Ein 16-jähriger US-Amerikaner hat als 31. von insgesamt 39 Startern die komplette Konkurrenz hinter sich gelassen und in Aachen den Sieg geholt im Stawag-Preis für Junge Reiter. Es war sozusagen die internationale Fortsetzung der nationalen U25-Prüfung um den Holger Hetzel Preis zuvor. Als Jj Torano mit dem zwölfjährigen Lyon (v. Lord Argentinus) fehlerfrei nach 63,96 Sekunden über die Ziellinie des 550m langen Parcours über 1,40m galoppierte, setzte er sich an die Spitze des U-21 Feldes und blieb dort bis zum Ende.
Er hatte damit den bis dahin führenden Max Paschertz auf Platz zwei verdrängt. Mit seiner neunjährigen Holsteinerin Foodfox‘ Cathilde H (v. Cascadello) hatte der als 16. Starter mit fehlerfreien 64,43 Sekunden die lange geltende Bestzeit vorgelegt. Platz drei ging nach Brasilien, an Luiz Felipe Neto de Azevedo auf Granit de la Mure (v. Mylord Carthago).
Die zweite deutsche Starterin diesem Feld blieb ebenfalls über alle elf Hindernisse fehlerfrei, brauchte aber dafür ein paar Sekunden länger: Mit 69,54 Sekunden wurde Brianne Beerbaum mit Kiss me (v. Cornet Obolensky) Elfte.
Aufmerksamer Zuschauer bei der Siegerehrung war auch ihr Onkel Ludger Beerbaum, der noch mindestens einen weiteren Grund zum Zuschauen hatte: Mit Mumbai (v. Diamant de Semilly) wurde der mexikanische Student Mariano Onate De Cima Fünfter. Dessen Vater hatte den so auffällig springenden Schimmel, mit dem Christian Kukuk und Marco Kutscher für den Stall Beerbaum Erfolge in Serie gefeiert hatten, vor einem Jahr gekauft.
Und noch ein Pferd mit erfolgreicher Vorgeschichte war in dem U-21 Springen unterwegs: Lommers (v. Carrera VDL), der mit Sophie Hinners im Frühjahr noch bei der Global Champions Tour in Miami und Mexiko gestartet war, kam mit seiner neuen Reiterin, der Schweizerin Lou Puch, auf Platz 29. Auch diese Beiden waren fehlerfrei. Aber vor einer Woche hatten sie in Peelbergen ihren ersten gemeinsamen Start, da muss sich alles erst noch einspielen.
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