Im Umlauf waren sie mit einer Zeit von 70.95 noch mit Abstand die Schnellsten: Richard Vogel und der Holsteiner Casall-Sohn Cloudio hatten sich im mit 116.000 US-Dollar dotierten Grand Prix Qualifier in Wellington mit einer super schnellen Bilder-Buch-Runde den letzten Startplatz in der Winning Round gesichert. Eine perfekte Ausgangslage – erst recht, weil immerhin fünf für die Winning Round qualifizierte Teilnehmer auf ihren Start verzichteten.
Am Ende traten nur sieben Paare in der Winning Round an. Die Schnellsten waren Daniel Bluman und der 12-jährige Hummer Z (v. Harley VDL). Nach nur 39.55 Sekunden war ihre Reise durch den Parcours zu Ende, leider war auf dem Weg ins Ziel auch eine Stange gefallen. Es wurde Platz drei für den für Israel startenden Bluman.
Doppel-Null blieben in der Winning Round nur zwei: Der Ire Shane Sweetnam war mit Coriaan van Klatscheut Z (v. Comme il Faut) nur einen Hauch schneller als Bluman und machte vor allem auf den letzten Meter viel Boden gut: Nach 39.71 Sekunden waren die beiden im Ziel – und mussten noch einmal zittern.
Denn zum Schluss ritt das Paar ein, dass erst am letzten Wochenende dem deutschen Team mit zwei Null-Runden den Longines League of Nations Nationenpreis-Sieg in Ocala gesichert hatte: Richard Vogel und Cloudio. Und auch die beiden blieben ein zweites Mahl ohne Fehler: Doch dieses Mal reichte die Zeit von 40.53 Sekunden nicht für den Sieg sondern “nur” für Platz zwei hinter Shane Sweetnam. Richard Vogel wird es verschmerzen können. Für den Rolex Grand Prix am Samstagabend in Wellington ist er als Europameister ohnehin vorqualifiziert und wird Gangster Montdesir satteln.
Christian Kukuk setzte im Grand Prix Qualifier auf Fantasia de Wy (v. Armitages Boy). Auch sie waren am letzten Wochenende super erfolgreich in Ocala mit Platz zwei im Grand Prix unterwegs. In Wellington ging am Donnerstag eine Stange zu Boden, aber auch Christian Kukuk ist bereits für den Rolex Grand Prix, den er in den letzten beiden Jahren mit Checker gewann, vorqualifiziert.
Etwas Pech hatte aus deutscher Sicht dagegen Rene Dittmer mit dem Holsteiner Cody (v. Casall). Nach einem Abwurf im Umlauf wurde es Platz 41 für das Paar. Ärgerlich. Denn für den Grand Prix qualifizierten sich nur die besten 30 Starter. Eine zweite Chance für eine Qualifikation gibt es für Dittmer morgen in Wellington allerdings noch. Die Daumen sind gedrückt.
Das ganze Ergebnis vom GP Qualifier: HIER


