Heimsieg für die Schweiz im Nationenpreis in St. Gallen – Team Deutschland auf Rang 5

Was für ein Drehbuch für die Schweiz! Das Heim-Team hat mit neun Strafpunkten überlegen den Range Rover Nationenpreis der Schweiz vor dem begeisterten Publikum im Stadion Gründenmoos gewonnen. Über Hindernisse bis 160 cm Höhe ausgetragen, zählte die Prüfung für die Longines-Weltrangliste und diente als Qualifikation für den Longines Grand Prix der Schweiz sowie für die Weltmeisterschaft 2026.

Nach einer ersten Runde, die das Schweizer Team mit 8 Strafpunkten auf Rang vier abgeschlossen hatte, holten die Eidgenossen im zweiten Umlauf auf. Als Eröffnungsreiter setzte Martin Fuchs mit Lorde (v. Clyde Lvb Z) ein klares Ausrufezeichen: fehlerfrei in 72,94 Sekunden. Jason Smith mit Picobello van’t Roosakker (v. Kassander van de Roosakker) blieb sogar in beiden Runden fehlerfrei. Alain Jufer und Dante MM (v. Diarado) hatten mehr Mühe und beendeten den Parcours mit 12 Strafpunkten – Streichergebnis.

Damit lag alles auf den Schultern von Steve Guerdat mit Albfuehren’s Iashin Sitte (v. Bamako de Muze). Die Weltnummer 10 lieferte eine saubere Runde mit lediglich einem Zeitstrafpunkt ab. Addiert mit dem Ergebnis der ersten Runde stand das Schweizer Ergebnis damit bei 9 Strafpunkten – ein Resultat, das bei einem fehlerfreien Ritt des letzten britischen Reiters ein Stechen ermöglicht hätte. Doch bereits beim ersten Abwurf des Briten war die Spannung gebrochen und der Schweizer Sieg perfekt.

Österreich belegt mit 16 Strafpunkten den zweiten Rang, gefolgt von Grossbritannien auf Platz drei mit 17 Punkten. Vierte werden die US-Amerikaner mit 20 Punkten.

Die Titelverteidiger, Team Deutschland, sprangen diesmal auf Platz fünf. In Runde eins kamen Marcus Ehning mit Coolio (v. Casalito), Sandra Auffarth und Quirici H (v. FRH Quaid) sowie Rene Dittmer und Cody (v. Casall) jeweils mit 4 Strafpunkten aus dem Parcours. Für Hansi Dreher und seinen Holsteiner Elysium (v. Zirocco VDL) lief es in Runde eins mit ungewöhnlichen 20 Strafpunkten noch nicht nach Plan, er wurde zum Streichergebnis.

In Runde zwei blieb Hansi dann ohne Springfehler und kam mit nur zwei Zeitfehlern aus dem Parcours. Marcus Ehning und Coolio sowie Rene Dittmer und Cody kassierten erneut vier Strafpunkte in Runde zwei. Sandra Auffahrt und Quirici H lieferten das Streichergebnis.

“Leider konnten wir unseren Vorjahres-Sieg nicht wiederholen. Irgendwann musste es ja so kommen, Wir waren bei allen wichtigen Nationenpreisen bisher auf dem Treppchen. Daher gibt es auch keinen Vorwurf an das Team. Wir hatten einfach zu wenig Null-Runden. Hansi war der Einzige, der ohne Springfehler war. Aber wie gesagt, das ist kein Vorwurf an das Team. Wir gratulieren der Schweiz zum Heimsieg und werden versuchen, es nächste Woche in La Baule besser zu machen”, resümierte Bundestrainer Otto Becker gegenüber spring-reiter.de.