“Die 1. Qualifikation hat noch nicht wirklich was mit dem Derby-Parours am Sonntag zu tun”, hatte der Titelverteidiger beim Hamburger Derby, André Thieme, gesagt. Der vierfache Derby-Sieger muss es wissen, er kann die Parcours im Derby-Park beinahe im Schlaf aufsagen. Trotzdem brachten sich die Derby-Spezialisten und Favoriten auf den Titel bereits in der ersten Runde in Hamburg schon mal in Stellung und sprangen in die Platzierung.
So mischte auch der zweifache Derby-Sieger Marvin Jüngel (2023 und 2024) mit dem ersten neunjährigen Don Corleone Z (v. Dominator 2000 Z) auf Platz fünf vorne mit. “Ich habe dieses Jahr das Glück, dass ich zwei Derby-Pferde an den Start bringen kann. Don Corleone, der Richard Theurer gehört, hat sehr viel Vermögen und ist sehr mutig. Weil er das heute so gut gemacht hat, haben wir beschlossen, Balou`s Erbin für die 2. Qualifikation am Freitag zu schonen. Auch sie ist top in Schuss und vielleicht können wir André Thieme etwas unter Druck setzten”, schmunzelt Marvin Jüngel nach seiner Runde. Am Freitag will er mit beiden Pferden in der 2. Qualifikation an den Start gehen.
DERBY-ÜBUNGSPLATZ IN LEIPZIG BEI “DEM FRANZOSEN”
Geübt hat er vorher auch noch: “Sonst wäre mein Bauchgefühl nicht gut.” Trainiert wurde “bei dem Franzosen in Leipzig”, alias Aurelien Perrier, so Marvin Jüngel. “Das ist ein französischer Reiter, der einmal beim Birken-Oxer ausgeschieden ist und sich danach schwor, dass passiert ihm nie wieder. Daraufhin hat er den ganzen Derby-Parocurs bei sich in Leipzig nachgebaut. Leider verhinderte ein Unfall eine weitere Reit-Karriere für Aurelien Perrier. Dafür fahren da jetzt viele hin und trainieren dort, weil die Bedingung so gut sind und Aurelien uns unterstützt”, erzählt Marvin Jüngel.
Gleich hinter Marvin Jüngel platzierte sich Clara Blau mit ihrem Paul, die erst kürzlich den U-25 Springpokal in Hagen für sich entscheiden konnte. Auch Titelverteidiger André Thieme und sein Paule S blieben in der ersten Runde, wie erwartet, ohne Fehler und sprangen auf Platz sieben. Auch wenn es auf dem Weg ins Ziel einen Materialschaden gab: Das Vorderzeug war gerissen. Paule S sprang trotzdem fehlerfrei. Die Derby-Spezialisten Frederic Tillmann und sein DSP Comanche VL wurden Neunte.
SIEG AN KRISTAPS NERETNIEKS
Der Sieg am ersten Derby-Tag ging allerdings an einen Hamburger-Derby-Neuling: Kristaps Neretniks gewann die 1. Qualifikation mit dem Holsteiner Quintair (v. Quintero). “Meistens reite ich sehr schnell. Ich weiß, ich sollte vielleicht noch etwas Sprit im Tank lassen für den letzten Tag, aber das fällt mir schwer. Aber auch mein Pferd ist richtig schnell und hat ein großes Herz”, freut sich der lettische Sieger, der im letzten Jahr beim Falsterbo-Derby Vierter wurde. “Das Hamburger Derby bin ich noch nie geritten und so einen großen Wall bin ich auch noch nie hinunter geritten. Das wird eine Herausforderung, sollte aber am Ende kein Problem sein”, sagte Neretnieks zuversichtlich. Zweiter wurde der Ire David Simpson mit Pjotr van de Kruishoeve vor Guy Williams BH Gringos Legacy. Platz vier holten Felix Wassenberg und Elegant de L’lle.
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