In dem Finale der 5-jährigen Springpferde qualifizierte Sophie Hinners gleich mal vier Pferde für das Finale und auch bei den 6-jährigen gab es GOLD: Mit einer fehlerfreien Runde in 36,27 Sekunden sicherte sich Sophie Hinners mit dem Holsteiner Wallach Cincinnati den Titel des Bundeschampions. Insgesamt hatten sich neun Paare für das Stechen um den Sieg bei den sechsjährigen Springpferden in der Lankhorst Arena qualifiziert.
Cincinnati, der neue Bundeschampion der sechsjährigen Springpferde, war überlegener Sieger in der Springprüfung der Klasse M**. In 36,27 Sekunden absolvierte der Holsteiner Schimmelwallach als zweiter Starter im Stechen den Parcours. Keines der nachfolgenden sieben Paare konnte diese Zeit unterbieten. Der von Michael Eitel gezogene Wallach stammt von Comme il Faut aus einer Cardento-Mutter. Besitzerin ist Doris Panitz, vorgestellt wurde er in Warendorf von Sophie Hinners. „Ich bin sehr stolz auf Cincinnati“, sagte sie bei der Siegerehrung. „Ich kenne ihn noch gar nicht so lange, habe ihn eigentlich nur von David Will ausgeliehen“, gab sie zu. Die frischgebackene Mannschaftsweltmeisterin hatte wenige Stunden zuvor Cadoc zum Titel bei den fünfjährigen Springpferden geritten. Nun gelang ihr dasselbe Kunststück wie 2024, als sie ebenfalls in beiden Altersklassen die Sieger stellte. Darauf angesprochen antwortete sie lachend: „Wenn’s läuft, dann läuft’s!“
Die Silbermedaille gewann Patrick Hengstebeck mit der westfälischen Stute Daenerys von Leblich (0/42,60). Franz Becker zeichnete als Züchter für die Anpaarung des Diamant de Casall mit einer Chaman-Mutter verantwortlich. Besitzer ist die Zuchtgemeinschaft Maier und Hengstebeck.
Die dritte strafpunktfreie Runde im Stechparcours lieferte Con Touch RS unter Stefan Engbers (0/43,09). Der braune OS-Hengst wurde von Hans-Jürgen Heitmann gezogen, der eine Casall-Tochter mit Conthargos anpaarte. Als Besitzer ist Matthias Schlamminger registriert.
Parcourschef Peter Schuhmacher hatte auch im „Preis von Pferdesport Deutschland“ einen perfekten Aufbau geliefert. Anspruchsvoll, aber sehr fair fragte er bei den jungen Springpferden nicht nur reelles Springvermögen, sondern auch Kraft und Kondition über 13 Hindernisse ab, darunter eine zweifache und eine dreifache Kombination. Von den 39 Startern blieben neun im Umlauf strafpunktfrei. Im Stechen, das durch den frühen Start des späteren Siegerpaares zusätzlich an Spannung gewann, blieben lediglich drei Paare auch in der entscheidenden Runde ohne Fehler und sicherten sich damit die Medaillen.
Der BMLEH-Tierschutzpreis, ein Sonderehrenpreis für besonders pferdegerechtes Reiten des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat ging nach dieser Prüfung an Charlotte Höing. Mit dem Preis werden Reiter ausgezeichnet, die ihr Pferd besonders pferdegerecht vorbereiten, vorstellen und versorgen. Bewertet werden die Lösungsphase auf dem Abreiteplatz, der Ritt im Parcours sowie der Umgang mit dem Pferd nach dem Ritt.
Quelle: PM von Pferdesport Deutschland editiert von spring-reiter.de
