Einmal müssen sie noch schlafen, dann geht es auch für die Springreiter mit der ersten Prüfung bei der WM in Aachen los. “Wir sind bis zum Anschlag motiviert”, brachte es der amtierende Europameister, Richard Vogel, gegenüber spring-reiter.de auf den Punkt. Am Dienstag stand für die Springreiter ein Training auf dem heiligen und leicht nassen Rasen auf dem Programm. Sophie Hinners, Daniel Deusser und Marcus Ehning nutzten die Gelegenheit. Richard Vogel und United Touch S sowie Christian Kukuk und Checker verzichteten auf eine Trainingsrunde. “Ich bin United heute Dressur geritten und er hat sich sehr wohl gefühlt”, erzählte der Aachen-Sieger Richard Vogel. Christian Kukuk und Checker, die erst vor einer Woche im Grand Prix in London glänzten, hatten ihre Top-Form ja gerade ebenfalls wieder unter Beweis gestellt.
Den Start der WM kann auch Team-Kollege Daniel Deusser kaum abwarten:
“Ich habe mich heute dazu entschlossen, ein paar Sprünge im Warm-Up zu machen, obwohl ich das normalerweise nicht machen würde. Ich wollte einfach nur für mein eigenes Gefühl wissen, geht Otello gut in den Parcours rein oder ist er vielleicht ein bisschen gespannt. Am Ende war es genau das gleiche Gefühl wie auf den letzten Turnieren. Aber auch wenn ich nur vier Sprünge gemacht habe, bin ich hinterher mit einem sehr guten und auch besseren Gefühl rausgeritten. Sophie hat mich gestern gefragt, soll ich jetzt noch mal reiten. Und ich habe sie gefragt, würdest Du normalerweise noch mal reiten? Sie sagte, nein, aber wir haben ja nichts anderes zu tun. Ich denke, es ist sehr wichtig, die Pferde nicht mehr zu reiten, nur weil wir Zeit haben. Es ist noch eine lange Woche bis Sonntag. Wir sind alle am essen und trinken, weil so viel Zeit da ist”, lachte Deusser. “Ich hoffe wirklich, dass es morgen endlich los gehen kann.”
Auch Marcus Ehning freut sich auf den WM-Start: “Coolio hat sich heute beim Warm-Up sehr gut angefühlt. Drückt uns fest die Daumen, dass wir wirklich auch gute Runden haben und Euch allen Freude machen.”
Das hofft auch Sophie Hinners: “Ich bin natürlich sehr stolz, für das deutsche Team starten zu dürfen, und ich hoffe, dass wir sehr gute Runden zeigen können.”
Reservereiter Christian Kukuk freut sich auf die Gänsehaut-Momente im Stadion: “Das ist das Gefühl, nach dem man sich als Sportler immer sehnt. Für den Fall der Fälle sind Checker und ich mehr als bereit.”
“Wir sind im selben Stall wie die siegreichen Dressur-Reiter”, sagte Bundestrainer Otto Becker und hofft, dass es ein gutes Omen ist.
Mittwoch um 9.30 Uhr ertönt die erste Glocke für die 1. Qualifikation für die Teams und die Einzelwertung.













