangen.
Als Erster schaffte dieses Kunststück ausgerechnet Tom Schewe, der mit seiner erst neunjährigen Congress Blue PS (v. Congress) ins Rennen gegangen war. Ihm folgten kurze Zeit später Daniel Deusser mit seinem Tobago Z-Sohn Otello de Guldenboom, Yuri Mansur mit seinem Herzenspferd, dem 18-jährigen Vitiki (v. Valentino) und Jessica Burke.
Tom Schewe musste als Erster ins Stechen und kassierte einen Abwurf. Daniel Deusser pilotierte seinen Otello anschließend super flüssig durch den Stech-Parcours, doch am letzten Sprung fiel dann doch die Stange. Die Zeit von 35.72 Sekunden hätte locker für den Sieg gereicht, doch so wurde es Platz zwei. Auch Yuri Mansur und Vitiki kamen nicht ohne Fehler aus dem Parcours und wurden am Ende Vierte. Dann musste Jessica Burke am Ende “NUR” noch Null reiten, und das tat die Irin.
“Ich bin heute super happy mit dem zweiten Platz. Ich habe wahrscheinlich zum letzten Hindernis zu viel Druck gemacht und so den Fehler kassiert”, resümierte Double D im Anschluss. Mit 55 Punkten im Worldcup-Ranking und Platz fünf in der Zwischenwertung richtet Deusser seinen Fokus nun klar auf das Finale. Vorher geht es für ihn aber noch nach Göteborg zur nächsten Weltcup-Etappe.
Auch Tom Schewe war mit seinem dritten Platz in Bodeaux mehr als zufrieden: “Ich habe mehr erreicht, als ich mir je erträumt habe. Ich war eigentlich nur so eine Art Reservekandidat und noch nie in Bordeaux. Und eigentlich wollte ich auch mit einem anderen Pferd starten, dass sich jedoch vorher leicht verletzte. Congress ist mit ihren neun Jahren ja noch recht unerfahren, daher bin ich super happy, wie alles gelaufen ist.”
Fünfte mit nur einem ärgerlichen Zeitfehler wurden Max Kühner und der vielversprechende Cascadello-Sohn Count on Me. Ebenfalls noch im Geld waren Michael Jung und Fischerheros Z (v. Hotspot) auf Platz 12. Leider viel im Umlauf die letzte Stange nach einer Bilderbuch-Runde. Dazu addierte sich ein Zeitfehler.
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