Wenn in einem CSI5* Grand Prix über 1,60m mit 40 Startern sich 19 Paare für das Stechen qualifizieren, dann kann sich das Publikum auf ein spannendes und vor allem langes Stechen freuen: So war es auch im Global Champions Tour Grand Prix von Shanghai, in dem sich alle sieben deutschen Paare ihr Ticket für das Stechen sicherten. Gleich die ersten Starter, Nicola Philippaerts und seine 16-jährige Cardento-Tochter Katanga van het Dingeshof setzten mit ihrer fehlerfreien Zeit von 45.31 Sekunden ein starkes Ausrufezeichen und die nachfolgenden Reiter derart unter Druck, dass am Ende nur drei Paare Doppel-Null blieben und sich der erste Starter über den Grand Prix Sieg und ein Goldenes Ticket für den Super Grand Prix freuen durfte.
Etwas langsamer, nach fehlerfreien 47.14 Sekunden, galoppierten Marcus Ehning und sein Holsteiner Coolio (v. Casalito) ins Ziel. Das war Platz zwei für Ehning, der nach einer Knie-Verletzung Anfang des Jahres länger pausieren musste. Die dritte fehlerfreie Runde lieferten der Franzose Antoine Ermann und Jiamo VDS (v. Thunder vd Zuuthoeve).
Dass es deutlich schneller ging, bewiesen der Weltranglistenerste, Scott Brash, und Hello Chadora Lady. Diese flogen bereits nach flotten 43.82 Sekunden über die Ziellinie, kassierten aber einen Netzroller im Stech-Parcours und wurden Vierte vor Simon Delestre und Gatsby du Tillard (v. President).
“Das war echt ein langes Stechen für mich und mit dem Sieg habe ich tatsächlich nicht gerechnet”, freue sich ein erleichterter Nicola Philippaerts im Anschluss über seinen Sieg.
Mindestens genauso glücklich strahlte Marcus Ehning: “Das ist seit 2024 in Riesenbeck mein erstes Champions Tour Grand Prix Podium. Nach meiner Verletzung und der damit verbundenen Pause für Coolio ist es zudem der erste 5*-Grand Prix wieder. Das ist schon ein schöner Start ins WM-Jahr. Mein Pferd hat heute den Unterschied gemacht”, bedankte sich Marcus Ehning bei seinem Sportpartner Coolio.
Ebenfalls vorne mit dabei waren Christian Ahlmann und sein erst neunjähriger Applebridge Tag Z (v. Aganix du Seigneur) mit einem Abwurf im Stechen auf Platz sechs. Gleich dahinter reihten sich Hansi Dreher und sein Holsteiner Elysium (v. VDL Zirocco Blue) ein. Sophie Hinners und Iron Dames Singclair sprangen auf Platz neun, Janne Friederike Meyer-Zimmermann und Cellagon Cascais wurden elfte. Philipp Weishaupt und sein Neuzugang Mastermind RL platzierten sich mit zwei Abwürfen im Stechen auf Rang 15. Mit ebenfalls acht Strafpunkten beendeten Kendra Claricia Brinkop und der erst neunjährige Replay van’t Paradijs (v. Bamako de Muze) den Grand Prix auf Platz 17.
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