Auch 2026 werden die Deutschen Meisterschaften Dressur und Springen wie schon in vielen Jahren zuvor wieder im Rahmen des Turniers “Longines Balve Optimum” vom 4. bis 7. Juni im sauerländischen Balve ausgetragen. Auch die U25-Dressurreiter ermitteln wieder ihre Deutschen Meister und zum dritten Mal gehören auch die Deutschen Meisterschaften der Para-Dressurreiter wieder zum Programm. Die Meisterschärpen werden in zwei Abteilungen vergeben: In den Grades I, II und III sowie in den Grades IV und V, entsprechend dem Grad der Einschränkungen der Reiter. Insgesamt acht Entscheidungen fallen bei den Deutschen Meisterschaften.
Rosalie von Landsberg-Velen ist als Veranstalterin das Gesicht hinter den Deutschen Meisterschaften. Ihr Bestreben ist es, das Turnier stetig weiterzuentwickeln, in diesem Jahr kann sie Rekordzahlen vermelden. „Wir haben die höchste Starterquote seit Beginn des Optimum“, berichtet sie. „Daher beginnen wir auch schon am Mittwoch. Und auch qualitativ sind wir top besestzt: Von Isabell Werth und Frederic Wandres über Jessica von Bredow-Werndl, Katharina Hemmer, Raphael Netz, Moritz Treffinger und Charlott-Maria Schürmann hin zu Christian Kukuk, Marco Kutscher, Sophie Hinners, Gerrit Nieberg und dem aktuellen Derby-Sieger Frederic Tillmann. Wir freuen uns sehr!”
Deutsche Meisterschaften Dressur
Die Zuschauer dürfen sich auf ein hochkarätiges Starterfeld in der Dressur freuen. Dazu zählt auch Frederic Wandres, der mit seinem Olympiapferd Bluetooth OLD ins Sauerland kommen wird. „Natürlich ist mein Ziel, bei der Weltmeisterschaft dabei zu sein. Die Vorbereitungen laufen gut. Die Konkurrenz habe ich schon im Blick, bewerte das aber nicht über, sondern konzentriere mich nur auf uns“, erklärte er im Vorfeld bei der Pressekonferenz zur DM.
Besonders schön in Balve ist, dass in sich auf dem Turnier nicht nur die Top-Paare, sondern auch junge Reiter als auch Pferde messen können. Das Prüfungsangebot ist vielfältig.
Die Deutsche Meisterschaft der U25-Reiter findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt. Im vergangenen Jahr holte hier Moritz Treffinger mit seinem Rapphengst Cadeau Noir beide Goldmedaillen. „Es ist verrückt, was ich momentan alles erleben darf. Ich möchte aus diesem Traum gar nicht aufwachen und bin jeden Tag dankbar. Die U25-Tour ist für mich vorbei, jetzt starte ich bei den Senioren den nächsten Schritt und versuche Fuß zu fassen.“ In diesem Jahr startet er mit Fiderdance, mit dem er auch schon beim Weltcup-Finale war. In der Dressur werden je zwei Titel vergeben: Einmal im Grand Prix Special und in der Grand Prix Kür.
Deutsche Meisterschaft Springen
Im Gegensatz zum internationalen Wettbewerb gibt es bei den Deutschen Meisterschaften im Springen noch eine Geschlechtertrennung. In der Wertung der Springreiterinnen dürfen nur Frauen an den Start gehen. Außerdem gibt es eine Wertung der Springreiter, in der aber auch Frauen zugelassen sind. Im vergangenen Jahr lief es für Springreiterin Stephi de Boer besonders gut. Sie holte sich nicht nur den Titel bei den Springreiterinnen, sondern wurde auch noch Sechste bei der DM der Herren und Damen-Wertung. Der Sieg bei der DM sei ihr Lebensziel gewesen und der sich danach anschließende Start beim CHIO in Aachen 2025 ein Lebenstraum. Titelverteidiger bei der offenen DM-Wertung ist Mario Stevens, der sich im vergangenen Jahr mit Starissa Gold holte.
Deutsche Meisterschaften Para-Dressur
„Wir freuen uns sehr, dass unsere DM jetzt schon zum dritten Mal in Balve gemeinsam mit denen der Regelsportler stattfinden”, so Silke Fütterer-Sommer, Bundestrainerin der Para-Dressurreiter. Wie in den Jahren zuvor auch, ist die DM in Balve auch 2026 wieder eine Sichtung, dieses Mal für die WM in Aachen. „Heidemarie Dresing und Regine Mispelkamp, die beiden Doppeleuropameisterinnen, sind natürlich am Start, aber dieses Jahr haben wir auch einige neuere Paarungen. So hat zum Beispiel Anna-Lena Niehues ein neues Pferd und mit Helen Schildhauer haben wir eine Nachwuchsreiterin erstmalig da, die schon in Mannheim sehr erfolgreich war. Das ist eine tolle Entwicklung und das wird in Balve dann durchaus spannend“, so die Erwartung der Bundestrainerin. (fn-press)
