Philipp Weishaupt fängt Sophie Hinners beim Stuttgart German Master noch ab

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Es hatte fast Fußball-Atmosphäre mit tosendem Beifall und La Ola-Wellen durch die fast vollbesetzte Hanns-Martin-Schleyer Halle in Stuttgart. Aber das Starterfeld der 13 Reiter, die um die 100.000 Euro Preisgeld beim German Master kämpften, war ja auch wirklich erlesen: Die Nummern 1, 2 und 4 der Weltrangliste traten an, die Nummer 2, Martin Fuchs, sogar als Titelverteidiger. Aber den Sieg in dem CSI5* Weltranglisten-Springen über 1,55m holte sich ein Anderer, der schon so viel gewonnen hat – nur bis zum Freitagabend eben nicht den Titel als German Master. Nun hat er sich aufgemacht auf die Spuren seines Chefs Ludger Beerbaum, der diesen Titel schon viermal holte:

Als Letzter im Stechen der sechs Fehlerfreien aus dem Umlauf kamen sie herein und ab dem ersten Galoppsprung war bei Philipp Weishaupt und dem erst neunjährigen Kannan-Sohn Krokant der Wille unübersehbar, hier heute Abend auch zu gewinnen. Der dunkelbraune Wallach, der am Vortag mit seinem Reiter die erste Qualifikation schon souverän vor Marcus Ehning auf Funky Fred gewonnen hatte, ging kraftvoll jede Wendung mit, die Philipp Weishaupt mit vollem Körpereinsatz ansteuerte, und am Ende stand die Uhr nach fehlerfreier Runde bei 34,91 Sekunden. „Der ist noch nie so ein schweres Springen gegangen“, stellte der glückliche Sieger gegenüber spring-reiter.de heraus.

Damit blieb das Paar um viereinhalb Sekunden unter der Zeit der bis dahin führenden Sophie Hinners, der einzigen Amazone im Starterfeld. Als Vierte im Stechen hatte die Deutsche Meisterin von 2021 auf derselben Linienführung wie Philipp Weishaupt mit ihrer ebenfalls noch unerfahrenen FBW Graphik (v. Graf Rhapsody) schon die Zeit des ersten Starters um 25 Hundertstel unterboten: Harrie Smolders hatte mit Uricas v.d. Kattevennen (v. Uriko) das Finale fehlerfrei eröffnet. Marc Dilasser verzeichnete nach ihm auf E2k Abricot Ennemmelle (v. Quaprice Bois Margot) einen Abwurf. Es folgte der mit dem größten Beifall begrüßte Lokalmatador Hansi Dreher auf Cous Cous (v. Cachas). Aber mit dem zehnjährigen Schimmel gelang die Wendung zum vierten Sprung nicht ideal, so dass die Oxerstange fiel. Platz fünf war dann das Ergebnis. Zwischen Sophie Hinners und Philipp Weishaupt blies das wohl erfahrenste Paar, Wilm Vermeir und Joyride S (v. Toulon), zum Angriff, blieb fehlerfrei, aber die Zeit reichte nur zu Platz vier, weil die Beiden nicht den inneren, kürzeren Weg zur zweifachen Kombination riskierten.

Das komplette Ergebnis hier