Nein, an ihr kommt offensichtlich momentan im U25-Bereich niemand vorbei, so sehr sich die Konkurrenten auch bemühen: Britt Roth hat auf ihrem Jeffrey (v. Comme il Faut) im Stechen auch das Finale der „German U25 Trophy“ der Stiftung Deutscher Pferdesport und Holger Hetzel in Aachen gewonnen. Acht Mitstreiter hatten zuvor die fehlerfreie Zeit in diesem Stechen über sieben Hindernisse mit acht Sprüngen über bis zu 1,50m Höhe immer weiter verbessert. Als die Vierte, Johanna Beckmann mit Emelie van de Mirania Stam (v. Emerald) nach 43,42 Sekunden durchs Ziel galoppierte, stellte sich zum ersten Mal die Frage, wie soll es schneller gehen. Zwei Starter weiter zeigte Magnus Schmidt mit Carl Gustav (v. Comme il Faut), wo und wie noch Zeit herauszuholen war: 42,96 Sekunden zeigte die Uhr für ihn im Ziel.
Und wie sollten die drei Folgenden das noch knacken? Sönke Fallenbergs Hengst Zanzibar Z (v. VDL Zirocco Blue) machte sich während Carl Gustavs Runde schon mal lautstark bemerkbar, galoppierte also hochmotiviert los – und lieferte seinen Reiter mit auf die Hundertstel genau gleichen Zeit ab, die Johanna Beckmann abgeliefert hatte. Das bedeutete für die Beiden am Ende den geteilten vierten Platz. Denn es ging noch schneller, auch schneller als bei Magnus Schmidt.
Das zeigte zuerst Hannes Ahlmann, der mit seinem neunjährigen Madness (v. Kannan) in 42,38 Sekunden durch den auf 380 Meter verkürzten Parcours flog, die Führung übernahm – und eine Minute später dann doch auf Platz 2 landete. Denn Britt Roth unterbot selbst ihn noch einmal deutlich. Nach 40,77 Sekunden war sie mit Jeffrey im Ziel.
“Das ist der perfekte, krönende Abschluss der Freiluftsaison. Wir hatten einen super Lauf dieses Jahr. Jedes Wochenende haben wir das letzte getoppt, das war wie in einem Traum. Ich bin natürlich super stolz auf Jeffrey und meiner Familie dankbar, dass ich so ein Pferd reiten darf. Ich durfte dieses Jahr das erste Mal in Aachen starten, das war natürlich ganz, ganz toll und ist hoffentlich auch nicht das letzte Mal”, hofft die Siegerin Britt Roth.
Hannes Ahlmann ist die U25 Tour in Aachen dagegen schon viermal geritten: „Ich bin heute sehr stolz auf mein Pferd, er ist erst neun Jahre alt und hat das super gemacht. Aber Britt ist im Moment von hinten einfach brutal stark“, lobte er die Siegerin. „Vier mal hat das jetzt richtig Spaß gemacht hier in Aachen und es soll natürlich bitte nicht das Letzte Mal gewesen sein. Mein Ziel ist es im nächsten Jahr bei den Senioren zu starten.”
Für den Drittplatzierten Margnus Schmidt war Aachen dagegen eine Premiere: „Im Stechen habe ich etwas umgestellt, weil mein Pferd im Umlauf noch nicht so richtig bei mir war. Wir haben eine Kleinigkeit an der Trense verändert und ich habe versucht, Carl Gustav dressurmäßig etwas besser bei mir zu haben. Das hat dann im Stechen zum Glück funktioniert“, freute sich der 22-jährige, der sich auf hoffentlich viele weitere Starts in Aachen freut.
Birgit Rosenberg, Sportchefin des CHIO Aachen, freut sich über das tolle Feedback der jungen Reiter: “Wir fanden es total cool, die jungen Reiter mit in die WM zu holen, damit sie Erfahrung sammeln können, anstatt noch eine Drei-Sterne-Tour für die Championatsreiter zu machen. Wenn das dann so gut bei den jungen Reitern an kommt, sind wir natürlich total glücklich. Ihr werdet immer ein Platz haben im Programm, das kann ich versprechen.“
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