Spannung bis zum letzten Ritt herrschte im „LET’S GET HOOVED!“ CSIOJ FEI Jumping Nations Cup Youth der Junioren. Insgesamt 13 Nationen gingen an den Start, und nach dem ersten Umlauf lagen Großbritannien, die Niederlande, Deutschland und Finnland dank jeweils dreier fehlerfreier Runden nahezu gleichauf. Die Entscheidung war völlig offen.
Für den zweiten Umlauf qualifizierten sich die acht besten Teams. Während die Reiter im ersten Durchgang noch bemerkenswert souverän agierten, sorgte der verschärfte Kurs im zweiten Umlauf für eine deutliche Verschiebung der Rangfolge. Die Parcourschefs hatten die Anforderungen etwas erhöht – mit Folgen. Zahlreiche Paare mussten Fehler hinnehmen, und am Ende gelangen im gesamten Nationenpreis lediglich zwei Doppelnullrunden.
Davon profitierte die italienische Mannschaft um Teamchef Piero Coata, die sich mit Ginevra Maria Pellicari und Lexicograaf, Giovanni Votino auf Unbreakable van Overis Z, Gabriel Zagni Minucci mit Orbit sowie Lavinia Lo Bosco auf Oberon van den Berg den Sieg sicherte. Silber ging an die Niederlande, während das deutsche Team mit Lennard Tillmann (Veltiner), Tony Stormanns (RMF Cinnamo), Hannah Blandfort (Tara Levista) und Victoria Schumacher (Noah de Kalvarie) die Bronzemedaille gewann. Alle vier deutschen Reiter kassierten im zweiten Umlauf jeweils einen Abwurf.
Deutsche Junioren vorne im Gesamtranking
Nachwuchstrainer Eberhard Seemann zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Abschneiden seiner Mannschaft: „Grundsätzlich haben wir derzeit eine sehr gute Saison bei den Junioren, weil wir in Deutschland viele starke Nachwuchsreiter haben. Hier in Hagen ging es für uns auch um die letzte Sichtung vor den Europameisterschaften. Deshalb habe ich bewusst einigen Reitern noch einmal die Chance gegeben, sich für eine Nominierung zu empfehlen. Mit dem dritten Platz bin ich deshalb grundsätzlich zufrieden, auch wenn vielleicht sogar noch etwas mehr möglich gewesen wäre.“
Vor allem der zweite Umlauf habe die Spreu vom Weizen getrennt: „Nach den vielen Nullrunden im ersten Umlauf wurde der Parcours an einigen Stellen deutlich anspruchsvoller. Das hat man gesehen, auch die anderen Nationen hatten ihre Schwierigkeiten. Unsere Reiter haben solide Leistungen gezeigt, auch wenn die Fehler durchaus vermeidbar gewesen wären. In einem Nationenpreis kommt aber immer eine besondere Nervosität hinzu, die die Aufgabe zusätzlich erschwert. Insgesamt haben sich die Reiter gut geschlagen.“
Mit dem Ergebnis von Hagen a.T.W. verteidigt Deutschland zudem die Spitzenposition im FEI Jumping Nations Cup™ Youth Ranking. Nach neun von neun Stationen liegt die deutsche Nachwuchsmannschaft an der Spitze der Gesamtwertung der Junioren.
